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Michael Kroker

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for Kroker's Look @ IT

Vier von fünf Unternehmen in Europa waren 2017 Ziel von Cyberangriffen per E-Mail

30 Prozent der Unternehmen in der Region EMEA sind bereits Opfer von Ransomware-Attacken geworden – fast drei Viertel davon per E-Mail.

Die E-Mail ist einer der meistgenutzten Dienste für die Geschäftskommunikation: schnell, komfortabel, einfach zu bedienen und kostengünstig. Daher ist die E-Mail trotz Alternativ-Apps wie beispielsweise Slack oder Astro aus den Unternehmen bis heute nicht wegzudenken, wie ich erst Ende April in einer großen WiWo-Geschichte beschrieben habe.

Die Abhängigkeit der Unternehmen vom E-Mail-Verkehr schafft aber zugleich auf einem anderen Felde eine ernste Achillesferse: Die Rede ist von IT-Sicherheit. Denn die elektronische Post ist mittlerweile einer der Bedrohungsvektoren, die Cyberkriminelle am häufigsten anvisieren.

Das jedenfalls ist der zentrale Befund einer Studie unter Unternehmen in Europa, die der kalifornische Anbieter von Netzwerk-Lösungen Barracuda Networks kürzlich durchgeführt hat. Demnach waren allein im vergangenen Jahr vier von fünf Organisationen einem Cyberangriff per E-Mail ausgesetzt (80 Prozent).

Dabei ist die Liste möglicher E-Mail-Bedrohungen ist lang: Von Business Email Compromise (BEC) und Ransomware über Banking-Trojaner, Phishing und Social Engineering bis hin zu Malware und Spam.

Hinzu kommt das Risiko versehentlich offengelegter sensibler Informationen per E-Mail durch Mitarbeiter. Kein Wunder, dass Angriffe auf die E-Mail-Kommunikation die beliebteste, weil höchst erfolgversprechende Masche der Kriminellen bleibt.

Die wichtigsten Ergebnisse für die Region EMEA:

  • Fast drei Viertel der EMEA-Befragten glauben, dass die Angriffe weiter zunehmen werden (73 Prozent).

  • Gut sieben von zehn Befragten meint, dass die Kosten aufgrund von E-Mail-Angriffen steigen werden (72 Prozent).

  • 30 Prozent der Befragten gaben an, dass ihr Unternehmen bereits Opfer einer Ransomware-Attacke geworden sei; fast drei Viertel gaben an, dass diese Angriffe per E-Mail stattgefunden hätten.

  • 81 Prozent folgten den Empfehlungen von Behörden und Experten, das Lösegeld nicht zu bezahlen.

  • 70 Prozent der IT-Experten meinten, dass sie sich heute mehr um die E-Mail-Sicherheit sorgten, als noch vor fünf Jahren.

  • Über ein Drittel der Befragten gaben an, keine Mitarbeiterschulungen zur Erkennung von Phishing- und Spear-Phishing-Angriffen durchzuführen (35 Prozent).

Einer der Gründe, warum E-Mail-Bedrohungen so wirkungsvoll sind, ist, dass sie es Angreifern ermöglichen, Mitarbeiter unmittelbar zu kontaktieren. Denn ein falscher Klick könnte dem Bösen Tür und Tor zum Unternehmen öffnen.

Umso wichtiger ist ein sensibles Bewusstsein der Mitarbeiter im Kampf gegen E-Mail-Bedrohungen. Die Befragten erkannten dies an, indem 79 Prozent meinten, dass falsches Verhalten der Mitarbeiter ein größeres Problem sei als nicht ausreichende Sicherheitstools.

Wenn es darum geht, das menschliche Risiko zu minimieren, ist die überwiegende Mehrheit der IT-Sicherheitsexperten der Meinung, dass Schulungs- und Sensibilisierungsprogramme für Endbenutzer wichtig sind (89 Prozent). Trotzdem verzichten mehr als ein Drittel der Befragten immer noch auf Mitarbeiterschulungen zur Erkennung von Phishing- und Spear-Phishing-Angriffen (35 Prozent).

Weitere Ergebnisse der Studie zu Bedrohung durch E-Mail-Angriffe in einer Infografik drüben bei "Kroker's Look @ IT" – hier entlang bitte.

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Redakteur Ressort "Innovation+Digitales", WirtschaftsWoche // XING Spitzenwriter 2018 / LinkedIn Top Voice 2017

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In "Kroker's Look @ IT" veröffentliche ich werktäglich Beiträge mit Neuem aus der Social-Media-, IT- und Medien-Welt. Vielen Dank fürs Folgen & Empfehlen und viel Spaß beim Lesen -- Ihr Michael Kroker