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Durch Niederlagen zum Erfolg: „Eine positive Fehlerkultur existiert noch viel zu selten“

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Sie war die Nummer eins im Tor des FSV Frankfurt und die erste Frau im Vorstand des HSV – und damit eines Fußballbundesligisten überhaupt. Katja Kraus hat Pionierarbeit geleistet, bis heute jedoch folgte ihr keine Frau in ein solches Amt. „Es gibt im Fußball viele Glaubenssätze, die weiterhin genährt werden“, sagte sie auf der diesjährigen f.CON-Konferenz des „Manager Magazins“. „Männer verteidigen sie, Frauen lassen sich davon vielleicht auch beeindrucken.“ Dabei sei Vielfalt so wichtig für diese Branche, wie für jede Firma. Neben einer Quote für Aufsichtsräte fordert Kraus deshalb auch eine für Vorstände und findet, dass deutsche Unternehmen nicht nur in diesem Punkt Nachholbedarf hätten. Heute arbeitet sie als geschäftsführende Gesellschafterin von Jung von Matt/Sports. 2011 vom HSV entlassen, erlebte Katja Kraus, wie wichtig Niederlagen für die berufliche und persönliche Weiterentwicklung sein können – aber auch, wie rückständig die Fehlerkultur hierzulande noch ist. „Ich habe durch diesen Lebensbruch gelernt, dass ich fähig bin, aus dem Scheitern heraus etwas Neues zu gestalten.“