Gunnar Sohn
Diplom-Volkswirt
Chefredakteur(The company name is only visible to registered members)
- 53123 Bonn
- Germany
Want to know more about Gunnar Sohn?
All you need to do is sign up for free on XING.
Sign up for freePersonal information
- Haves
- Edit Markt- und Meinungsforschung, Studien, Pressearbeit, Medienkontakte, Themenmanagement, Recherche, Reden schreiben, Kundenmagazine, Medientraining, Presseseminare, Beratung. Zudem liebe ich Provokationen gegen die Phrasendrescher im Management: In der Wirtschaft bemüht man sich wenig um Originalität und eigene Gedanken. Entsprechend ist auch Eloquenz bei Managern eher Mangelware. Die sprachliche Armut und Verstümmelung der Vorträge wird nur notdürftig mit den Schablonen des eigenen Computers kompensiert. Bei Vorträgen schauen die Führungskräfte von Konzernen und Unternehmensberatungen permanent auf die Leinwand und versuchen, die eigenen kunstvollen Kreationen krampfhaft zu interpretieren und verrenken sich den Hals. Damit die Zuhörer auch einmal etwas zu Lachen haben, setzen die PowerPoint-Rhetoriker gern auf lustige Karikaturen aus dem Lieferumfang von Microsoft Office. Große Anstrengungen verwendet man auf kunstvolle Übergänge zwischen den aufgerufenen Seiten, zum Beispiel Vorhänge, die sich von oben über das Bild senken. Begriffe, Sätze, Pfeile oder Buchstaben rauschen einzeln auf den Schirm, unterstützt von allerlei akustischen Mätzchen. Man sieht: Wer selbst nicht mehr alle Sinne beisammen hat, attackiert sie bei anderen so umfassend wie möglich. Das rettende Ufer ist dann meist die Kaffeepause, wenn nicht vorher schon ein unbezwingbares Bedürfnis obsiegt – der Schlaf! Genauso nervig sind verquollene, gedrechselte und technokratische Reden, die im üblen Nominalstil vorgetragen werden. Interessant ist eine Initiative der Beratungsfirma Deloitte Consulting, die den Blähworten den Kampf angesagt hat. Sie entwickelten eine Software namens „Bullfighter“. Es funktioniert wie eine Rechtschreibprüfung und eliminiert Bullshit-Phrasen aus den Texten und Präsentationen. Bei Management-Tagungen würden einige Redner entblößt vor dem Publikum stehen.
- Wants
- Edit IT/TK-Beratung, Management, Marketing, Kontakte, Expertenwissen
- Organizations
- Edit BVMW, Ludwig-Erhard-Stiftung
Professional experience
-
- to present
-
(The company name is only visible to registered members)
Industry: Journalism, Medien
-
-
Leiter Unternehmenskommunikation
Industry:
- Employment status
- Entrepreneur
Educational background
- Oct 1981 - Oct 1986
-
FU Berlin
Volkswirtschaft, Diplom Volkswirt
Wirtschaftspolitik Osteuropa
- Languages
- German, English
About me
Banken und TK-Unternehmen setzen auf sprachbiometische Identifikationsverfahren
Das Wuchern von Karten und Identitäten ist lästig und widersinnig, wenn man mehrere Karten ziehen muss, um einen einzigen Prozess durchzuführen, etwa beim Bezahlen im Geschäft mit Kundenkarte und Kreditkarte. „Das Kartenhaus der tausend Egos stürzt spätestens zusammen, wenn das Plastikpaket gestohlen oder verloren wird. Ein besonders fruchtbares Biotop für den Wildwuchs täglich neuer Identitäten ist das Internet, angereichert durch ebenso viele Passwörter“, bemängelt Systemarchitekt Bruno Weisshaupt, Geschäftsführer von origo
Es sei nachvollziehbar, wenn man das Online-Banking durch eine gut abgesicherte Identität schützt. Aber warum müsse man sich in ganz normalen Online-Shops noch immer zuerst anmelden, seine 757. Identität samt Passwort erfinden, um schon im nächsten Schritt ohnehin mit der Kreditkarte zu zahlen. „Sicherheit sieht jedenfalls anders aus: Irgendwann beginnt jeder, seine Identitäten zu notieren, weil man ansonsten keine Chance hat, den Überblick zu bewahren“. Besser wäre es nach seiner Meinung, wenn sich die technische Welt dem Menschen anpasst, individuell und komfortabel. „Intelligente Interaktion zwischen Mensch und System verlangt nach Identität, und zwar auf beiden Seiten. Das System muss wissen, wer ich bin, wenn es mir jene Informationen, Services oder Produkte zukommen lassen soll, die ich nachfrage. Und umgekehrt gilt ebenso: Der Einzelne muss wissen, welchem System er gegenübersteht, was dieses System kann oder nicht kann“, erläutert Weisshaupt.
Nach einer Erhebung des Statistischen Bundesamtes muss sich jeder Bundesbürger im Schnitt rund sechs so genannte Pins merken. Der Datenschutzbeauftragte der Bundesregierung sieht die Grenzen der Merkfähigkeit bereits erreicht. Im Extremfall werde die Geheimzahl sogar schon auf die EC-Karte geschrieben, damit man sie beim Abheben am Geldautomaten gleich zur Hand hat. „Mit der Einführung von weiteren Verfahren wie dem elektronischen Personalausweis, ELENA und der elektronischen Gesundheitskarte wird die Zahl der zu merkenden PINs und Passwörter noch steigen. Ich selbst halte eine PIN-Anzahl von zwölf pro Bundesbürger für nicht unrealistisch“, so Peter Schaar.
Lernende Systeme müssten automatisch den Einzelnen erkennen und ihm Routineabläufe abnehmen. Beispielsweise über einen Sender, der uns erlaubt, mit der Umgebung, mit einem System automatisch und sicher zu kommunizieren. Eine smarte Identifikationstechnologie sei nach Ansicht Innovationsexperten Weisshaupt der Schlüssel für die Zukunft. Ein wichtigen Beitrag könnte die Sprachbiometrie leisten – so genannte Voice Prints. „Noch vor wenigen Jahren war es aufgrund der Rechenkapazitäten und der Geschwindigkeit der Serverarchitekturen nicht möglich, große Voice Prints-Datenbestände, wie sie in Konsumentenanwendungen entstehen würden, in akzeptabler Zeit gegen eine Stimme abgleichen zu lassen. Mittlerweile ist die Zahl der Nutzer eines sprachbiometrischen Systems kein begrenzender Faktor mehr – Netzbandbreiten ebenso wie Prozessorgeschwindigkeiten und Rechenkapazitäten haben sich vervielfacht, während gleichzeitig die Modelle der Voice Prints so verfeinert werden konnten, dass auch zehntausende Nutzer die Rechenzentren nicht mehr in die Knie zwingen können“, erläutert Bernhard Steimel, Sprecher der Voice Days
Das belege beispielsweise das sprachbiometrische Self Service-Portal der Volksfürsorge. „Noch größere Anrufvolumina bewältigt das derzeit weltgrößte System von Bell Canada
Das komme bei den Kunden gut an. „Über 16.000 Anmeldungen pro Woche summieren sich zu einer Nutzerbasis von über 300.000 registrierten Teilnehmern. Das beweist, wie man Sprachbiometrie für den Massenmarkt nutzen kann“, betont Steimel. Sprachbiometrische Systeme seien ortsunabhängig und bieten unterwegs, zu Hause oder beim Kunden. Die Präsenz des Kunden an einem Sensor sei im Gegensatz zu anderen Biometriesystemen nicht erforderlich. „Die Sensorik, die erforderlich ist, um sprachbiometrische Dienste anbieten zu können, ist im Gegensatz zu anderen Technologien überall verfügbar: Statt eines Fingerabdrucksensors oder einer Kamera für die Gesichts- oder Iriskontrolle braucht man für Sprachbiometrie nur ein Mikrofon, wie es in fast jedem Telefon eingebaut ist“, führt Steimel aus.
Einen entscheidenden Vorteil würden allerdings alle biometrischen Verfahren aufweisen: „Während Ausweise oder Passwörter vergessen, gestohlen oder gefälscht werden können, sind Fingerabdruck, Iris, Gesicht oder Stimme untrennbar mit der Person verbunden“, resümiert Steimel. Beim Fachkongress Voice Days vom 15 bis 16. Oktober in Wiesbaden werden in einem Intensivworkshop biometrische Verfahren im Kundenservice erörtert. Experten: Wolfgang Fröhlich von Nuance, Frank Grefrath vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik, Dr. Waldemar Grudzien vom Bundesverband deutscher Banken, Christel Müller, Beraterin und Autorin des Buches „Einführung von Sprachtechnologie", Christian Pereira von D+S solutions und René Zühlke von der Postbank.
Search the XING network
Find new business contacts on XING and get back in touch with old contacts!
Other visitors also viewed the following profiles:
-
Christian Wendling
phase10 Architektur + Medien -
Esther Scholz
hip hip hurra -
Markus Miller
GEOPOLITICAL BIZ S.L.U. ® www.geopolitical.biz -
Florian Stöhr
buw digital GmbH