Information & Document Management

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Posts 1-10 of 65
  • Stefan Pfeiffer
    Stefan Pfeiffer    Premium Member   Group moderator
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    Eine Stellungnahme zum gerade in der Computerwoche Mittelstand vom 23. Januar 2009 erschienenen Artikel zum Thema Compliance und E-Mail Archivierung ... "Gesetzliche Vorschriften werden überschätzt"

    https://www-951.ibm.com/blogs/Stefan_Pfeiffer/entry/und_der_...
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  • Dr. Ulrich Kampffmeyer
    Dr. Ulrich Kampffmeyer    Premium Member   Group moderator   Xpert Ambassador
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    Hallo Herr Pfeiffer,
    ich habe den Artikel noch nicht vorliegen, aber die Zitate lassen mich erschauern ...
    - Durch das EHUG erhalten auch E-Mails alle vorgegebenen Angaben eines Geschäftsbriefes.
    - In der öffentlichen Verwaltung ist das Löschen von geschäftlich relevanten E-Mails ein Straftatbestand.
    - Nach BGB kann man beliebige formfreie Geschäfte auch per E-Mail abschließen und selbstverständlich sind diese E-Mails aufzubewahren
    - E-Mails mit elektronischer Signatur sind sogar Originale und Ausdrucke nur ein nicht rechtskräftige Kopie (da würde allenfalls ein ein Ausdruck mit 2D-Barcode Abhilfe leisten ...)
    - usw.
    Cetero Censeo - ich bin kein Freund von separater, reiner E-Mail-Archivierung sondern von E-Mail-Management. E-Mails gehören wie allen anderen Dokumente in einen Sachzusammenhang - in Kunden-, Projekt-, Vorgangs-, Produkt- und andere Ansichten virtueller Akten.
    Ulrich Kampffmeyer

    Typo berichtigt
    This post was modified on 25 Jan 2009 at 03:43 pm.
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  • Dr. Ulrich Kampffmeyer
    Dr. Ulrich Kampffmeyer    Premium Member   Group moderator   Xpert Ambassador
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    Hallo Herr Wittkewitz,

    ohne vom Ursprungspost von Herrn Pfeiffer ablenken zu wollen (... Ausdrucken ... zurück in die Steinzeit ...) möchte ich nur die Position ad2 Ihres Posts etwas hinterfragen:

    # Das VG Frankfurt a.M. (Urt. v. 11.11.2008 - Az.: 1 K 628/08.F) hat entschieden, dass E-Mails am Arbeitsplatz nur begrenzt dem Schutz des Fernmeldegeheimnisses unterliegen.

    # "Wer als Behördenmitarbeiter nach dem Grundsatz verfährt, dass er über die Daten auf der eigenen Festplatte ausschließlich selbst bestimmt, kann sich gem. § 274 Abs. 1 Nr. 2 Strafgesetzbuch strafbar machen. § 274 Strafgesetzbuch fordert eine Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder eine Geldstrafe, wenn beweiserhebliche Daten gelöscht werden." http://www.channelpartner.de/index.cfm?pid=538&pk=268698

    Cetero Censeo -
    Das Management und die Aufbewahrung von E-Mails ist heute ein Muss! Trotz aller durch das Medium E-Mail verusachten Unzulänglichkeiten und Probleme!

    Ulrich Kampffmeyer
    This post was modified on 25 Jan 2009 at 04:11 pm.
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  • Markus Boos
    Markus Boos    Premium Member
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    Zitat

    Und E-Mails sind einfach nur noch Mailheader, Textbody, Signatur und Anhang und werden beizeiten per XSLT wieder zu einer Mail zusammenbastelt und Als Augenscheinsbeweis mit Timestamp in ein PDF gechoben.

    Zitat ende

    Da kriegen wir doch aber schon bald mal Probleme mit der Unveränderbarkeit oder nicht?
    Wenn ein email über xslt zusammengebaut werden kann, wurde es ja auseinander genommen. Wer garantiert dann, dass die Texte nicht manipuliert wurden?

    Schön wärs ja schon, aber was wir uns technisch wünschen, passt nicht immer mit legal zusammen.
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  • Markus Boos
    Markus Boos    Premium Member
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  • Dr. Jens Buecking
    Dr. Jens Buecking
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    Ich halte den Computerwoche-Artikel für unverantwortlich. Emails sind idR Handelsbriefe und unterliegen zumeist den GoBS (Richtigkeit, Vertraulichkeit, Unversehrtheit, Authentizität), ihr Beweiswert steigt mit der Qualität ihrer Aufbewahrung. Oft sind sie und/oder ihre Attachments zudem unmittelbar oder mittelbar (was genügt, zB Kommentierungen zu einer Preisbildung etc.) steuerrelevant. Keinem Mitarbeiter kann zugemutet werden, diese Unterscheidung zu den einachen, nicht den GoBS oder GDPdU (mit Sanktionen von in Zukunft bis zu 250.000 statt 25.000 Euro) unterfallenden Handelsbriefen, deren Ausdruck theoretisch genügt (aber bzgl. der Rechtssicherheit und beweisrechtlichen Position erhebliche Haftungsrisiken auslöst) verlässlich vornehmen.

    Studien belegen, dass bereits ein zehntägiger Ausfall von Schlüsselsystemen der IT ein Unternehmen regelmäßig so nachhaltig schädigt, dass es mit einer Wahrscheinlichkeit von 50 % innerhalb von 5 Jahren vom Markt verschwindet. Aus dieser und weiterer empirischer Erkenntnisse Erkenntnis heraus besteht nach der Maßgabe einer ganzen Reihe gesetzlicher Vorgaben (KonTraG, Basel II, Sarbanes-Oxley, allgemeine kaufmännische Sorgfaltspflicht etc.) die Verpflichtung zu einem effizienten Risikomanagement (einschließlich des dazugehörigen Informationsmanagements als zentraler Bestandteil jedes Risikomanagementsystems).
    Dieses Risikomanagement ist originäre Kardinalspflicht der Geschäftsführung. Die E-Mail ist hierbei ein ganz wesentlicher Bestandteil des betriebsinternen Informationsmanagements:

    http://www.kanzlei.de/emailfalle

    Gruß,
    Dr. Jens Bücking,
    Fachanwalt IT-Recht, Lehrbeauftragter an der Hochschule für Technik Stuttgart
 
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