Algorithmus statt Personaler: „Software bei Bewerbungen kann zu Diskriminierungen führen“

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Seit Anfang 2019 teilt in Österreich ein Algorithmus alle Jobsuchenden in Kategorien ein. Der Arbeitsmarktservice möchte damit seine Effizienz steigern – doch drohen viele Menschen durch das Raster zu fallen. „Die Hoffnung vieler Bewerber ist: Eine Software ist neutraler als ein menschlicher Recruiter“, sagt Netzjournalistin Barbara Wimmer. Doch sei dies ein Trugschluss. „Die Programme werden letztlich von Menschen programmiert“, so die Österreicherin auf der Republica 2019. „Wer eine Frau ist, über 50, Ausländer aus der Nicht-EU oder gesundheitlich beeinträchtigt, bekommt vom System von vornherein Abzüge. Diskriminierung, die am Arbeitsmarkt existiert, wird somit direkt in das Computerprogramm reingeschrieben.“