Dr. Peter Kreuz

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for Querdenken, Vordenken, Andersdenken

Die fehlende Zutat für deinen Erfolg

Miguel Á. Padriñán

Zeit für eine kleine Zwischenbilanz: Hast du dir zu Silvester etwas für dieses Jahr vorgenommen? Und? Hand aufs Herz: Wie viel davon hast du umgesetzt?

Wer sich jetzt ertappt fühlt, ist in guter Gesellschaft! Die Statistik bescheinigt, dass es 92 Prozent der Menschen nicht gelingt, ihre Neujahrsvorsätze umzusetzen. Das heißt aber auch: 8 Prozent gelingt es.

Die Frage ist: Wie machen die das? Und: Wie gelingt es dir, deine Versprechen gegenüber dir selbst einzuhalten? Und zwar nicht nur die Neujahrsvorsätze!

Viele von uns tun sich deshalb so schwer damit, weil wir in einer Welt der sofortigen Bedürfnisbefriedigung leben: Film schauen? – Sofort bei Netflix gestreamt. Einen bestimmten Song hören? – Spotify liefert on demand. Hunger? – Lieferando liefert, wonach dir gerade ist. News? – Social Media liefert den persönlichen Nachrichtenmix auf das Handy, das stets zur Hand ist, wie der Name schon sagt.

Wen wundert es da, dass viele auch mit dem sofortigen Erfolg rechnen?

Eingefangen in der Jetzt-sofort-in-Echtzeit-Blase glauben wir irgendwann auch an die „6-Minuten-Heilmethode“, an den „Nichtraucher in 120 Minuten“, an den „Minuten-Manager“, an das „Gesund-in-7-Tagen-Programm“ und daran, dass wir in zwei Wochen fließend Französisch sprechen, unser neuer Xing-Account nach drei Tagen mehrere Tausend Follower hat und dass das 14-Tage-Beachbody-Training auch bei uns funktioniert.

Doch regelmäßig platzt die Illusion: Nach drei Wochen können wir gerade mal auf dem Niveau eines Zweijährigen Französisch sprechen, unser Xing-Account hat nach einer Woche nur 9 Follower, und nach 14 Tagen Training haben wir immer noch kein Sixpack.

Das Geheimnis des Erfolgs ist eben eine entscheidende Zutat, die in all diesen Instant-Methoden fehlt. Die Zutat heißt „ausdauernde Arbeit - und zwar konsistent“. Ganz einfach. 

Und eigentlich liegt uns Konsistenz ja, denn jeder Mensch ist konsistent, wenn ihm oder ihr eine Sache Freude bereitet oder wenn es schlichtweg sein muss. Dass Konsistenz nicht in unserer DNA liegen würde, gilt also nicht als Ausrede. 

Der entscheidende Fehler ist: Viele machen Konsistenz abhängig von Ergebnissen. Und darum hören sie auf, bevor die Ergebnisse da sind.

Egal, was du machst: Wirklich gute Ergebnisse brauchen Zeit. Wer dann sagt: Gut, ich mach ja weiter, aber nur, wenn ich jetzt ein Erfolgserlebnis bekomme, der hat sich bereits selbst sabotiert. Denn umgekehrt wird ein Schuh draus: Das Erfolgserlebnis wird nur kommen, wenn du weitermachst.

Konsistenz ist die Voraussetzung, keine abhängige Variable! Konsistenz hat nichts mit den äußeren Umständen zu tun. Dass du nicht genügend Zeit hast oder dass niemand dir hilft, sind alles keine guten Gründe für fehlende Konsistenz. Der einzige Zusammenhang ist der mit deiner inneren Haltung: Hältst du deine Versprechen gegenüber dir selbst, dabei zu bleiben und es durchzuziehen, egal wie die kurzfristigen Ergebnisse aussehen? Ja oder nein?

Es geht bei der Konsistenz darum, eine Art Automatismus hinzubekommen: Es einfach zu tun. Regelmäßig. Immer wieder. Der Prozess des regelmäßigen Tuns steht im Vordergrund, nicht das Ergebnis. Das heißt konkret: Du tust es nicht deshalb, weil du ein Ergebnis erwartest, sondern weil du es gestern getan hast und es morgen wieder tun wirst. Egal, was dabei herauskommt. Tun und Ergebnis müssen entkoppelt werden!

Das beste Konsistenz-Werkzeug, das ich kenne: Mein Kalender. Mit seiner Hilfe mache ich regelmäßig eine Stunde Sport pro Tag. Automatisch. Immer. Warum? Weil ich es in meinen Kalender geschrieben habe.

Auch wenn ich unterwegs bin (was bald hoffentlich wieder möglich sein wird), habe ich meine Laufschuhe immer im Gepäck. Ich habe gar keine andere Wahl, denn ich habe ja täglich einen Termin mit mir selbst, bei dem ich die Schuhe brauche.

Ob privat oder beruflich: Der Kalender lügt nicht. Ein Blick auf den Kalender verrät, wo deine echten Prioritäten liegen. Deine Kinder sind eure Top-Priorität im Leben? Tatsächlich? Dann ist in deinem Kalender Zeit für die Kinder reserviert! Digitalisierungsstrategien ist eine Top-Priorität in deinem Unternehmen? Tatsächlich? Dann ist im Kalender der Führungscrew regelmäßig Zeit für Digitalisierungsstrategien und deren Umsetzung reserviert. Und nicht 99,9 Prozent Tagesgeschäft. Sport ist dir wichtig? Tatsächlich? Dann steht Zeit für Sport in deinem Kalender. Regelmäßig!

Wer also nicht schafft, was er sich vorgenommen hat, wenn es dir zwar wichtig ist, du aber einfach nicht dazu kommst – dann belügst du dich selbst. Das sind Ausreden! Schau einfach in deinen Kalender und lies es nach! Du hast einfach anderen Dingen eine höhere Priorität gegeben.

"'Habe keine Zeit' heißt: "Ist mir nicht wichtig'". Das ist die bittere Wahrheit.

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Gründer 'Rebels at Work' I SPIEGEL-Bestsellerautor, Erfolg im Umfeld von Disruption, Digitalisierung & tiefgreifenden Veränderungen.

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„Er nimmt als Managementvordenker in Deutschland eine Schlüsselrolle ein“, schreibt der Focus. Der Unternehmer, Vortragsredner und Autor bringt Führungskräfte und Teams dazu, sich aus Denkschablonen zu befreien, Scheuklappen abzulegen und ausgetretene Pfade zu verlassen.
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