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Claudia Kiani

Claudia Kiani

for Internet & Technologie, Marketing & Werbung, Job & Karriere

Wie Digitalisierung uns die Wohnungssuche erleichtern kann

Wohn-Lust statt Wohn-Frust: Wie verhindern wir, dass die Euphorie beim Besichtigungstermin Ernüchterung umschlägt?

Die Digitalisierung hat mittlerweile in vielen Bereichen unseres Alltags Einzug erhalten. Dem Internet sei Dank sind wir es gewohnt, Informationen möglichst immer und überall zu erhalten. Wenn wir etwas wissen wollen, dann googlen wir es. Warum tun sich manche Branchen trotz allem so schwer, auf wandelnde Kundenbedürfnisse zu reagieren und ihre Prozesse entsprechend den veränderten Nutzungsverhalten anzupassen? Hier ein Beispiel aus dem Wohnungsmarkt. 

Digitalisierung endet nicht an der Haustür

Ob Mieter-Matching oder Online-Terminvereinbarung, es gibt zahlreiche Ansatzpunkte, den Vermarktungsprozess von Immobilien zu digitalisieren. Meine Leidenschaft liegt berufsbedingt bei der virtuellen Wohnungsbesichtigung.

Wahrscheinlich kennt jeder, der schon einmal eine Wohnung gesucht hat, diese Achterbahn der Gefühle: Begeistert stößt man auf ein passendes Exposé, klickt sich durch die Bilder und verliebt sich quasi auf den ersten Klick. Die bittere Ernüchterung folgt dann oftmals beim Besichtigungstermin, wenn man sich gemeinsam mit zwanzig anderen Schockverliebten durch das Treppenhaus schiebt, um die vermeintliche Wohnung der Träume zu besichtigen. Euphorie wird schnell zu Ernüchterung, wenn in der Realität plötzlich alles ganz anders aussieht.

In der Regel sind das häufig Dinge, die sich bereits vor dem Besichtigungstermin hätten klären lassen. Nicht nur, um die eigene Zeit zu sparen, sondern unter Umständen auch die des Maklers, der im schlimmsten Fall zwanzig frustrierte Kunden zurücklässt und die Suche wieder von vorne beginnen muss.

Es gibt zwar schon einige Immobilienvermittler, die ihren Kunden diesen Frust ersparen wollen und bereits seit Jahren erfolgreich auf virtuelle Besichtigungen setzen. Es gibt aber immer noch erstaunlich viele, die sich mit Einwänden wie “Fotos müssen reichen!” oder “ich fokussiere mich auf den persönlichen Kundenkontakt!” mit Händen und Füßen dagegen sträuben. Ein Grund dafür ist sicherlich die fehlende Notwendigkeit, Ressourcen auf Innovationsthemen zu verwenden. Klar, eine 2-Zimmerwohnung in Hamburg Winterhude vermietet sich derzeit quasi wie von selbst. Auch die Angst vor Veränderung spielt wie so oft eine Rolle, es hat doch schließlich immer so geklappt und nicht, dass die Technologie den eigenen Berufsstand kannibalisiert! Jedoch ist eigentlich das Gegenteil der Fall: In der Digitalisierung steckt ein enormes Potenzial, das Serviceangebot zu verbessern und Kundenwünsche besser denn je zu befriedigen.

Mut zur Veränderung: Die Chancen durch Digitalisierung

Um ein vollständiges Raumgefühl zu transportieren, stoßen herkömmliche Bilder nun mal schnell an ihre Grenzen, während 360°-Technologie hier ihr volles Potenzial entfalten kann. Kombiniert mit 3D-Daten lässt sich beispielsweise ein vollständiges digitales Abbild einer Immobilie schaffen, dass virtuell von innen und außen erkundet werden kann. Sich bequem von der heimischen Couch aus die potenzielle Traumwohnung anzuschauen und virtuell durch die Zimmer zu gehen, wird damit zur Realität. Klingt traumhaft, oder?

omnia360
Den vollen Überblick behalten: Die zukünftige Wohnung im maßstabsgetreuen 3D-Modell betrachten.

Dabei geht es nicht darum, die Vor-Ort Besichtigung zu ersetzen. Es geht darum, eine präzise Vorauswahl zu treffen, um die Anzahl an zeitraubenden Besichtigungsterminen zu verringern und freie Kapazitäten zu schaffen, zum Beispiel für eine bessere Beratungsleistung.

Und natürlich ist die virtuelle Besichtigung nicht nur ein Thema für die Vermarktung der Immobilie selbst, sondern auch für die Vermarktung des Maklers. Nicht zuletzt wegen des Bestellerprinzips stellen immer mehr Eigentümer das Leistungsangebot der Makler auf den Prüfstand. Ein bedürfnisorientiertes und zeitgemäßes Vermarktungskonzept kann dabei den Ausschlag im Akquisitionsprozess geben und am Ende zum Wettbewerbsvorteil werden.

Wohn-Frust oder Lust: Wie digital war deine letzte Immobiliensuche und in welchen Bereichen wünschst du dir Veränderung?

About the author

Claudia Kiani
Claudia Kiani

Co-Founderin / Marketing & PR, omnia360

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Als Mitgründerin von omnia360 und Vorstandsmitglied im nextReality Hamburg e.V. habe ich meine Begeisterung für immersive Medien zum Beruf gemacht. Hier berichte ich rund um die Themen Gründung, & Selbstständigkeit, neue Medien & Technologien und alles, was mich sonst so bewegt.
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