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Produktdesign + User Interface

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Marketing, PR und Design / Design und Grafik

Weinberg & Ruf Design - Produkt + User Interface
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    Intuition: Entscheidungen aus dem Bauch sind meist kaufentscheidend

    Wikipedia: „Die Intuition (von lateinisch: intueri = betrachten, erwägen) ist die Fähigkeit, Einsichten in Sachverhalte, Sichtweisen, Gesetzmäßigkeiten oder die subjektive Stimmigkeit von Entscheidungen durch sich spontan einstellende Eingebungen zu erlangen, die auf unbewusstem Wege zustande gekommen sind. Intuition, ist das Erkennen von Dingen, die man schon mal gesehen hat. Wir greifen dabei unbewusst auf Erfahrungen zurück, unser Wissen, das im Verborgenen schlummert. Intuition zapft Bereiche des Unbewussten an, die wichtiges Erfahrungswissen in Form von bestimmten Regeln und Mustern gespeichert haben. Wenn wir uns als Konsumenten durch den Dschungel des unendlich großen Warenangebots kämpfen, werden wir mit unzähligen Produktinformationen konfrontiert. Unsere Intuition blendet dabei viele Informationen einfach aus und sucht dasjenige Produkt aus, das wir schon kennen, sie geht nach der Wiedererkennung vor. Ein kompliziertes Verfahren des Abwägens, die moralische Algebra“, ist wegen ihrer Kompliziertheit und Rationalität die Gegenspielerin der Intuition.
    Wir machen uns oft Pro- und Contra-Listen, um unsere Entscheidungen zu objektivieren. Wir erhalten so zwar eine Punktzahl, spüren aber instinktiv, dass wir uns lieber anders entscheiden. Das Verfahren der moralischen Algebra ist eher etwas für konsequente Rationalisten, die ihrer Intuition misstrauen und allein auf die Macht der Logik setzen. Diese basiert dann auf zwei einfachen Annahmen: Mehr Information ist immer besser, und: Das Gehirn kann diese Informationen immer souverän bewerten und sich dann anhand logischer Schlüsse für das Richtige entscheiden. Doch gerade die Intuition zeigt, dass das nicht immer richtig ist. Gerade wenn es komplex wird, wenn viele Informationen berücksichtigt werden müssen, dann ist das Bauchgefühl dem Verstand überlegen. Folglich sollte man bei komplizierten Entscheidungen besser nicht denken, denn durch Denken stört man das Gehirn bei der Arbeit.
    Diese Arbeit läuft nämlich quasi hinter dem Rücken des bewussten logischen Denkens ab und springt immer dann plötzlich und spontan ein, wenn das logische Denken aufgrund von zu viel Information überfordert ist. Diese Überforderung wiederum hat in erster Linie mit den begrenzten Kapazitäten unseres Kurzzeitgedächtnisses zu tun. Wir kommen dann mit unserem Denken schnell an unsere Grenzen, und das liegt ganz einfach daran, dass wir nur etwa 7 Dinge in unserem Denken sozusagen zur Verfügung haben, und wenn wir mehr Dinge gleichzeitig bedenken sollen, dann schaffen wir das nicht mehr. Intuition hält sich nicht an mathematische oder logische Gesetze, sondern an die Erfahrung. Sie ist, „gefühltes Wissen“. Intuition arbeitet mit einem Mechanismus, den man nicht mit mathematischen Methoden bewerten kann. Die Intuition funktioniert nach der Relevanzregel, das heißt: Wir entscheiden uns nach der sozialen Relevanz, der sozialen Plausibilität. Ein weiteres Muster der Intuition, ist das „gleichmäßige Verteilen“.
    Wenn man sich beim Verteilen nicht entscheiden kann, verteilt man gleichmäßig. Die aktuelle akademische Forschung, interessiert sich stark für die unbewussten Prozesse beim Wahrnehmen, Denken und auch beim Entscheiden. Es wurde nachgewiesen, dass sich Menschen viel stärker von unbewussten Prozessen leiten lassen, als bisher angenommen wurde. Nicht das Bewusstsein und mit ihm Verstand, Logik, Rationalität, sondern das Unbewusste, und mit ihm Emotion und Intuition beherrschen unser Handeln. In unserer Gesellschaft herrscht jedoch seit Sokrates noch immer die Annahme vor, dass man „nichts anderem gehorche als dem Logos“ (griechisch: rationale Sprache). Ein Manager, der über Millionenbeträge entscheiden muss, kann seinen Kollegen natürlich schlecht sagen, dass er seine Entscheidungen aus dem Bauch heraus, also intuitiv trifft. Dennoch entscheiden viele Menschen aus dem Bauch heraus, auch der Manager, und folgen ihrem Gefühl viel mehr, als sie das wahrhaben wollen und rechtfertigen es im Nachhinein mit der Vernunft. Ein Leben unter der Herrschaft der Logik, der Ratio, ist einseitige und schematisch, weil es den Erfahrungsschatz, den nur Intuition abrufen kann, einfach ausblendet. In vielen Lebensbereichen wäre eine stärkere Berücksichtigung der Intuition ratsam, denn die meisten sozialen Interaktionen sind nicht Resultate komplexer rationaler Kalkulationen, sondern Resultate unserer Bauchgefühle. Quelle: SWR2 WISSEN