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Anna Schnell

Anna Schnell

for Bildung und Kultur, New Work & Travel, Sustainable Lifestyle, Female Power & New Work

New Work Heldinnen beim Women’s Club New Work Special

Drei New-Work-Heldinnen setzen verschiedene Superkräfte ein, um New Work begreifbar zu machen und raten: Werdet mutiger! Zeigt proaktiv eure Ideen und Wünsche!

Fast 150 Frauen fielen am 6.11.2019 auf dem Airbus Gelände ein. Vom Besucherparkplatz oder dem Haupttor kommend ließen sie sich vom Shuttle Chauffeur übers Gelände zu Gebäude 25 bringen, wo im Auditorium schon die New Work Heldinnen in ihren Startlöchern standen. Beim alljährlichen Women’s Club von Hamburg@work und dem WoMen Netzwerk des Luftfahrtclusters Hamburg Aviation wurde zu einem New Work Special geladen, das besonders Frauen im New Work in den Blick nimmt und unter ihnen einen Austausch ermöglicht. Ein paar wenige Männer tummeln sich zu Beginn noch unauffällig im Publikum sowie die beiden Kameramänner ihrer Aufgabe alle Ehre machen, aber ansonsten strotzt der Raum von geballter Female Power.

Während einer zukunftsweisenden und in den Ohren dröhnenden Präsentation von der charmanten Maria-Luz Gomez-Saez von Airbus wird klar: Die haben viel vor und eine Vision vor Auge, die neugierig auf Technik und Digitalisierung macht. Doch der eigentliche Abend beginnt mit der Anmoderation des gut gelaunten Moderationstandems: Quietschig-beißend in rot und pink treten Petra Carlsen als Mitglied im Management Board von Hamburg@work und Prof. Dr. Monika Bessenrodt-Weberpals als Vorstandsmitglied von Hamburg Aviation auf. Die Physikprofessorin Monika besticht durch ihr herzliches und für sich einnehmendes Mindset und sorgt für einen funktionierenden Ablauf, indem sie sich auch die Orga-Aufträge ihres Teams zu Herzen nimmt. Petra, die auch gerne mal am Frühstücktisch mit und über Business-Frauen spricht, überzeugt mit ihrem Frohsinn, der es ihr auch erlaubt, die rote Karte zu ziehen, damit es an dem Abend nicht zu zeitlichen Engpässen kommt.

Die kurze Einführung der beiden tief im Thema stehenden Moderatorinnen ins Abendprogramm macht deutlich: Veränderungen durch Technik ist nichts Neues! Neu, ungewohnt und teilweise auch Angst machend, ist die Geschwindigkeit. Petra beschreibt das damit, dass die Technik Kultur treibt und sieht das als größte Herausforderung für Unternehmen. Den New Work Heldinnen des Abends wird die Frage gestellt, wie sie das wahrnehmen und wie bei einer solchen Schnelligkeit auch der Mensch mitgenommen werden kann? Die drei Rednerinnen finden als New Work Heldinnen dazu gar nicht so unterschiedliche Antworten, setzen dabei aber verschiedene Superkräfte ein, um New Work begreifbar zu machen.

NEW WORK HELDIN CHRISTIANE: Die professionelle „Business-Hausfrau“ mit Mut zu neuen Narrativen

Christiane Brandes-Visbecks Antwort auf New Work lautet schlicht: “Think big. Act small. Start now”. Mit Selbstbewusstsein bezeichnet sie sich selbst als New Work-Hausfrau, obwohl sie bereits Jahrzehnte in unterschiedlichen Unternehmenskontexten arbeitet und meint damit offenkundig das Organisationstalent die Arbeit- und Lebenswelt von Frauen miteinander zu verbinden. Sie plädiert dafür, dass Frauen in der VUCA Welt Neues wagen und mutig sein sollen. Menschen, die führen wollen, müssen sich selbst führen können, um erfolgreich zu sein. Sie versteht sich hier als Dramaturin von New Work und konzipiert fünf Akte:

  1. Mutig und sichtbar sein – Wissen, was man will, zu seinen Themen und Bedarfen zu stehen und diese konkret zu formulieren, ist der erste Schritt auf einer Heldenreise zu New Work.

  2. Beginne mit dem WARUM – Wie Simon Sinek es in seinem „Golden Circle“ so erfolgreich beschreibt, geht es darum, bewusst nach dem Sinn des eigenen Tuns zu suchen. Dabei gehe man weg von Ego und hin zum Eco. Gerade als Frauen seien wir es gewohnt, das Beste aus schlechten Ausgangslagen zu machen.

  3. Gemeinsam verändern wir unsere Kultur – Auf Gemeinsamkeiten setzen und sich mit den Werten und Fähigkeiten der Mitmenschen auseinandersetzen, gehört wesentlich zum Kulturwandel in Unternehmen und unserer Gesellschaft dazu. Sie nennt dies #KollektiveIntuition.

  4. Wir erzählen Geschichten über unsere Zukunft und wollen lernen – hier geht es um positive Zukunftsnarrative und darum Gewohntes zu hinterfragen, um menschenorientierter und mit mehr Freude arbeiten zu können

  5. Wir machen Fehler, denn Unperfektion gehört dazu – Hier wird nicht nur von Fehlerkultur gesprochen, sondern davon, dass wir Leader anstatt Bosse brauchen, die ihr diese Haltung vorleben und neue Narrative vermitteln.

NEW WORK HELDIN KRISTIN: Die „Vogelbiene“ mit Herz, die unter dem Radar Kulturwandel betreibt

Kristin Scheerhorn ist nicht nur bei Airbus daheim, sondern auch selbstständig als Coach sowie Autorin von mehreren Sachbüchern unterwegs. Ihr Mindset ist es, Menschen miteinander zu verbinden, indem durch „Crazy Bird“-Initiativen Kulturwandel innerhalb und außerhalb von Unternehmen beflügelt wird. Ihr Sinn und damit Motivationstreiber ist es, eine bessere Welt zu gestalten, in der man gesehen wird und nicht alleine im bunten Federngewand im Baum sitzt. Technik sei vom Menschen für den Menschen und sollte in der ganzen Digitalisierungsdebatte nicht vergessen werden. Wissen miteinander zu teilen und an andere weiterzugeben, ist auch ihr ein großen Anliegen, denn sharing is caring und Silodenken macht einsam. Auf dem Flug zum Kulturwandel im Unternehmen seien Energievampire wenig willkommen an Board und auch die altruistische Mutter der Kompanie mit dem Erklär-Bär auf der Schulter keine brauchbare Flugbegleitung, wenn es darum gehe, die Mitgestaltung und „empowering organization“ zu fördern. Titel seien Schall und Rauch, denn es gehe darum dort unterwegs zu sein, wo Menschen in einer Veränderung stecken und ihnen zu zeigen „Ich sehe dich, ich höre dich“. Die Verantwortung zum eigenen, proaktiven Handeln zu stärken, bedeutet Fragen zu stellen, hinzuhören und die Kartoffeln nicht bei der erstbesten Gelegenheit wieder fallen zu lassen.

NEW WORK HELDIN MELANIE: Die leidenschaftliche Unternehmerin, die gerne ihr Wissen mit der Graswurzel-Initiative „Working-Out-Loud“ mit anderen teilt

Melanie Kuhlmann lebt und liebt ihren Job als Business Coach – Kompetenz und unternehmerische Leidenschaft zeichnen dabei ihre Arbeitsweise aus, was sie auch auf der Bühne zeigt. Sie stellt das weltweit bekannte Mentoring Programm „Working out Loud“ (WoL) nach John Stepper vor, das von den Mitgliedern selbst organisiert und bereits in renommierten Unternehmen verwendet wird. Dabei geht es darum, das Wissen innerhalb und außerhalb des Unternehmens zu teilen. Der Gedanke dahinter ist, die Komfortzone zu verlassen und ein Growth Mindset nach Carol Dweck zu entwickeln. Strukturiert und 12 Wochen lang wird selbstbestimmt in sog. Circles an einem individuellen Lernziel gearbeitet. Die kostenlosen Circle Guides geben den Leitfaden vor und die Prinzipien Relationships, Visible Work, Generosity, Purposeful Discovery, Growthful Mindset können im New Work in Bezug auf die Suche nach dem "wirklich wirklich Wollen" und dem humanistischen Ansatz beim Arbeiten bezogen werde. Welchen positiven Einfluss der Austausch untereinander haben kann, vermittelt sie auf praktische Weise durch interaktive Übungen gleich während des Vortrag.

Der Tenor dieser Heldinnen wird deutlich – wir dürfen mutiger werden und sollten uns proaktiv mit unseren Ideen und Wünschen zeigen. Dabei sei es wichtig, dass alle – sowohl Frauen als auch Männer – dieses tun. Denn wir wissen nicht, wie wir in 30 Jahren leben werden, aber wir können uns jetzt dazu entscheiden aktiv an unserer Arbeitswelt der Zukunft zu arbeiten und sie mitzugestalten. Be you – be special – be human!

About the author

Anna Schnell
Anna Schnell

Geschäftsführerin & ModernWork Expertin, Coach: MOWOMIND - ModernWork Enabling, MOWOMIND - Modern Work Enabling

for Bildung und Kultur, New Work & Travel, Sustainable Lifestyle, Female Power & New Work

Als New Work Trainerin, Business Coach und Visual Facilitator bei MOWOMIND ermögliche ich seit 10 Jahren Menschen ihren Sinn beim Arbeiten zu entdecken und Wissen in Unternehmen intern zu vernetzen. Durch die #modernworktour habe ich internationale Einblick in über 26 Ländern erhalten.
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