Lean Thinking

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  • Dr. Roland Kemmerer
    Dr. Roland Kemmerer    Premium Member   Group moderator
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    30 Sep 2010, 2:51 pm
    Simulations-Software
    Hallo zusammen !

    obwohl ich dagegen bin alles mit dem Computer zu erledigen, was - mit höherem Lerneffekt - auch mit Kopf und Hand erledigt werden kann, so bin ich doch fasziniert von den heutigen Möglichkeiten, Prozesse bis ins Detail zu simulieren und Lösungs-Varianten ausprobieren zu können, ohne zunächst in den realen Prozess eingreifen zu müssen. Hier ergibt sich m.E. ein interessantes Betätigungsfeld für den Lean-Spezialisten. Ich vermute, dass es auch eine gute Möglichkeit sein dürfte, Lösungen an die Geschäftsführung zu 'verkaufen', die größeren Umorganisationen naturgemäß mißtrauisch gegenübersteht.

    Mich würde interessieren, ob und welche Erfahrungen, die hier versammelten Experten mit Simulationen gemacht haben und ob sich die Anschaffung der doch recht teuren Software (> 4000-5000€) lohnt.

    Mit dem besten Grüßen von der Weser,

    Roland Kemmerer
  • Ralf Lippold
    Ralf Lippold    Premium Member   Group moderator
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    30 Sep 2010, 8:48 pm
    Re: Simulations-Software
    Guten Abend,

    Simulationssoftware, die eine solche Summe kostet macht mich stutzig.
    Was ist das Problem, das mit Hilfe dieses Programms gelöst werden soll?

    http://www.systemdynamics.org/wiki/index.php/Simulation_Tool.... Mein Favorit ist nach wie vor Vensim :-)

    Grüße, Ralf
  • Dr. Roland Kemmerer
    Dr. Roland Kemmerer    Premium Member   Group moderator
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    01 Oct 2010, 09:46 am
    Re^2: Simulations-Software
    Simulations-Software gibt es seit etwa Mitte der 80er, war damals allerdings ohne Programmierkenntnisse nicht zu benutzen. Mittlerweile ist es aber möglich mit drag&drop ganze Fertigungslinien in wenigen Stunden zu erzeugen und jeder Prozessstufe (und jedem Produkt) individuelle Eigenschaften (wie Transportdauer, Bearbeitungsdauer incl. einer statistischen Schwankungsbreite, Ausfallzeiten, Umrüstzeiten, Abschaltzeiten, fixe und variable Kosten, etc.) zuzuschreiben.

    In der Simulation können auf diesen Linien virtuelle Produkte erzeugt werden, die zunächst ein Abbild der Realität sind (wenn man die realen Daten eingibt), dann aber sehr einfach zu modulieren sind. Damit lassen sich Fragen beantworten wie: wie wirkt sich die zeitliche Varianz von Prozess-Schritten auf meine Produktivität aus ? Wo ist mein Bottleneck und unter welchen Bedingungen ist es ein Bottleneck (Produktportfolio, zeitliche Schwankungen) ? Was geschieht, wenn sich die Ausfallhäufigkeiten meiner Maschine verdoppelt und wie wäre die Situation, wenn ich eine neue Maschine kaufe ? Was geschieht, wenn ich kleinere Batche produziere um WIP aus dem Prozess zu nehmen ? Wie groß muss ich Puffer dimensionieren ?

    Meist wird mit statischen Daten gearbeitet - Taktzeit-Berechnungen sind ein Beispiel. Aber Kunden haben einen schwankenden Bedarf - die Realität ist dynamisch. Simulationsmodelle erlauben nun auf relativ einfache Weise diese Varianten im what-if-Modus durchzuspielen.

    Neben der Beantwortung derartiger Fragen ist aber m.E. immer wichtiger, die visuelle und logischeTransparenz des gesamten Produktionsprozesses herzustellen, weil nur so alle Betroffenen in einen Entscheidungsprozess über die Veränderunderungen sinnvoll einzubeziehen sind.

    Herzliche Grüße von der Weser,

    Roland Kemmerer
 
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