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7 Dinge, die Unternehmerinnen über ihre Vorsorge wissen sollten

Enza Cipolla, Geschäftsführerin frauenvorsorge
Von Enza Cipolla: «Frühzeitig informieren!»
  1. Wissen Sie, wie es um Ihre Vorsorge steht? Frauen sind öfter von Altersarmut betroffen als Männer. Warum? Frauen gehen früher in Rente und haben eine höhere Lebenserwartung. Zudem arbeiten sie öfter Teilzeit und verdienen weniger. Diese Gründe führen dazu, dass Frauen im Pensionsalter oft eine tiefere Altersrente erhalten als Männer.
  2. Haben Sie eine Pensionskasse? Über ein Drittel aller Frauen in der Schweiz hat keine Pensionskasse. Das führt oftmals dazu, dass Frauen im Alter etwa einen Viertel weniger Rente zur Verfügung haben als Männer. Umso wichtiger ist es, sich über Ergänzungen oder Alternativen zur zweiten Säule Gedanken zu machen. Vor allem als Selbstständige und andere Arbeitnehmende, die keine Pensionskasse haben.
  3. Was geschieht, wenn Sie aus gesundheitlichen Gründen längere Zeit beruflich ausfallen? Wie lange könnten Sie eine solche Situation finanziell überbrücken, ohne fremde Hilfe? Eine Kranken- und Unfall-Taggeldversicherung deckt den Lohnausfall in den ersten zwei Jahren. Bei dieser Variante müssen Sie den Unfall in Ihrer Krankenkasse einschliessen, damit die Heilungskosten abgedeckt sind.
  4. Wie können Sie sich optimal bei Unfall absichern? Sie können sich freiwillig gemäss dem Bundesgesetz über die Unfallversicherung (UVG) versichern. Hier sind die Leistungen wesentlich erweitert, was Invalidität und Hinterlassene anbelangt.
  5. Was passiert nach zwei Jahren, wenn die Kranken- und Unfall-Taggeldversicherung keine Leistungen mehr erbringt und Sie auf Dauer erwerbsunfähig werden? Die Absicherung bei Invalidität (Krankheit und/oder Unfall) ist für Selbständige noch wichtiger als für Angestellte. Denn hier fehlt in der Regel die Pensionskasse. Mit einer Erwerbsunfähigkeitsrente über die 3. Säule können Sie diese Lücke füllen/ergänzen.
  6. Was geschieht während des Mutterschaftsurlaubs? Auch selbständige Frauen haben Anspruch auf Leistungen der Erwerbsersatzordnung (EO). Die Leistung: 14 Wochen zu 80% des bisherigen Lohns. Bei Selbständigen ist die Berechnungsgrundlage das Nettoeinkommen. Also der Betrag, der nach Abzug des Betriebsaufwandes übrig bleibt. Diese Summe entspricht dann auch dem steuerbaren Einkommen. Aus steuerlichen Gründen wird hier oftmals zu Gunsten der Steuerersparnis optimiert. Das kann negative Folgen auf die EO-Entschädigung haben.
  7. Kennen Sie das Drei-Säulen-System der Schweiz? Teilzeitarbeit, Erwerbsunterbruch oder Scheidung wirken sich auf die Vorsorge aus. Vorsorge heisst eben nicht nur Altersvorsorge, sondern auch Vorsorgen für Krankheit, Unfall, Invalidität und Tod. Das 3-Säulen-System funktioniert am besten für Angestellte, die immer arbeiten. Viele Frauen (Angestellte und Selbständige!) fallen aus dem Raster, weil Babypausen, mehrjährige Arbeitsunterbrüche oder Teilzeitarbeit nach sich ziehen. Nehmen Sie sich die Zeit, sich mit dem Thema Vorsorge auseinanderzusetzen. Es lohnt sich!

Enza Cipolla (46) ist Geschäftsführerin von frauenvorsorge. Gemeinsam mit ihrer Schwester hat sie vor über 10 Jahren die Firma gegründet, die sich auf Beratungen für Frauen spezialisiert hat. Ob Selbständige, Freischaffende oder Angestellte: Das Ziel ist, möglichst viele berufstätige Frauen dazu zu bringen, sich mit der eigenen Vorsorge auseinanderzusetzen. Mehr Informationen unter: www.frauenvorsorge.ch

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