Kärnten

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    Helga Tripes-Apath
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    Dokumentarfilm von Robert Kenner, USA 2008
    47.000 Produkte führt ein durchschnittlicher amerikanischer Supermarkt. Das Angebot scheint grenzenlos. Doch betrachtet man die augenscheinliche Vielfalt genauer, zeichnen dafür nur eine Handvoll Firmen verantwortlich. Wenige große Konzerne beherrschen den Markt. Beispiel Fleisch: Gab es 1970 noch Tausende von Schlachthöfen in den USA, gibt es heute gerade noch 13. Hühner werden heute in der Hälfte der Zeit wie vor 50 Jahren doppelt so schwer. Die Tiere nehmen so schnell zu, dass die Knochen die Fleischmassen nicht tragen können und sie alle paar Schritte umkippen. Hühnerhalter werden durch hohe Kredite abhängig von den großen Fleischkonzernen. Wer die Tiere nicht nach deren Vorgaben hält, nämlich in riesigen Hallen ohne Tageslicht, dem wird der Vertrag gekündigt. Die gleichen Zustände herrschen auf dem Saatgutmarkt. 90 Prozent aller Sojabohnen in den USA enthalten Gene, auf die die Firma Monsanto ein Patent hat. Ehemalige Monsanto-Mitarbeiter, die in die Politik gewechselt sind, waren federführend an der Entscheidung beteiligt, gentechnisch veränderte Produkte nicht zu kennzeichnen. Mit dem Ergebnis, dass heute 70 Prozent aller verarbeiteten Produkte in einem amerikanischen Supermarkt gentechnisch veränderte Zutaten enthalten. Mit aller Macht verhindern große Konzerne in Amerika, dass Verbraucher erfahren, wie ihr Essen hergestellt wird. Kritiker werden mit Prozessen überzogen und so mundtot gemacht.
    "Es geht nicht nur darum, was wir essen oder um unsere Gesundheit, sondern darum, was wir wissen dürfen." Dieses Zitat stellen der Regisseur Robert Kenner und die Journalisten Eric Schlosser und Michael Pollan an den Anfang ihres Filmes. Am Ende ziehen sie den Schluss: "Einer der wichtigsten Kämpfe der Verbraucher ist der Kampf um das Wissen, was in unserem Essen ist und wie es hergestellt wurde."
  • Jutta M. Kleinberger
    Jutta M. Kleinberger    Premium Member   Group moderator   Ambassador
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    "Wissen ist Macht" (Francis Bacon) - bewahrheitet sich immer wieder.
    freue mich schon auf diesen tv-beitrag.
    danke für den tipp.
  • Hans Messner
    Hans Messner    Group moderator
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    „Geiler Geiz“ wird für den Konsumenten nirgendwo anders so sehr zum unappetitlichen Bumerang, wie eben bei den Lebensmitteln.
  • Claus Seeberger
    Claus Seeberger    Premium Member   Group moderator
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    Da ich aus dem Fachhandel komme, stört mich nichts mehr als die "Geiz ist geil" Mentalität.
    Leider leben sehr viele Menschen am Existenzminimum. Und es werden ständig mehr.

    Wenn ich nur noch 20 Euro in der Tasche und noch 1 Woche bis zum Monatsende habe, kann
    ich es mir leider nicht leisten, im Bioladen einkaufen zu gehen, oder nur Markenprodukte in
    den Einkaufswagen zu legen. Also kaufe ich die billigsten Sonderangebote beim Discounter,
    um meine Famile satt zu bekommen.

    Die Politik macht es sich grad sehr einfach. Es wird dem Verbraucher die Schuld an den
    Lebensmittelskandalen zugeschoben. "Tja, der immer nur das Billigste kauft, der braucht
    sich ja nicht zu wundern"

    Damit stehlen sich die Politiker aus der Verantwortung.
    Sicher, die Verbraucher müssen nicht jeden Tag Fleisch essen, das ist eh ungesund.
    1x in der Woche würde auch ausreichen. Jedoch können sich halt viele Menschen keine
    Bioprodukte leisten. Die staatliche Hilfe ist ebenfalls nicht darauf ausgelegt.

    Da ich, als Verbraucher nicht sehen und beeinflussen kann, wie die Produkte hergestellt
    wurden, muss die Politik eine einwandfreie Qualität sicherstellen. Und niemand anders.

    Dies kann nur durch strengere Konrollen erreicht werden. Der Markt reguliert sich halt nicht
    nur selber.
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