Raymond Zoller
dies und jenes beginn ich zu verstehen - кое-что стал понимать
Писатель, Schreiber, Linguist(Şirket adı sadece kayıtlı üyeler tarafından görülebilmektedir)
- Bar
- Montenegro/Karadağ
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Mesaj gönderKişisel Bilgilerim
- İlgi Alanlarım
- Как не растворяться в стихии всеобщей абсурдности, Wahren der Aufrechten im Zeitalter übermächtiger Absurdität, феноменология задыхания души, Phänomenologie des geistig-seelischen Erstickens, Живой язык как орудие ориентации и спасения, Lebendige Sprache als Orientierungs- und Rettungsmittel, Как спастись от пустого теоретизирования, Wie bewahre ich mich vor leerem Theoretisieren, Пути к живому человеческому взаимодейтсвию, Wege zu lebendigem Menschlichem Zusammenwirken
- Organizasyonlar
- Творческий Союз "Кламурке", Тбилиси-Базель, Die Klamurke, Tbilisi-Basel
İş Deneyimlerim
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- - bugün
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(Yalnızca kayıtlı üyeler tarafından görülebilir)
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- 2003 - bugün
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Sprachenportal, http://www.german.franklang.ru
Sektör: Eğitim
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- 2001 - 2003
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Armazi, http://klamurke.com/Soziales/Leben.htm
Sektör: Diğer
- İşyerindeki statü
- Serbest meslek
Eğitim Bilgilerim
- Diller
- Rusça (Akıcı), Almanca (Ana dili), İngilizce (İyi), Fransızca (İyi), Lehçe (Temel bilgiler), İspanyolca (Temel bilgiler)
Hakkımda
Unter anderem beschäftigt mich, eben, auch die Frage nach Sinn und Unsinn der festgefügten "statischen" Berufsbilder. Ein paar verstreute Notizen zu diesem Thema kann man im Interessensfalle hier finden:
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Geboren wurde ich vor vielen Jahren in Luxemburg; wuchs auf im moselfränkischen Dialekt, aus dessen kärglichen Spröde ich mich, geographisch wie sprachlich, zunächst in das saftigere und ergiebigere Hochdeutsch hinüberrettete, und weiter dann in das noch kräftigere und lebendigere Russisch.
Zu jenen fernen Zeiten war ich nicht nur jünger als jetzt, sondern auch viel dümmer. Nicht dumm genug jedoch war ich, als daß ich nicht gemerkt hätte, wie dumm ich war. Ich zog durch die Welt und verstand kaum, was um mich herum vorging; das einzige, was ich verstand, war: daß ich nichts verstehe.
Die Fortbewegung in diesem Nebel war mehr ein ahnendes Tasten; und wo ich zu forsch voranstürmte, fand ich mich kurz darauf wieder in den Sackgassen irgendwelcher öder realitätsferner Theorien. - Die eigentliche Bewegung war begleitet von ahnendem Gespür: hier geht’s lang; oder, umgekehrt, von unbehaglichem Gefühl: hier stimmt was nicht; und im Weiteren dann klar zu verstehen und zu formulieren: warum hier gangbarer Weg ist, was dort genau nicht stimmt – war alles gar nicht so einfach und brauchte Zeit. Und all dies: ganz alleine, in einer Umgebung, wo man entweder ganz selbstverständlich davon ausging, daß man bereits alles hat und alles weiß, was zu einem behaglichen Leben nötig ist; oder auch, daß man zwar irgendwie merkte, daß dieses behagliche Leben eine Mausefalle ist und daß es irgendwie noch was anderes geben muß, sich aber nach kurzer Durst-und Leidensstrecke in irgendwelche theoretische Systeme hineinrettete und sich dort verbarrikadierte.
In meiner Umgebung galt ich teils als intellektuell minderbemittelt, teils als kopflastig. Ersterer Eindruck entstand dadurch, daß ich über Dinge, die ich nicht verstand, weder reden wollte noch konnte; und wenn ich denn doch mal versuchte, irgendwelche von anderen ausgedachte Theorien wiederzukäuen, so hörte ich meiner eigenen Stimme an, daß ich lüge und verlor sofort den Faden. – Und der Eindruck der Kopflastigkeit entstand dadurch, daß ich Zusammenhänge, die mir überschaubar waren, in möglichst klarer Sprache auszuformulieren pflegte; und das klang dann halt manchmal etwas g’scheit; obwohl es weder g’scheit war noch kopflastig, sondern einfach bloß ganz natürlicher Kampf gegen das alltägliche Absacken.
Vom Prinzip her ist das heute noch immer das Gleiche wie damals; nur, daß ich mir inzwischen bessere Übersicht verschaffen konnte und nicht mehr ganz so hilflos bin.
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Das allmähliche Aufschlüsseln der Ahnungen, „daß irgendwas nicht stimmt“, bezeichnete ich, als ich die Sache schon etwas besser im Griff hatte, als „chemische Analyse des Unbehagens“ und auch als „Studium der Phänomenologie des geistig-seelischen Erstickens“; und sogar an einer dieser Disziplin gewidmeten Zeitschrift arbeitete ich, hoffend: durch solche Veröffentlichungen mit bewußt oder halbbewußt auf ähnlichen Wegen herumirrenden Zeitgenossen in Kontakt zu kommen; was aber alles, abgesehen von der Intensivierung eigener Erkenntnisschritte, wenig brachte. Selbige Zeitschrift gibt es seit ein paar Jahren online; finden kann man sie unter
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Ein sehr schwerwiegendes Problem, welches oben skizziertes Bemühen durchzieht und das ich erst jetzt langsam in den Griff kriege, liegt in der besonders für uns Europäer verschüttgegangenen Beziehung zur Sprache: Zwischen Sprache und Erleben, Sprache und Denken klafft meist ein Abgrund. Und dann reden wir in Schlagworten, basteln leere Theorien; setzen dazu an, irgendetwas, was uns betrifft, verstehend zu durchdringen; und irgendwann finden wir uns wieder in irgendwelchen g’scheiten oder weniger g’scheiten Worten kramend, die mit dem, was wir meinten und meinen – so wir zu uns selbst ehrlich sind – nicht das geringste mehr zu tun haben.
Das allmähliche Bewußtwerden dieser Problematik ging einher mit einer zunehmenden Sensibilisierung für, nun, sagen wir, ganz allgemein: das Element der Sprache. Zudem waren dieses ganzen Entwicklungen mit sehr viel Schreibtätigkeit verbunden: zunächst private Notizen, Versuche halt, durch schriftliches Ausformulieren die Dinge etwas plastischer zu bekommen; später Korrespondieren; dann Publizistik und Belletristik.
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In den letzten Jahren lebte ich hauptsächlich in Georgien; zunächst vornehmlich als Koordinator und Betreuer einiger teilweise von mir selbst in Gang gebrachter technischer und sozialer Projekte; näheres kann man bei Bedarf unter
Als diese Projekte aus Gründen, die weder bei mir noch bei den unmittelbar Beteiligten lagen (näheres kann man auf oben angegebenen Seiten nachlesen) nach und nach zum Erliegen kamen, verlegte ich meine Tätigkeit dann zunehmend wieder auf das Schreiben; und zunächst nicht einmal so sehr um der Literatur willen oder aus sonstigen oben angedeuteten Gründen, sondern vielmehr mit dem Ziel, über Veröffentlichungen mit Menschen in Kontakt zu kommen, die sich in diese versackenden technischen und sozialen Projekte einbringen könnten.
Das brachte aber nicht viel, genauer gesagt: gar nichts (obwohl man sogar noch jetzt, wie mir scheint, trotz des hereingebrochenen großen Durcheinanders einiges machen könnte). Während dieser Zeit der erneuten Schwerpunktverlegung auf Sprache und Schriftstellerei kam es, unter anderem, zur Gründung einer noch immer aktiven (nur zur Zeit chaotischen Umständen sei Dank etwas gebremst sich entwickelnden) deutschen Filiale des russischen Frank’schen Sprachenportals (
Im Frühling 2007 verließ ich, mit leichtem Gepäck, Georgien, weil ein Bekannter aus Deutschland in irgendeiner Sache an meiner Mitarbeit interessiert war; und sogar hatte man mir in Aussicht gestellt, daß man mir Kontakte vermittelt, um die eingetrockneten Georgischen Projekte wieder zum Leben zu erwecken.
Was dann von da ab sinnlos und chaotisch in West- und Mitteleuropa an Zeit und Kraft verplempert wurde – darüber braucht man weiter keine Worte zu verlieren.
Im Weiteren verschlug es mich dann nach Odessa, wo ich bis Ende August 2009 mich aufhielt. Daß es mich nach Odessa verschlug, hatte mit einem Drehbuch zu tun, das ich auf Grundlage eines meiner russischsprachigen Texte gemeinsam mit einem georgischen Komponisten in Angriff genommen hatte. Unsere ersten Skizzen stießen auf Interesse und hätten, so wie es aussah, schnell zu einer sinnvollen Entwicklung führen können, wenn es den Herren Politikern nicht in den Sinn gekommen wäre, in Georgien das große Chaos zu veranstalten. Nun waren die georgischen Beteiligten zunächst mal in alle Winde zerstreut; die Arbeit am Drehbuch kam ins Stocken, und erst ein Jahr nach diesem unsinnigen Krieg konnte sie, zunächst holpernd und stolpernd, wieder aufgegriffen werden.
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Als ich Ende August Odessa verließ, war die Frage noch offen: ob ich dorthin zurückkehren werde. Aber immerhin hatten die Umstände sich so entwickelt, daß sie sich stellte. Knapp zwei Wochen später war dann klar: daß eine weitere Zusammenarbeit mit den Zusammenhängen, mit denen ich in Odessa in Kontakt war, nicht sinnvoll ist.
Die weiteren Wege waren, wie gewohnt, offen.
Bei Xing veröffentlicht wurden diese Zeilen, während ich in Kischinau, Chişinău, Кишинёв oder wie auch immer man den Ort nennen will, weilte, der moldawischen Hauptstadt also.
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Anläßlich eines Abstechers in deutschsprachige Gefilde ließ ich mich überreden, mein Xing-Profil einsprachig zu halten, und zwarnämlich in Deutsch, ganz ohne Russisch. Und mich, statt als „Schreiber“, als „Schriftsteller“ zu bezeichnen. Auch letzteres tat ich; obwohl es absurd ist: ich, der ich doch keine einzige Buchveröffentlichung aufzuweisen habe, bezeichne mich in der Sprache des an festgelegten Formen festklebenden Formalismus als „Schriftsteller“! Blödsinn. Um den Blödsinn abzumildern, ergänzte ich det denn doch noch durch das russische «писатель».
Ansonsten: zum Teufel mit allen Etiketten.
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Nach einem halben Jahr in Tbilissi,wo ich die begonnene literarische, teilweise auch filmische Arbeit weiterführte, und ein paar weiteren Monaten in Europa, teilweise Luxemburg, wo ich einiges zu erledigen hatte und auch erfolgreich erledigen konnte, habe ich nun mein Hauptquartier in Montenegro aufgeschlagen, von wo aus ich einiges Begonnene (vor allem die in Tiflis basierte Arbeit) und auch neu hinzugekommene weiterverfolgen werde..
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Inzwischen - was nun auch hier vermerkt sei - benannte ich mich wieder um in „Schreiber“. Nicht nur wegen erwähntem deutschem Formalismus und weil ich mich mit dem Etikett "Schriftsteller" sowieso nicht recht wohl fühlte; direkter Anlaß ist ein – mir zwar nur am Rande zu Ohren gekommenes – Ereignis in der deutschen Kulturwelt, welches die heutzutage mit jener Bezeichnung verbundene Begrifflichkeit in ihrer ganzen Groteskheit zur Erscheinung brachte. Mich selbst mit jenem Etikette zu schmücken wäre unter meiner Würde. Bleiben wir bei Schreiber.
(und sollte es aus irgendwelchen Gründen wieder zu stärkerer Aktivität bei Xing kommen, so würde ich gar die Mühe auf mich nehmen, auch mein Profil wieder zweisprachig zu machen)
Prost.
Raymond Zoller
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