Gründerforum Potsdam

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  • Daniel Hoch
    Daniel Hoch    Premium Member   Group moderator
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    08 May 2012, 10:52 am
    STIMME
    Das 5-Minuten-Powertraining für Ihre Stimme

    Stimme ist "akustische Körpersprache" – und damit ein sehr wichtiges Kapital. Wer weiß, wie seine Stimme funktioniert und auf andere wirkt, kann gezielt an seiner positiven Wirkung feilen. Fünf Minuten täglich genügen – wie das geht, lernen Sie hier.

    In Verkaufsgesprächen macht unsere Stimme 93 Prozent der Wirkung eines Argumentes aus. Hastiges Tempo oder verschluckte Silben – jeder von uns hat günstige und weniger günstige Sprechgewohnheiten. Die günstigen, positiven Gewohnheiten lassen sich gezielt fördern, von ungünstigen Stimmgewohnheiten kann man sich bewusst lösen. Um Ihre Stimme zu trainieren, benötigen Sie lediglich fünf bis sechs Minuten Zeit pro Tag, ob gleich nach dem Aufstehen, während des Lesens der Tageszeitung, beim Autofahren oder beim Blick in den Spiegel, bleibt ganz Ihnen überlasssen.

    Die akustische Standortbestimmung

    Stimme ist eine Art akustische Körpersprache, mit der man sich zum Gegenüber positioniert. Man vermittelt Bescheidenheit, Respekt oder Seriosität. Weiterhin zeigen sich in der Stimme vielerlei Emotionen wie Freude, Ärger, Angst oder Trauer. Wie aber funktioniert Stimme? Durch das Zusammenspiel von Stimmlippenschwingungen, Luftdruck, Klang und Strömungsgeschwindigkeit. Mit Hilfe eines sogenannten Stimmkreises lässt sich zunächst der Ist-Zustand der eigenen Stimme festlegen. So wird ersichtlich, in welche Richtung sich die Stimme weiterentwickeln sollte.

    Ihr Trainingsprogramm

    Nach der Selbstanalyse kann das eigentliche Stimmtraining mit folgender kleinen Trainingseinheit beginnen: Die eigene Stimme ändert sich, indem man ihr selbst zuhört. Das Zuhören spricht den Steuermechanismus der Stimme an, die Sprechmuskeln arbeiten koordinierter als bisher zusammen – probieren Sie es einfach mal aus.

    Tonus

    Der Begriff Tonus meint den Spannungszustand der Muskulatur. Im Alltag treten immer wieder Situationen auf, in denen man sich anspannt. Dies wirkt sich unmittelbar auf die Stimme aus. Sie verlässt ihre mittlere Sprechstimmlage, klingt vielleicht etwas höher oder ein wenig gepresst. Das Ergebnis: Man möchte sich im Gespräch durchsetzen, doch das Gesagte wird schlichtweg überhört. Ein Grund dafür ist, dass nur bei einer sogenannten optimalen Nutzspannung des Körpers die Stimme voll, tragfähig und überzeugend ist.

    Ein lockeres Ausschütteln von Armen und Beinen entspannt, vielleicht noch begleitet von dem inneren Bild, Wassertropfen abschütteln zu wollen. Ebenso entspannend wirkt ein ausgleichendes Klopfen des ganzen Körpers mit der flachen Hand und mit lockeren Fingern. Öfter geübt, verbessern Abklopfen und Ausschütteln zusätzlich das Stellungsempfinden und das Bewusstsein für die optimale Körperhaltung.

    Haltung

    Sich am Schreibtisch so gemütlich zu fläzen wie auf dem Sofa zu Hause, wäre strategisch ungünstig, wenn jetzt plötzlich ein wichtiger Kunde anriefe. Vor allem die aufrechte Körperhaltung unterstützt die Stimme positiv. Bewegung führt am einfachsten zu der richtigen Haltung.

    Atem bzw. Atmung

    Der Elevator Pitch, also die Selbstpräsentation in wenigen Minuten, dient dem akustischen Selbstmarketing. Aber leider kommt dabei eine gewisse Nervosität auf, die Stimme zittert und sabotiert den Inhalt. Durch regelmäßiges Training der Atmung spiegelt sich diese Nervosität mit der Zeit weniger in der Stimme.

    Eine einfache Übung schickt den Atem gezielt durch den ganzen Körper: Man hebt dazu die Schultern sanft bis zu den Ohren, hält diese Position einige Sekunden und senkt sie langsam wieder. Die Schultermuskeln bleiben danach automatisch einen Moment lang locker. Sie sind nun durchlässig für den Atem. Er gelangt bis tief in den Bauch und die Stimmbänder schwingen wieder freier. Der Kiefer sollte während dieser Übung locker bleiben.

    Klang

    Als Klang bezeichnet man ein Schallsignal, dem das Gehirn eine Tonhöhe zuordnen kann. Eine zu hohe oder zu tiefe Stimme belastet die Gesundheit, weil sie die Stimmbänder unnatürlich spannt. Und sie ist auch dem Ohr des Zuhörers unangenehm.

    Die Übung erinnert an das Essen im Lieblingsrestaurant: Zur Optimierung des Stimmklangs sagt man mehrfach hintereinander die Wortfolge "mjam, mjem, mjum, mjaum". Eine andere Möglichkeit, direkt auf den Stimmklang einzuwirken, ist, ein langezogenes "Hmmmmh" zu sprechen.

    Artikulation

    Zum Training der Artikulation ist es nützlich, immer mal wieder Handbewegungen mit Sprechübungen zu verbinden, weil im Gehirn die Koordination von Hand und Artikulationsorganen zusammenhängt. Zum Beispiel spricht man "brrrmmmm" und bewegt gleichzeitig die Hand so, als ob man ein Spielzeugauto über den Schreibtisch fahren würde.

    Intention

    Das gesprochene Wort kommt beim Gegenüber nur dann an, wenn dahinter die entsprechende Absicht, also eine Intention steht. Es geht also um das Gemeinte hinter dem Gesagten. Fragen Sie sich daher vor einem Gesprächstermin: Was ist meine Absicht? Was für ein Gefühl möchte ich vermitteln und welche inneren Bilder helfen mir vielleicht dabei? Wenn es Ihnen gelingt, eine positive Grundhaltung zu finden, wird auch Ihre Stimme positiv klingen. Auch ein Lächeln ist in der Stimme hörbar, und die so erzeugte Stimmung färbt auf andere ab.


    Quelle / Link: Bettina Halbach- http://tinyurl.com/7docbel
 
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