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Nils Schnell

Nils Schnell

for New Work International, Mut & Komfortzone, Balance und Selfleadership, Innovation und Disruption

10 Tipps für den Sprung raus aus der Komfortzone

MOWOMIND
Hinter der Komfortzone wartet der Horizont.

Wie häufig hast Du Dich gefragt, ob Du in der letzten Zeit mal etwas Aufregendes gemacht hast oder an Deine Limits gegangen bist? Oder so verrückt sein könntest, wie Deine verrückten Freunde, die Du gleichermaßen bewunderst und belächelst?

In diesem Artikel beleuchte ich die Komfortzone und gebe Dir 10 Tipps, wie man sich ambitioniert und dennoch zu sich passend, bewusster weiterentwickeln kann.

Was ist die Komfortzone?

Wenn man das Internet fragt, bekommt man folgende Antwort: “Eine Komfortzone ist der durch Gewohnheiten definierte Bereich eines Menschen, in dem er sich wohl und sicher fühlt und es ihm deswegen leicht fällt, mit der Umwelt zu interagieren.” (Wikipedia). Es ist also der wohlige Kreis um einen herum, wo alles geordnet, absehbar und einschätzbar ist und damit gut gemeistert werden kann.

Es gibt ein Drei-Zonen-Modell von Bardwick (1995), welches in drei Zonen unterteilt ist und diese aufeinander aufbaut:

  • Die Komfortzone (ich tue, was ich kenne und gewohnt bin),
  • die Wachstumszone (ich probiere neue Dinge und entwickle mich schneller weiter) und
  • die Panikzone (ich bin überfordert von den Anforderungen und bekomme Panik)

Komfortzone in der heutigen Welt bedeutet Stillstand

Gerade in den sich schnell verändernden Zeiten von heute, ist die Komfortzone so unglaublich bequem. Selbst wenn man seinen Job nicht mag - er gibt Sicherheit. Während man sich also unglücklich in Sicherheit wähnt, läuft alles an einem weiter und man steckt förmlich fest. Dabei gibt es andauernd Möglichkeiten, Chancen, Ideen, Aktionen, die einen ‘theoretisch’ tatsächlich reizen. Man muss sich nicht zwangsläufig immer wieder neu erfinden oder weiterentwickeln, aber man kann es eben tun. Ich kann Schritt für Schritt weiter streben, Neues entdecken und dabei ein spannendes Leben leben.

Mutig sein und werden

Auf unserer #modernworktour, auf der wir in elf Monaten 26 Länder besucht haben, hatten wir viele Situationen, in denen wir uns entscheiden mussten - mutig sein und raus aus der Komfortzone oder lieber im beschützten und definierten Bereich bleiben. Wir haben versucht - so oft es ging - den mutigen Schritt zu gehen. Belohnt wurden wir durch reichliche Erfahrungen und jede Menge Dinge, die wir noch nie zuvor gemacht haben und die erfüllend waren.

Wann ist Komfortzone eigentlich gut?

Es gab auch die Momente auf unserer #modernworktour, wo wir in uns gehorcht haben und feststellen durften, dass es ok ist, auch einfach einmal im Gewohnten zu bleiben. Beispielsweise weil wir ausgelaugt waren von den Wochen zuvor und Erholung gerade wichtiger war als das nächste kleine Abenteuer. Gut ist eine Komfortzone deshalb, weil sie einem einen spannenden Referenzrahmen gibt: Bis wohin fühle ich mich wohl - und warum? Wo halte ich mich zurück, weil ich mich nicht traue, den nächsten Schritt zu gehen? Was sind Dinge, die ich schon lange ändern will und nicht tue? Die Komfortzone gibt einem einen Kompass, der einem auf der hohen See des Lebens aufzeigt, wann wir einen Hafen brauchen und wann wir uns aufmachen, die Meere und Küsten zu erkunden.

Achtsam sein und werden

Je mehr Lärm in uns und um uns herum ist, desto schwieriger ist es, ein gutes Gefühl zu haben, wie stark man sich selbst herausfordern und pushen kann. Sich in die Panikzone herein zu manövrieren, weil man kurz entschlossen und ohne Vorkenntnisse die nächste Hauptversammlung im Unternehmen moderieren wird, passiert vor allem dann, wenn man nicht auf seine Grenzen und dessen Erweiterung achtet. In dem eben genannten Beispiel könnte die Wachstumszone sein, Meetings oder kleiner Veranstaltungen zu moderieren und dabei das klare Ziel zu haben, in einem Jahr die Großveranstaltung nicht in der Panikzone, sondern stattdessen in der Wachstumszone als Herausforderung erleben zu dürfen.

Bigger Picture - wohin will ich?

Für ambitionierte Menschen kann es hilfreich sein, sein Bigger Picture herauszufinden. Welche Stoßrichtungen möchte ich meinem Leben gerade geben? Habe ich ein großes Ziel, auf das ich hinarbeite? Es kann sich hier gut anbieten, sein Bigger Picture einfach mal aufzuzeichnen, zum Beispiel als Mindmap. So entstehen höchstwahrscheinlich auch neue Insights darüber, wo die eigene Komfortzone verläuft und welche spannenden Lernhorizonte es gibt.

10 Tipps, um anzufangen mehr aus der Komfortzone herauszugehen

Am Ende geht es natürlich immer darum, wie weit man sich selbst challengen möchte. Wenn man dort glücklich ist, wo man gerade steht, kann man dort auch erst einmal verweilen, gegebenenfalls mit gespitzten Ohren gegenüber sich selbst, damit man entdeckt, wann man anfängt still zu stehen. Für diejenigen, die die Herausforderung lieben, gibt es zum Abschluss noch 10 Tipps, wie man aus der eigenen Komfortzone raus kann.

  • Den eigenen Status Quo challengen - bin ich zufrieden?

  • Herausfinden, was man gerne einmal ausprobieren will.

  • Einen konkreten Plan machen, um neuen Schritte zu gehen.

  • Fallstricke der eigenen Psyche im Vorhinein reflektieren, um sich zu wappnen, wenn die innere Stimme direkt zurück ans sichere Ufer möchte.

  • Andere einbinden, um den eigenen Möglichkeitsraum schneller und größer zu erweitern.

  • Positiv thinking: Was ist das Beste, das passieren kann?

  • Nightmare Scenario: Was ist das Schlimmste was passieren kann? Und ist das wirklich so elementar schlimm?

  • Was will ich wirklich wirklich? Wofür lohnt es sich, seine Komfortzone zu verlassen?

  • Trial and Error: Ganz klar, man lernt Stück für Stück besser darin zu werden, seine Komfortzone zu verlassen - sich aktiv zu pushen und auch gnädig zu sich selbst zu sein. Das sollte in einer gesunden Balance zueinander stehen. Die eigenen Grenzen werden langsam verschoben.

  • Emotionen sind okay: Du wirst Dich möglicherweise höchst erfreut und voller Adrenalin fühlen, vielleicht aber auch stark verunsichert. Alles hat seine Berechtigung, solange es Dich nicht davon abbringt, Dich für Dich selbst einzusetzen. Sei mutig, stark und finde heraus, wo Du dich am lebendigsten fühlst. Dort wird es Dir deutlich einfacher fallen.

Wie geht es Dir mit deiner Komforzone? 

Verweise für weiteres Lesen:

Bardwick, J. (1995). Danger in the Comfort Zone: How to Break the Entitlement Habit that’s Killing American Business. New York: American Management Association. (Stangl, 2019).

Stangl, W. (2019). Stichwort: 'Komfortzone'. Online Lexikon für Psychologie und Pädagogik.

WWW: https://lexikon.stangl.eu/13810/komfortzone/ (2019-09-02)

About the author

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Nils Schnell

Geschäftsführer & ModernWork Experte, MOWOMIND - Modern Work Enabling

for New Work International, Mut & Komfortzone, Balance und Selfleadership, Innovation und Disruption

Als New Work Enthusiast, Weiterbildungsexperte und Executive Coach begleitet Nils seit 10 Jahren Unternehmen, Startups und Weiterdenker. Durch die MOWOMIND #modernworktour erhielt er internationale Einblicke in über 26 Länder. Nils ist Konstruktivist, Ideengeber und Status Quo Challenger.
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