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Markus Miller

Markus Miller

für Geopolitik, Ökonomie & Geld

Digitalisierung: Intelligente Maschinen und gläserne Menschen!

Sehr geehrte Damen und Herren,

die digitale Revolution in Wirtschaft und Gesellschaft ist in vollem Gange. Die Dynamik der Entwicklung zeigt sich beispielsweise an der großen Anzahl an Applikationen (Apps) auf unseren Smartphones, ebenso wie an der stark zunehmenden Digitalisierung von Arbeitsplätzen. Ich teile ganz grundlegend die Aussage von Richard David Precht: „Die Digitalisierung bedroht alles, was ist!“. Die Bedrohungen durch die Digitalisierung bedeuten aber auch gleichzeitig große Zukunftschancen in fast allen Wirtschafts- und Lebensbereichen.

Autos werden schon sehr bald autonom fahren. Kleine Armbänder oder gar Chips werden die Gesundheit der Menschen im Alltag überwachen und die Blockchain-Technologie und eine Welt ohne Bargeld stehen unmittelbar vor unserer Tür. Der Übergang zu einer neuen Generation von intelligenten Maschinen hat längst begonnen. Algorithmen protokollieren vieles, was Menschen und Bürger tun, werten es aus und nutzen die Daten für Werbung und neue Produkte. Gleichzeitig steigen auch die Kontrolle und Überwachung durch Unternehmen und Staaten.

Für mich steht eindeutig fest: Die breite Einführung intelligenter Maschinen im Zuge der Digitalisierung führt zwangsläufig zu gläsernen Menschen und vollkommen transparenten Bürger. Diese Entwicklungen sind für mich der Hauptgrund, warum speziell die Bürger in Deutschland sehr skeptisch auf die Digitalisierung blicken.

Deutschland fehlt der technologische Zukunftsoptimismus!

Beispielsweise glauben lediglich 38 Prozent der deutschen Teilnehmer des Digital Society Index 2018, dass die Digitalisierung zur Lösung der dringendsten Herausforderungen (z.B. Armut, Gesundheitsprobleme, Umweltzerstörung) der Welt beitragen wird. Damit ist der Technologische Zukunftsoptimismus der Bundesbürger im Vergleich eher wenig ausgeprägt, wie der Blick auf nachfolgende die Statista-Grafik zeigt.

Anders sieht die Lage in China aus: 71 Prozent der Befragten dort sind der Meinung, dass digitale Technologie die Welt besser machen kann. Ähnlich pessimistisch wie die Deutschen sind unter den großen Volkswirtschaften die Bürger Großbritanniens mit 27 Prozent. Ich nehme Japan stets als innovatives Technologieland wahr, deswegen sind die negativen Zahlen aus Japan – mit lediglich 22 Prozent – mehr als überraschend für mich.

Bei allen Gefahren bin ich davon überzeugt, dass die Digitalisierung ein gewaltiges Potenzial besitzt, den Wohlstand in Deutschland zu sichern und weiter zu mehren. Dazu muss sich aber Deutschland – und auch jeder Bürger in Eigenverantwortung – endlich den Herausforderungen der Digitalisierung proaktiv und progressiv stellen. Weil der deutsche Rechtsstaat in der digitalen Welt schlicht versagt!

Der deutsche Rechtsstaat versagt in der digitalen Welt!

Seit dem 1. Januar 2018 müssen Soziale Netzwerke ihren Nutzern ermöglichen, sich bei den jeweiligen Unternehmen über rechtswidrige Inhalte zu beschweren. Dies verlangt das sogenannte „Gesetz zur Verbesserung der Rechtsdurchsetzung in sozialen Netzwerken“, besser bekannt unter den Begriffen Netzwerkdurchsetzungsgesetz oder NetzDG.

Nach wie vor ist unklar, für welche Netzwerke genau das NetzDG gilt. Auf jeden Fall haben betroffenen Unternehmen wie Facebook, Twitter oder Youtube mittlerweile ihre Berichte erstmalig vorgestellt. Darin informieren sie über gelöschte Inhalte und Beschwerdeverfahren der vergangenen sechs Monate, wie es das NetzDG vorschreibt.

Der deutsche Staat greift in die Grundrechte seiner Bürger ein und gibt seine Kernaufgaben an internationale Konzerne ab!

Der Bitkom ist der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e. V. Aus Sicht des Bitkom-Hauptgeschäftsführers Dr. Bernhard Rohleder, dessen Verband die Berichte intensiv analysiert hat, dokumentieren die vorgelegten Berichte das Versagen des Rechtsstaats in der digitalen Welt. Schwerstkriminalität wie Kinderpornographie und terroristische Inhalte entfernen die großen Netzwerke ohnehin seit Jahren erfolgreich von ihren Plattformen. Dafür hätte es den tiefen Grundrechtseingriff durch das NetzDG nicht gebraucht.

Die Beantwortung schwieriger juristischer Fragen aber – beispielsweise an der Grenze von freier Meinungsäußerung, Satire und Straftaten – sollte der Staat nicht an Mitarbeiter privatwirtschaftlicher Unternehmen delegieren. Der Bitkom vertritt die Sichtweise, dass der Staat mit dem NetzDG seine Kernaufgaben an große internationale Konzerne abgegeben hat. Eine eigene Antwort auf Kriminalität im Web bleibt der Staat hingegen weiterhin schuldig. Das NetzDG ist verfassungswidrig, unverhältnismäßig und schadet mehr als es nutzt. Die Ankündigung der Regierungskoalition, das NetzDG demnächst zu verbessern, greift zu kurz. Das völlig verkorkste NetzDG gehört abgeschafft. Ich teile diese Einschätzungen des Bitkom uneingeschränkt.

Deutschland ist zu einem umfassenden Überwachungsstaat mutiert

In den vergangenen Monaten und Jahren wurden, von der breiten Öffentlichkeit viel zu wenig kritisch bemerkt, neben dem NetzDG sehr unschöne Gesetze und Überwachungsmaßnahmen in Deutschland beschlossen. Damit verbunden sind massive Eingriffe in Ihre Privatsphäre und Bürgerrechte.

Ich spreche hier beispielsweise vom neuen BND-Gesetz, der Vorratsdatenspeicherung VDS – die trotz vorläufiger Aussetzung nach wie vor wie ein Damoklesschwert über den Bürgern in Deutschland hängt – sowie dem Videoüberwachungsverbesserungsgesetz. Aber auch die kommende neue, bzw. erneute Verschärfung bei der Barmittelverordnung.

Das neue BND-Gesetz erlaubt dem Bundesnachrichtendienst beispielsweise Internetknotenpunkte in Deutschland anzuzapfen, über die der weltweite Datenverkehr abgewickelt wird. Amnesty International sprach in diesem Zusammenhang bereits von einem Freibrief für die Massenüberwachung. Den Schutz Ihrer Daten und Privatsphäre müssen Sie spätestens jetzt selbst in die Hand nehmen. Nicht nur gegenüber dem Staat, sondern auch im Hinblick auf die “Datenkraken” privatwirtschaftlicher Unternehmen.

Ein einfaches und kostenloses Beispiel: Nutzen Sie DuckDuckGo als Alternative zu Google

Im vergangenen Jahr hat Alphabet (Google) 86 Prozent seines Umsatzes mit Werbung generiert. Google ist eine Datenkrake, das muss Ihnen bewusst sein. Es gibt allerdings auch Alternativen, die einen immer stärkeren Zuspruch erfahren. Beispielsweise DuckDuckGo. Fast 30 Millionen Suchanfragen werden im Schnitt pro Tag in die Suchmaske von www.duckduckgo.com eingegeben. Anders als Google sammelt diese Suchmaschine keine Nutzer-Daten von Ihnen und verzichtet auf personalisierte Werbung.

Dieser Aspekt und vermutlich die stetig länger werdende Liste von Datenskandalen und massiven Eingriffe in Privatsphäre und Bürgerrechte sorgen für einen bereits seit Jahren anhaltenden Aufwärtstrend. 2015 wurde erstmals die Marke von zehn Millionen Suchanfragen an einem Tag geknackt. Zwei Jahre später waren es schon 20 Millionen. Gleichwohl sind das im Vergleich mit Google immer noch sehr kleine Brötchen. Laut dem Analyse-Unternehmen Techchrunch laufen bei Google täglich drei Milliarden Suchanfragen auf.

Die Alternative Suchmaschine von DuckDuckGo boomt

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Ich zeige Ihnen in meinem Sonderreport „Datenschutz“ 7 Datenschutz-Strategien, wie Sie sich und Ihre Privatsphäre wirkungsvoll vor staatlichen oder unternehmerischen Datenschnüfflern oder kriminellen Hackern schützen. Beispielsweise durch ein E-Mail-Konto oder einen Datensafe in der Schweiz, eine Anti-Spionage-Software die Sie einfach nur in Ihren PC oder Laptop über einen USB-Stick anschließen können, meine favorisierten VPNs (Virtuelle Private Netzwerke) oder effiziente Blocker und Schutzmaßnahmen für Ihren gechipten Personalausweis, Reisepass sowie Ihre Bank- und Kreditkarten! Nutzen Sie jetzt diese Möglichkeiten zum Schutz Ihrer persönlichen Daten und Ihrer Privatsphäre. Weiterführende Informationen!

Mein abschließendes Fazit: Häufig lese ich warnende Berichte im Hinblick auf die großen Risiken der Digitalisierung und der künstlichen Intelligenz. Die natürliche Dummheit wird aber stets die größere Gefahr bleiben, an der wir durch ein Mehr an Information, Kommunikation und Bildung arbeiten müssen!

Das Original dieses Beitrages finden Sie in meinem aktuellen BLOG auf unserem Portal www.geopolitical.biz .

BLOG: Digitalisierung: Intelligente Maschinen und gläserne Menschen!

Herzliche Grüße

Markus Miller

Geschäftsführer GEOPOLITICAL.BIZ S.L.U.

Gründer KRYPTO-X.BIZ

Über den Autor

Markus Miller
Markus Miller

Geschäftsführer, GEOPOLITICAL.BIZ S.L.U.

für Geopolitik, Ökonomie & Geld

Markus Miller ist Gründer des Medien- und Beratungsunternehmens GEOPOLITICAL.BIZ S.L.U. mit Sitz auf Mallorca. Er betreibt die Informationsplattform www.geopolitical.biz zu den Themen Globale Arbeitswelten, Diversifikations-Strategien, Geopolitik, Ökonomie, Geld und Kapitalschutz, Recht und Steuern.
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