HAUSGOLD Immobilien-Magazin

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Umzugskosten: Tipps und Ideen, wo Sie sparen können

So sparen Sie Umzugskosten

Ludwig van Beethoven war nicht nur ein begnadeter Pianist und Komponist, er muss auch Umzugsprofi gewesen sein. Rund 70 Mal soll er umgezogen sein. So oft ziehen heutzutage die wenigsten Menschen um, aber auch wenn ein Umzug eine einmalige Sache ist, ist es gut zu wissen, wie teuer ein Umzug ist und wo man sparen könnte.

Wir stellen Ihnen nachfolgend mögliche Kostenfaktoren für einen Umzug vor. Außerdem erhalten Sie praktische Tipps von Umzugs-Profis, wie Sie im Rahmen eines Umzugs Geld sparen können.

Umzug mit einem professionellen Umzugsunternehmen

Für Privatpersonen ist es oft schwer, den Aufwand eines Umzugs sowie die Angebote verschiedener Umzugsunternehmen zu vergleichen, denn der Umzugsmarkt in Deutschland ist recht unübersichtlich und die Arbeitsweisen und -qualitäten der Unternehmen sind sehr unterschiedlich. Während das eine Unternehmen pauschal einen „Full-Service“ anbietet, splittert ein anderes seine Leistungen in Einzelposten auf, die individuell zu buchen sind.

Praktisch, um einen ersten Kostenüberblick zu gewinnen, ist ein Online-Umzugsrechner. Mit ihm bekommen Verbraucher ein gutes Gefühl für die realen Kosten eines Umzugs mit einem professionellen Unternehmen. Die Kosten für einen persönlichen Umzug lassen sich beispielsweise beim Online-Umzugshelfer Movinga direkt in einem Buchungs-Tool mit Live-Umzugskostenrechner-Funktion kalkulieren. Bei Interesse können die Anwender dort auch gleich ihren Umzug buchen, sind jedoch nicht dazu verpflichtet.

Durchschnittliche Kosten eines Umzugs mit einem professionellen Umzugsunternehmen

Laut Movinga kostet ein professionell durchgeführter lokaler Umzug (Wohnung ca. 60 qm groß) rund 700 bis 1.200 Euro, ein Langstreckenumzug (über rund 600 km) 1.500 bis 2.400 Euro.

Mit steigender Wohnungsgröße, steigen auch die Kosten.  Bei einem lokalen Umzug aus einer Wohnung mit mehr als 120 qm fallen Kosten von ca. 1.200 bis 2.000 Euro an, bei einem Langstreckenumzug müssen 2.600 bis 3.600 Euro eingerechnet werden.

Umzug in Eigenregie

In ein neues Haus oder in eine neue Wohnung zu ziehen, ist in der Regel immer mit viel Arbeit und Kosten verbunden: Maklercourtage, neue Möbel, Renovierungen, Neuregistrierung beim Einwohnermeldeamt, Ummeldung von Telefon und Internet, Nachsendeauftrag… Vielen Menschen erscheint ein selbst durchgeführter Umzug daher als gute Alternative, um Geld zu sparen. Allerdings fallen auch in diesem Fall Kosten an, die es zu beachten gilt.

Denken Sie beispielsweise an Kartons und Verpackungsmaterial, einen Umzugs-LKW, Halteverbotszonen und – last but not least – Ihren persönlichen Arbeitsaufwand.

Kartons und Verpackungsmaterial

Wer sein Hab und Gut sicher verpacken möchte und sich im Freundes- oder Bekanntenkreis keine Materialien borgen kann, benötigt neben Kartons auch Klebeband, Luftpolsterfolie und Packpapier. Rechnen Sie damit, dass Sie pro Quadratmeter Wohnfläche einen Umzugskarton benötigen werden. Neue Umzugskartons kosten in der Regel zwischen 1,50 € und 2,50 €, je nach Anbieter, Abnahmemenge, Größe und Qualität. Spezialkartons, wie Kleiderkisten oder Bilderecken-Zuschnitte, sind teurer.

Umzugs-Lkw

Eine häufig gestellte Frage ist: Welchen Transporter benötige ich für meinen Umzug? Als Hilfestellung bieten einige Autovermieter Umzugsrechner auf ihrer Website an. Per Drag & Drop packen Sie dort einen virtuellen Umzugswagen mit Möbeln. Abschließend wird die passende Wagengröße für Sie ermittelt. So kostet beispielsweise die Tagesmiete eines mittelgroßen Transporters (der in der Regel ideal für 2- bis 3-Zimmer-Wohnungen ist) inkl. 100 km Fahrstecke (Mehrkilometer werden zusätzlich berechnet) und inklusive Vollkasko-Versicherung (mit einer Selbstbeteiligung von 750 €) am Wochenende mehr als 100 €, in der Woche ist die Miete in der Regel geringer. Große LKW kosten mehr.

Autovermieter haben außerdem oft besondere Regelungen. So müssen Anmieter bzw. Fahrer oftmals ein Mindestalter von 21 Jahren erreicht haben und seit mehreren Jahren den Führerschein besitzen.

Halteverbotszone

Vor allem in Innenstädten sind Parkplätze direkt vor der Wohnung Mangelware. Kümmern Sie sich daher rechtzeitig bei der Stadtverwaltung um eine Genehmigung, sodass Sie Halteverbotsschilder aufstellen können. Beachten Sie, dass es bis zu zehn Tage für die Genehmigung dauern kann und dass Sie die Schilder 72 Stunden vor dem Umzugstag aufstellen müssen. Auf keinen Fall sollten Sie selbst zum Pinsel greifen und Parkverbotsschilder malen. Das ist ein unerlaubter Eingriff in die Straßenverkehrsordnung und Sie machen sich damit strafbar. Die Kosten für ein Halteverbot fallen je nach Stadt und Region unterschiedlich hoch aus. Sie sind abhängig vom zeitlichem Umfang der Verbotszone und von der benötigten Größe. Außerdem kommen Beantragungskosten und eine Leihgebühr für die Verkehrsschilder hinzu.

Persönlicher Arbeitsaufwand

Will man das Umziehen in Eigenregie durchführen, bedeutet dies jede Menge Zeit- und Arbeitsaufwand. Am besten, Sie erstellen sich hierfür eine Checkliste, damit Sie nichts Wichtiges vergessen. Dann könnte sich der Umzug unnötig verlängern und teurer werden. Kümmern Sie sich rechtzeitig darum, Freunde und Familie einzuplanen, die beim Umzug helfen. Und unterschätzen Sie nicht die körperlichen Strapazen. Überlegen Sie außerdem, wie Sie reagieren, sollte sich einer Ihrer Freunde beim Umzug verletzen oder Gegenstände beschädigen.

5 Spartipps von Umzugsprofis

Egal ob der Umzug von einem professionellen Unternehmen oder privat durchgeführt wird – sparen kann jeder. Hier ein paar handfeste Profi-Tipps vom Online-Umzugshelfer Movinga:

1. Fragen Sie Bekannte nach unbenutztem Umzugsmaterial:

Vielleicht hat jemand noch eine ein paar stabile Kartons, die er nicht mehr benötigt, eine Rolle Klebeband oder Packpapier?

2. Bananenkisten aus dem Supermarkt:

Fragen Sie im nahegelegenen Supermarkt nach ein Bananenkisten, die sonst entsorgt werden würden. Diese Kartons sind jedoch nicht ohne Risiko. Sie können splittern oder nicht perfekt verarbeitet sein. Zwar sparen Sie hier etwas Geld, jedoch nicht unbedingt Nerven!

3. Kleinanzeigen checken:

Nicht selten versuchen frisch Umgezogene, ihr Verpackungsmaterial wieder an den Mann zu bringen. Manche geben diese Dinge sogar unentgeltlich weg. Entweder, um sich die Entsorgung zu sparen oder einfach aus Hilfsbereitschaft anderen gegenüber.

4. Ein- und Auszug aufeinander abstimmen:

Achten Sie bei der Kündigung und dem Unterschreiben des neuen Mietvertrags darauf, dass die Ein- und Auszugstermine möglichst nah beieinanderliegen. So vermeiden Sie doppelte Mietzahlungen oder teure Hotelaufenthalte.

5. Lkw nicht zu Boom-Zeiten mieten:

Die meisten Lkw und Sprinter werden zu Monatsanfang, -mitte und -ende gemietet. Viele Autovermieter heben daher zu diesen Zeiten die Preise an. Sollte auch Ihr Wunschvermieter ähnlich handeln, würde es sich demnach empfehlen, um den 8. oder 22. eines Monats umzuziehen. Vergleichen lohnt sich hier. Auch am Wochenende kann die PKW-Miete höher ausfallen als an „normalen“ Wochentagen.

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