Mickey Wiese

Mickey Wiese

Diplom-Theologe

Lifecoach

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Personal information

Professional experience

  • Employment status
    Freelancer

Educational background

  • 2006 - 2008
  • 1983 - 1989
  • 1981 - 1983
  • 1979 - 1981

About me

Mein Name ist eigentlich Michael Wiese, aber weil meine Mutter zur Zeit meiner Geburt immer so viele Mickey Maus Comics gelesen hat, heiße ich praktisch von Anfang an Mickey. Das hat sich dann durchgehalten, auch als ich die Durchschnittsgröße einer Maus schon weit übertroffen hatte. Ich gehöre nämlich seit 52 Jahren zu den etwas aufwendiger gestalteten Ebenbildern Gottes.

Ich bin glücklich verheiratet mit der wunderschönen Tänzerin Daniela Kaldewey-Wiese und Papa von drei „wilden Kerls“, Lion Philip Sebulon (17), Julian Merlin Lando (15) und Connor Ethan Leander (6).

Ich ernähre meine Seele mit Freude und Freundschaft, Musik von Jazz über Metal bis hin zu House und Transient, Moderner Kunst (von Ballett bis abstrakter Glasmalerei) und den Skurrilitäten des Lebens. Meine Lieblingsbücher sind die Bibel (besonders Jesaja und Römer), die Borowski-Trilogie von Robert Ludlum, die Magnificatauslegung von Martin Luther, Frankfurt-Krimis von Jürgen Groß, Viola Schatten, Andreas Franz und Jakob Arjouni, die Oekumenische Dogmatik von Edmund Schlink, Nestor Burma Abenteuer von Leo Malet, Gedichtbände von Rose Ausländer und Perry Rhodan Romane.

Jesus bin ich persönlich zum ersten Mal 1976 auf einer Jugendfreizeit über die Faschingstage in einem Benediktinerinnenkloster begegnet, wohin uns Max Vollmer, ehemaliger Pfarrer aus der Andreasgemeinde in Eschersheim eingeladen hatte. Die Jugendlichen, denen ich dort begegnete, erzählten so begeistert von Jesus, dass ich neugierig wurde. „Wenn das stimmt“, dachte ich, „und irgendwie sehen die hier alle so aus, als würde es tatsächlich stimmen, dann fehlt mir etwas total Wichtiges. Das muss ich auch haben.“ Ich bin dann auf mein Zimmer gegangen, habe mich vergewissert, dass niemand mir zuschaute und habe im Knien ganz zaghaft mein erstes Gebet irgendwo in die Mitte des Raumes hineingesprochen: „Also, Herr Jesus, ääh, also wenn es dich wirklich gibt ... Herr Jesus, ich möchte auch gerne diese Freude, diese Lebendigkeit haben, die die ganzen Jugendlichen da draußen und die Nonnen haben. Herr Jesus, ich vertraue dir mein Leben an, ich möchte zu dir gehören.“ Kein Feuer umleuchtete mich in diesem Augenblick, aber ein tiefer Friede breitete sich in mir aus und ich wusste ganz tief in mir drinnen, dass ich von nun an „dazugehörte“, auch wenn ich noch nicht so recht wusste, wozu ich denn nun dazugehörte. Aber dieser Friede hat mich seit diesem Tag im März 1976 nie wieder losgelassen, nicht während meiner glücklichsten Momente, zB als predigender Musiker vor Tausenden von jungen Leuten und auch nicht in den fürchterlichsten Momenten der Depression in der Nervenklinik Hohemark.

Ich habe in Oberursel, Heidelberg und Mainz evangelische Theologie und Psychologie studiert und arbeite als freier Jugendarbeiter, Beerdiger, Verheirater, Segner, schreibe regelmäßig Artikel für die Jugendzeitschriften „DRAN“ und "oora" und Bücher für den Aussaat Verlag und den Brendow Verlag, bin ausgebildeter Positiver Berater und predige leidenschaftlich das Evangelium, wo auch immer sich die Gelegenheit dazu ergibt. Jugendarbeit mache ich übrigens mit Leib und Seele seit 1977 mit dem Ziel Jugendlichen den Segen, den ich empfangen habe weiterzugeben und ihnen die bedingungslose Liebe Gottes näher zu bringen.

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Irgendwie sind Lieblingsbibelstellen wie im Meer der Erinnerung herumtreibende Planken eines untergegangenen „Schiffs, das sich Gemeinde nennt“. Sie haben mich einmal getragen und können es immer noch, ja, sie rücken je länger, je mehr sogar zu einer Arche zusammen. Da wäre zB Röm 8,28, dass alle Dinge mir letztlich zum Guten zusammenwirken werden, was mich in den tiefsten Depressionen gerade noch so über Wasser gehalten hat. Ps 23,5, Ps 127,2 und Hes 44,17+18 haben mich gelehrt, dass vor dem Thron Gottes nicht geschwitzt wird, wie bedrohlich der Sturm auch sein mag. In meiner Bibel habe ich auf der Seite, die Verlage für Geburtstagswidmungen und dergleichen freizulassen scheinen, eine lange Liste meiner Lieblinge stehen. Das macht nicht einseitig, wie manche befürchten mögen, sondern erzählt meine ganz persönliche Liebesgeschichte mit Gott. Denn ihnen allen gemeinsam ist die bedingungslose Liebe Gottes zu mir in und unter allen Umständen. Davon werde ich nie mehr lassen und auch nichts anderes mehr erwarten, wo doch alle Erkenntnis Stückwerk ist und nur die Liebe zählt (1.Kor 13,8-13), die eine Menge Sünden zudeckt (Spr 10,12, 1.Petr 4,8 und Joh 8,2-11), bevor sie sie vergibt. Der Gipfel dieser unverschämten Liebe Gottes scheint mir aber doch meine momentane Lieblingsplanke 1.Mo 3,21 zu sein: „Und Gott, der Herr, machte Adam und seiner Frau Leibröcke aus Fell und bekleidete sie.“ Das muss man sich mal vorstellen, Adam und Eva sind Gott gerade in den Rücken gefallen, haben sein Gebot gebrochen und sein Vertrauen missbraucht. Gott lässt daraufhin schweren Herzens die Konsequenzen ihres Handelns zu und wirft sie aus dem Paradies. Jetzt wären eigentlich Adam und Eva dran mit Reue, Busse und Entschuldigung oder wenigstens Wehklagen über ihre missliche Lage. Das würde ich jedenfalls erwarten, wenn man mich hintergangen hat. Natürlich würde ich 7 x 70 mal vergeben, aber wahrscheinlich doch erst ein bisschen später, wenn meine Gefühle wieder ausbalanciert wären. Aber Gott hat nichts Besseres zu tun, als dazusitzen und sich sofort Gedanken darüber zu machen, ob Adam und Eva draußen vielleicht frieren könnten. Und dann tötet Gott zwei Tiere! Das ist ungeheuerlich und nur 1.Sam 2,6, dass Gott tötet, aber auch wieder lebendig macht, mag einen in diesem Zusammenhang vielleicht wieder etwas beruhigen. Und dann setzt Gott sich hin und näht seinen abtrünnigen, rebellischen, sündigen Rotznasen Leibröcke aus Fell und bekleidet sie. Natürlich kann ich das auf einer intellektuellen Ebene als Antropomorphismus identifizieren, aber in meinem Herzen rettet mich diese Geschichte jedes Mal wieder neu. Wenn meine Titanic untergeht, wird auf meiner 1.Mo 3,21-Planke jedenfalls genug Platz für Rose UND Jack sein :-).

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Als ich vor etlichen Jahren in einer Bank arbeitete, hatte es sich schnell herumgesprochen, dass ich Pastor werden wollte. Daraufhin entwickelte sich ein nettes Ritual. Jeden Morgen nach der Frühstückspause knallte mir einer der Kollegen eine weit verbreitete deutsche Tageszeitung auf den Tisch, deutete auf die eine oder andere Schlagzeile und rief laut vernehmlich und leicht triumphierend in die Runde: „Na, Herr Pfarrer, was sagt die Kirche denn dazu?“ Meine Antwort lautete dann immer: „Also, ich weiß jetzt nicht was die Kirche sagt, aber Jesus würde wahrscheinlich ...“ Die Motivation war nicht immer geistlicher Wissensdurst, sondern ganz oft auch die Suche nach Bestätigung der eigenen Meinung oder der Wunsch nach Verlängerung der Pausenzeit. Trotzdem steckt in all den Menschen, die mir immer wieder mit solchen Fragen begegnet sind, die tiefe Sehnsucht nach verlässlichen Antworten und liebevoller Authentizität. Ein anderes Mal fragte mich ein Kollege im hintersten Nikodemus-Winkel eines Aktenkellers fast schon verschwörerisch: „Sagen Sie mal, sind sie wirklich so oder tun sie nur so?“ Die Menschen haben ein Gespür für das, was in dem alten Scherz anklingt: „Gott ist ja schon ganz in Ordnung, nur sein Bodenpersonal lässt zu wünschen übrig.“ Und so sind es immer wieder die selben alten Lieder die man an den Lagerfeuern der Heiden singt, von den verlorenen Söhnen, die nach dem Fest wieder ausziehen und die anderen verlorenen Geschwister nach Hause prügeln wollen. Es gibt einen Katalog von immer wiederkehrenden Themen, die sich oft relativ schnell an ein Coming out als Christ anschließen. Wir müssen uns immer wieder vor Augen halten, dass der Name Jesus im christlichen Abendland ganz andere Assoziationen hervorruft, als in einem behüteten Christen. Die Mehrzahl der Leute mit denen wir in Kontakt kommen werden wissen wenig oder haben falsche Vorstellungen vom christlichen Glauben. Während wir von Liebe, Gnade und Barmherzigkeit durchströmt werden, denken andere an die Kreuzzüge und den Wahnsinn der Hexenverbrennungen. Die Frage brennt in ihnen: „Wie kann ein Gott der Liebe das Leid auf der Welt zulassen?“ Der aggressive Umgang von Christen mit den Themen Homosexualität und Sex vor der Ehe ist in diesem Zusammenhang ebenfalls ein Dauerbrenner. Witzigerweise werde ich als evangelischer Pastor auch immer wieder nach dem Zölibat gefragt. Das „Ich-bin-doch-ein-guter-Mensch“-Ding schließlich, „Alle Religionen glauben doch an einen Gott – wozu die Aufregung?“ und die Frage nach dem Autoritätsanspruch der Bibel runden den möglichen Diskussionscocktail dann ab. Hier gilt es zunächst einmal rundweg alles zuzugeben und sich gegebenenfalls auch dafür zu entschuldigen. Eine der genialsten Reaktionen diesbezüglich habe ich von Philip Yancey gelesen. Yancey sitzt oft auf Flughäfen herum und wartet auf einen Anschlussflug. In sich etwaig ergebenden Gesprächen kommt es dann manchmal an den Punkt, dass er sich als christlicher Autor outen muss. Sofort wird er in den meisten Fällen mit einer Flut von negativen Erlebnissen seiner Gesprächspartner mit der Kirche und Gottes Bodenpersonal konfrontiert. Man erwartet nun genüsslich einen Versuch der Verteidigung, um sich wenigstens an einem dieser Christen einmal verbal rächen zu können und ist um so mehr verblüfft, wenn Yancey regelmäßig antwortet: „Ach wissen Sie was? In Wirklichkeit ist es noch viel schlimmer. Soll ich ihnen einmal erzählen, wie es mir ergangen ist?“

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„Wie ist das eigentlich wenn Gott zu mir redet?“ finde ich eine der spannendsten Fragen meines christlichen Lebens. Merkwürdigerweise ist es gleichzeitig die tabuisierteste Frage. Ich hab mich jedenfalls ganz oft nicht getraut einem anderen eine solche Frage zu stellen. Entweder outet man sich selber als Nichtwissenden oder man will dem anderen nicht auf den Sack gehen. Grundlegend spricht Gott zu mir durch sein Wort und ich habe beim Lesen oder Hören so ein Gefühl, wie wenn eine Nut einrastet und dann durchströmt mich ein Gefühl, das irgendwo kurz vor der intellektuellen Überprüfung liegt und ich sage mir: Yo, das muss jetzt wohl Gott persönlich gewesen sein, der mir klarmachen will, dass dieses Bibelwort ganz konkret mir persönlich jetzt in meinen Lebensumständen gilt. Oder jemand anderer sagt etwas zu mir und ich habe dieses Gefühl, dass ER es schon wieder ist. Wie auch immer, ich lasse es dann prüfen, zunächst durch meine Bibel, dann durch meinen Verstand und meine Erfahrungen, die ich bisher mit Gott gemacht habe. Und dann kann ich immer noch ganz falsch liegen. Dann lasse ich es durch die „Gemeinde“ prüfen, in Form der gesamten versammelten Mannschaft oder auch nur in Form von 2 oder 3 Freunden. Und dann können wir immer noch falsch liegen. Eine Prise Abenteuer bleibt immer dabei, aber was wäre das Leben schon ohne das? Und wenn jemand sich etwas nur ausgedacht hat ist auch nicht schlimm, denn wer hat das schon noch, dass sich ein anderer Mensch Gedanken über einen macht. Grundvoraussetzung dabei ist natürlich dass man etwas Gutes sagt und meint und will. Zwar denken auch die Manipulatoren, dass sie etwas Gutes wollen, aber ich denke man kann schon ziemlich klar sagen was gut ist, nämlich das, was im anderen als gut ankommt – sonst nichts. Die gute Botschaft ist nur eine gute Botschaft, wenn der andere sie als eine gute Botschaft erkennen und spüren kann. Darum muss man sich auch Gedanken darüber machen, wenn man meint Gottes Stimme für sich oder einen anderen zu hören, was das wohl bedeuten könnte und wie man das demjenigen nun sagen könnte, so dass es ankommt oder ob es überhaupt etwas für später ist und man derzeit nur dafür beten sollte. Ganz krass habe ich Gottes einmal in einer Vision zu mir reden gehört und das kam so: Ich wollte schon immer eine Jüngerschaftsschule bei JmeM machen. Das hängt damit zusammen, dass ich bei JmeM den Heiligen Geist als eine reale Größe mit der man rechnen kann und sollte kennen gelernt habe, ich habe dort das erlebt, was man oft mit der „Geisterfüllung“ bezeichnet und einiges mehr. Aber ich wollte nicht nur eine Jüngerschaftsschule machen, sondern ich wollte auf die Anastasis, das Schulschiff, weil ich dachte, dass mich das „unangreifbar“ machen würde. Wenn mir dann einer schräg kommt, dachte ich, dann kann ich sagen: „Was willst du von mir? Ich war auf der Anastasis!“ Ich hatte schon alle Formulare ausgefüllt und war drauf und dran sie abzuschicken, da kam mich ein Freund besuchen und fragte mich, ob ich Gott schon gefragt hätte. Nein, aber was soll er schon dagegen haben, sagte ich. Okay, dann lass uns beten. Also beteten wir. Und plötzlich sah ich eine Vision, so klar wie danach selten noch einmal in meinem Leben. Ich sah ganz deutlich ein großes ruhiges Meer. Und über das Meer fuhr ein Schiff. Das machte mir schon Hoffnung. Doch plötzlich in der Mitte des Bildes sank das Schiff wie ein Stein ohne eine Ursache ab und eine Stimme sagte auf Englisch über das Meer: „Psalm Eighty-One, Ten“ Ich schlug den Vers auf und wusste Bescheid: „Es soll kein fremder Gott bei dir sein, und du sollst nicht anbeten einen Gott des Auslands.“
 

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