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Mit ein paar Euro die Welt retten: Ist das möglich?

Wenn jeder ein Tausendstel seines Vermögens spendet, hätten wir die Mittel, um die 17 Global Goals der UN umzusetzen. Hungersnöte, Kriege und der Klimawandel würden damit der Vergangenheit angehören.

Jeder sollte ein Tausendstel seines Vermögens überweisen

Joachim Ackva
  • Die Welt steht vor Herausforderungen, die ohne Geld nicht lösbar sind
  • Alle Menschen sollten einen Teil ihres Geldes auf ein UN-Konto einzahlen
  • Damit kofinanziert die UN in unser aller Auftrag die Menschheitsziele

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Klimawandel, Gewalt, schwindende planetare Lebenserhaltungssysteme, Weltverschuldung, krasse Ungerechtigkeit und Ungleichheit, Freiheitsverlust, Bildungsmangel oder Migrationsdruck: Warum erleben wir so viele globale Fehlentwicklungen? Eine klare Antwort: Wir delegieren unsere Menschheitsanliegen an Vertreter partikularer Interessen. Das kann nicht funktionieren. Wir überfordern damit Personen wie zum Beispiel Merkel, Putin, Macron, Trump, Erdoğan oder Xi. Sie nämlich können schon aus strukturellen Gründen die globalen Aufgaben kaum lösen – nationale Regierungen unterliegen nationalen Machtinteressen. Was aber ist, wenn wir selbst Verantwortung für die globale Entwicklung übernehmen und unsere Aufmerksamkeit auf gemeinsame Ziele richten? Was ist, wenn wir unsere Zersplitterung beenden und in ein gemeinsames Weltkonto einzahlen, in eine Gemeinschaftskasse aller Menschen?

Eine Weltgemeinschaft benötigt eine Weltverwaltung sowie eine Weltordnung – und eine Gemeinschaftskasse. Deshalb schuf man das System der United Nations (UN). Es bekam zwei Körper, einen nationalen und einen globalen, mit zwei verschiedenen Gesichtern. Aus dem nationalen Antlitz blicken uns die Regierungsvertreter an. Sie organisieren sich in der Generalversammlung, im Sicherheitsrat, im Wirtschafts- und Sozialrat. Sie bestimmen dort über Ziele und Ressourcen der UN. Der globale Körper ist das ausführende UN-Sekretariat mit seinem internationalen Dienst unter dem Generalsekretär. Er ist verpflichtet, unabhängig von Einzelinteressen für die internationale Gemeinschaft zu arbeiten. Er braucht Ressourcen und eine gewisse Autonomie, die ihm der nationale Körper aber kaum zugesteht.

Viele Menschen sind zum Mitmachen bereit

Die UN sind dadurch oft zerrissen, bürokratisch und gelähmt. Und so ruht die globale UN im Dornröschenschlaf. Küssen wir sie doch wach mit einer Gemeinschaftskasse aller Menschen! Beleben wir ihre wertvolle Legitimation und ihr globales Management. Stellen Sie sich bitte einmal die moralische und materielle Kraft vor, die dieser globale Körper erhält, und die Wärme, die sein Gesicht ausstrahlt, wenn es von einer Allianz der Menschen genährt und getragen wird. Erschaffen wir das globale Gesicht der Menschlichkeit!

Zur Realisierung dieser Vision gibt es bereits die passende Weltordnung: die 17 UN Global Goals. Sie sind ein einzigartiger Plan für Frieden, Recht, Solidarität, Bildung, nachhaltigen Wohlstand, Umwelt, Klima und geordnete Migration. Sie wurden kürzlich auf Betreiben des UN-Sekretariats von allen Ländern akzeptiert. Ihr Koordinieren und Kofinanzieren erfordert jährlich rund 300 Milliarden US-Dollar. Das entspricht etwa einem Tausendstel des Weltprivatvermögens. Umfragen in verschiedenen Ländern rund um die Erde zeigen: Viele Menschen sind bereit, freiwillig ein Tausendstel ihres Privatvermögens in ein UN-Weltkonto einzuzahlen. Und sie möchten selbst entscheiden, welche der globalen Ziele sie fördern.

Das Risiko ist überschaubar

Wir – eine Bewegung normaler Menschen – eröffneten ein Pilot-Weltkonto. Dort kann jeder steuerlich absetzbar einzahlen und den Verwendungszweck selbst bestimmen (Goal 1 bis 17). Unter weltkonto.org sehen Sie die Verteilung der Überweisungen auf die Ziele. Sollten weniger als 100 Millionen US-Dollar zusammenkommen, ist das Projekt gescheitert, und das Guthaben geht an die Welthungerhilfe. Übersteigt es die 100-Millionen-Grenze, bieten wir es dem UN-Generalsekretär an und bitten ihn, ein UN-Weltkonto zu eröffnen.

Wir ersuchen ihn zudem um eine neue Steuerung der Mittelverwendung. Das Lenkungskomitee eines UN-Weltkontos bilden im Optimalfall der aktuelle UN-Generalsekretär und seine Vorgänger. Zurzeit wären das António Guterres, Ban Ki-moon und Kofi Annan. Ein UN-Weltkonto wäre keine „Weltregierung“. Es zieht keine Kompetenzen an sich, sondern stärkt die Kompetenzen der Länder im Sinne der Global Goals. Es ahndet Korruption beziehungsweise belohnt Fortschritte positiv und öffentlich, zum Beispiel durch Boni an UN-Mitarbeiter und Regierungen, wenn unser aller Lebenszufriedenheit, Lebenserwartung sowie die Artenvielfalt zunehmen. Natürlich kann man zweifeln, ob sich das Projekt realisieren lässt. Das Risiko aber, das jeder von uns mit seiner Überweisung eingeht, ist ein überschaubares Tausendstel des eigenen Vermögens. Der Gewinn, der uns winkt, ist die Chance auf eine von uns gemeinsam gestaltete Welt.

Nehmen wir gemeinsam Einfluss!

Veröffentlicht:

Joachim Ackva
© Pilot-Weltkonto
Joachim Ackva

Mitgründer und Vorsitzender, Pilot-Weltkonto e.V.

Joachim Ackva ist ehrenamtlicher Vorsitzender des gemeinnützigen Pilot-Weltkontos. Er ist Mitglied in der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen. Seit 1991 ist er als Finanzplaner tätig. Durch PR-Aktionen für ein UN-Weltkonto, bei denen echte Geldscheine vom Himmel auf Passanten flatterten, wurde er als „Geldregenmacher“ bekannt.

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