CSR Professional

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  • Achim Halfmann
    Achim Halfmann    Premium Member   Group moderator
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    Die Berücksichtigung ethischer Folgen ihrer Tätigkeit weist für Berater Probleme auf. Das sagte der Arbeitsrechtler Christian Reichel, Partner bei Baker & McKenzie/Frankfurt, am 6. März bei einer CSR-Diskussion im Düsseldorfer Ständehaus. Berater hätten einen rechtlichen Rahmen aufzuzeigen und die Entscheidung über das konkrete Handeln ihren Kunden zu überlassen. Er berate einen Mandanten in dem, was dieser wolle, „mehr nicht“, sagte Reichel. Eine Kanzlei solle für die ethischen Folgen ihrer Beratung nicht in gleicher Weise haften müssen wie ein Unternehmen, das chemische Produkte in einem Wohnumfeld herstelle, für seine Umweltauswirkungen.

    Diskutieren Sie mit uns:

    Kann Beratung auf einen ethischen Anspruch verzichten?
    Sollten Berater für die ethischen Folgen ihrer Tätigkeit haften?
    Ist die in Düsseldorf geäußerte Meinung für Berater repräsentativ?

    Wir freuen uns auf Ihre Meinung!
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  • Klaus D. Tolliner
    Klaus D. Tolliner    Premium Member   Group moderator
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    Was dabei rauskommt, wenn Berater auf Ethik verzichten, zeigt sich aktuell bei uns in Österreich mit der Telekom Affäre. Dass Hochegger und Co nicht gegen Gesetze verstoßen haben, glaube ich sogar. Aber selbst Hochegger gibt zu, dass das die Vorgehensweise nicht moralisch korrekt war.
    Verantwortungsbewusste Berater sind sich ihrer etischen Grundsätze bewusst und handeln auch danach. Somit stellt sich die Frage der Haftung erst gar nicht.
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  • Prof. Dr. Rudolf Lambert Voller
    Prof. Dr. Rudolf Lambert Voller
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    In der Zeitschrift "Die Neue Hochschule" habe ich mit einem Kollegen ein Kontroverse über CSR (im Curriculum) ausgetragen. In seinem zweiten Beitrag schreibt Prof. Maurer: "... bin ich von Juristen darauf aufmerksam gemacht worden, dass ... strafrechtliche Bedenken hinzu kommen: Nach §266 STGB (Untreue) gilt:
    ' Wer die ihm durch Gesetz, behördlichen Auftrag oder Rechtsgeschäft eingeräumte Befugnis, über fremdes Vermögen zu verfügen oder einen anderen zu verpflichten, missbraucht oder die ihm kraft Gesetzes, behördlichen Auftrgas, Rechtsgeschäft oder eines Treueverhältnisses obliegende Pflicht, fremde Vermögensinteressen wahrzunehmen, verletztund dadurch dem, dessen Vermögensinteressen er zu betreuen hat, Nachteil zufügt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jehren oder mit Geldstrafe bestraft.' Wenn also beispielsweise das Management von AKtiengesellschaften ohne Auftrag der Anteilseigner die Interessen von 'Stakeholdern' zu Lasten der Interessen der Anteilseigner berücksichtigt, erfüllt dies einen Straftatbestand." Das mag auch für eine entsprechende Beratungsempfehlung gelten.
    Man mag das für absurd halten, aber es zeigt, Ethik und (deutsches) Recht passen nicht immer zueinander. Außerdem zeigt es, wie man die Umsetzung von CSR erschweren kann. Sobald man sich mit juristischen Aspekten befasst, ist jedenfalls Vorsicht geboten.
 
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