Neue Arbeitsstrukturen im Mittelstand: „Warum wir die Führungsebenen abgeschafft haben“

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Die Wirtschaftswelt wird immer komplexer, der Druck durch die internationale Konkurrenz wächst – vor allem auf die hiesigen Mittelständler. Mit den klassischen Arbeitsstrukturen lässt es sich am Markt nicht überleben, davon ist Marco Niebling vom Maschinenhersteller Hema überzeugt. Als Projektleiter für agiles Management hat er bei dem Bandsägenhersteller eine neue Betriebsorganisation eingeführt – mit Erfolg. „Viele unserer Mitbewerber gibt es nicht mehr, wir wussten, dass wir etwas ändern müssen“, sagte er am Rande der New Work Session von XING in Halle/Saale. Statt an mehreren Hierarchieebenen festzuhalten, setzt Hema nun auf Eigenverantwortung der Mitarbeiter. „Wir sind quasi führungsfrei. Das bedeutet aber nicht, dass jeder machen kann, was er will. Wir haben klare Ziele – nur dass diese im Team formuliert werden.“ Für die beiden Geschäftsführer war die Umstellung nicht immer leicht, und auch die Mitarbeiter mussten an die neuen Aufgaben herangeführt werden. „Zu vertrauen, das war das größte Hemmnis. Kommunikation ist für uns der Schlüssel gewesen, um genau das aufzubauen.“