Friedeborg Seitz

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Dr. med.

Ärztin, Naturheilverfahren, Ernährungsmedizin

Firma:
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68161 Mannheim, Deutschland

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Berufserfahrung  (17 Jahre, 2 Monate)

01/2006 - heute

(3 Jahre, 11 Monate)

Ärztin, Naturheilverfahren, Ernährungsmedizin

(Der Firmenname ist nur sichtbar für registrierte Mitglieder)

Branche: Gesundheit & Fitness, Medizinische Dienste

02/2009 - heute

(10 Monate)

06/2006 - heute

(3 Jahre, 6 Monate)

06/1994 - 12/2005

(11 Jahre, 7 Monate)

Assistentsärztin

Gemeinschaftspraxis

Branche: Medizinische Dienste

06/1993 - 12/1993

(7 Monate)

03/1992 - 03/1993

(1 Jahr, 1 Monat)
Status
Freiberuflerin

Ausbildung

Hochschulen

RWTH Aachen, Uni Mainz, Uni Heidelberg, 10/1985 - 03/1992

Naturheilverfahren, Dr. med.

Ernährungsmedizin

Sprachen
Deutsch

Über mich

Statement zur Schweinegrippe:
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Als Ärztin werde ich in den letzten Tagen ziemlich gelöchert, drum gebe ich mal meine eigene ärztliche Sichtweise zu dem Thema A/H1/N1 zum besten, möchte aber vorausschicken, dass es sich um die Meinung einer einzelnen Ärztin handelt, nicht um die Mutter aller Antworten! :o))
Als im März die ersten Meldungen zur neuen Grippe verlautbar wurden hielten wir Niedergelassen uns alle mit Meinungen noch zurück. Erfahrungen mit der Vogelgrippe und dem Umgang der Medien mit dem Thema ließen und fröhlich abwarten.
 
Dann kamen die ersten Fälle nach Deutschland und direkt vom Ballermann-Bomber aus „Malle“ auch in meine Stadt. Jene Erkrankungsfälle, von denen ich im Umfeld hörte liefen recht glimpflich ab. Daher kam der Aufschrei in der Welt bezüglich Pandemie für mich schon etwas plötzlich. Das ist etwa vergleichbar mit der Situation: du liegst da und pennst gemütlich in der Sonne, „schwupps“ wirft jemand einen Eimer Wasser über Dich! „Kehr, da biste erst mal wach!“
 
Egal, Pandemiestufe 5 heisst für uns Medizinberufe: „Alle Mann uffpasse!“ Also gilt für Alle, Hygieneplan in den Praxen einrichten für Verdachtsfälle, „Waffen“ bereit halten und Schnelltests zur Früherkennung durchführen. Meldebögen ausfüllen schon mal üben!
 
An Impfung dachten auch wir in der Praxis noch nicht wirklich, bis dann die ersten schweren Verläufe in die Stadt kamen und auch erste Todesfälle gemeldet wurden.
Dazu muss ich anmerken, dass jede Grippe seine schweren Verläufe hat und auch jährlich Todesopfer fordert. Die Schweinegrippe ist auch eben zunächst eine Grippe und kann somit genau so um sich wüten, wie die bereits bekannten Grippestämme.
 
Was die Sache jetzt kompliziert macht ist einfach die Situation, dass wir es mit zwei ansteckenden Großerkrankungen zeitgleich zu tun haben, statt wie üblich mit nur einer Grippewelle.
Hinzu kommt noch, dass wir bedingt durch den frühen Herbstbeginn und die von Reisen im Sommer schon eingeschleppten Schweinegrippeviren auch eine eher frühe Grippewelle erfahren.
 
Als die WHO die Pandemiestufe 6 ausrief hieß es von Seiten der Regierungen, dass der Impfplan steht und die Bürger zügig geimpft werden könnten. Es hieß aber auch immer, dass es bis Anfang Dezember dauern könne, bis alle Impfdosen bereit seien.
 
Dass sich die Viren nicht an unserem Verteilungsplan halten liegt nicht an mangelnder Kooperation der Viren sondern eher an der bescheidenen Informationspolitik von Menschenhand.
Ich selber halte auch die Panikmache für kontraproduktiv, weil dadurch so viele Impfwillige bereits auf dem Plan treten, so dass die Risikogruppen, um die es eigentlich geht ins Hintertreffen geraten.
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Soll man sich impfen lassen?
 
Wer sich nie hat gegen Grippe impfen lassen und auch sonst gesundheitlich gut aufgestellt ist wird sich wahrscheinlich genauso schnell anstecken wie üblich, nämlich gar nicht! :o))
 
Man darf nicht vergessen, dass schwere Fälle oft dann auftreten, wenn der Organismus einem erhöhtem Stress ausgesetzt wird, seelisch wie körperlich. Ebenso verhält es sich bei Personen, die bereits Grunderkrankungen haben. Auch weiss ich zu berichten, dass Angsthasen sich grundsätzlich eher eine Infektion einfangen, weil sie sich mit der Angst darauf konzentrieren und dem Organismus die unbewusste Bereitschaft signalisieren krank zu werden (nee, kein Witz! Selbsterfüllende Prophezeiung!).
 
Daher empfehle ich nicht generell die Impfung, sondern zunächst jenen, die beruflich bedingt mit vielen Kranken in Kontakt kommen oder gesundheitlich vorbelastet sind, einen kranken Angehörigen pflegen und/oder häufig besuchen.
Im Zweifelsfall den Hausarzt fragen! Der kann Auskunft geben! Ausführlichere Gespräche sind Beratungsleistungen die eine Extra-Termin erfordern.
 
Imfen, weil es die Zeitungen schreiben halte ich für Stuß!
Ebenso sollte der Impfwillige auch dahinter stehen, denn eine Impfung wird schon deshalb oft schlecht vertragen, weil man sich selbst innerlich dazu nötigt, es eigentlich aber gar nicht möchte.
 
Sollten Sie sich dafür entscheiden zu impfen, melden Sie Ihrem Hausarzt (Kann ein anderer als der Impfarzt sein) zurück, wenn Sie sich längere Zeit nicht wohl fühlen.
In seltenen Fällen kommt es zu einer Überstimulation des Immunsystems, was eine erhöhte Entzündlichkeit im Organismus bewirkt.
Dagegen kann man etwas tun, ohne dass es bedenklich werden muss.
In einem solchen Fall sollte man keine Selbstmedikation mit Medikamenten machen, die das Abwehrsystem (z.B.Echinacea-Präparate) stimulieren.
 
Übrigens auch bei einer echten Grippeinfektion tunlichst unterlassen!!!
Die weissen Blutkörperchen sind da schon massig aufstimuliert und brauchen keinen weiteren „Schubser“!!! Ansonsten könnte man sich dauerhaft Probleme einhandeln.
Hingegen die Verwendung von Probiotika in der Grippezeit durchaus Sinn machen kann.
 
Ebenso kann im Erkrankungsfall oder nach einer heftigen Impfreaktion der kurzfristige Einsatz von Vitaminen (Nach Rücksprache mit dem Arzt) helfen, die Erholungsphase zu verkürzen.
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Impfstoffverstärker „Squalen“... und was nicht im Beipackzettel steht
Zunächst einmal vergessen Sie die Vergleiche mit den geimpften Soldaten und dem Golfkriegssyndrom. Hier geht viel Müll durch die Foren im Internet.
Vergessen Sie auch Links bezühlich einer Dame, die Jane Buergermeister heisst (who the fuck is Jane Buergermeister???). Blödsinn erster Güte in meinen Augen!
 
Erst einmal bekamen die Soldaten eine Antrax-Impfung (Anthax ist deutlich fieser als Grippe!!!) mit dem Impfverstärker Squalen verpasst und zweitens war das eine von mindestens 3 weiteren Impfungen.
Drittens ist es in der Golf-Region verdammt heiß und die Arbeitszeiten der dort stationierten Rekruten mit den üblichen Bürojobs unserer Städte nicht zu vergleichen.
Klar dass die Kerle in den Seilen hingen!
Dies mit der Schweinegrippenimpfung zu vergleichen halte ich für weit her geholt.
 
Was die Diskussion um das Squalen aufkommen ließ war die Meldung einer amerikanischen Fachzeitschrift für Pathologen im Jahre 2000, dass bei geimpften Ratten mit Neigung zu Rheuma dieses wohl auch vermehrt nach der Impfung mit dem Wirkstoffverstärker herausbrach.
Daher existiert (nicht unberechtigt) die Sorge, dass Menschen mit ähnlicher Konstitution genau so reagieren könnten.
 
Wenn auch der Wirkverstärker allgemein betrachtet die bessere Alternative in einer Pandemie ist (es geht schneller rauf mit dem Impfschutz), so ist möglicher Weise auch das Risiko für manche Menschen höher, ähnlich darauf zu reagieren wie die beschriebenen Ratten.
Da es jedoch keine Erfahrungen gibt, wie hoch das Risiko ist, kann ich dazu leider auch keine Aussagen machen.
Ich denke, dass man sich alle Spekulationen sparen sollte und im Zweifelsfall auch abwarten sollte, bis ein Impfstoff ohne Verstärker verfügbar ist.
Ich selber muss auch auf einen solchen Impfstoff warten und denke, dass dies bis Mitte Dezember dauern kann.
Wer jedoch kein Rheuma in der Familie hat und sonst auch keine systemischen Erkrankungen des Immunsystems, für den sehe ich auch keine erhöhte Gefahr.
 
Lasse ich mich selbst impfen?
Nun zunächst werde ich wie jedes Jahr meine Mitte-November-Imfluenza-Impfung wie gewohnt vornehmen lassen.
Dann warte ich, bis überhaupt wieder Impfstoff da ist und werde die lange, lange, LANGE Warteliste zügig abarbeiten. Je nachdem wie hoch die Aktivitäten der neuen Grippe zum Zeitpunkt der Impfstoffverteilung in meiner Stadt sein werden, werde ich mich natürlich auch gleich mit impfen lassen. Nicht weil ich Bammel vor der Schweinegrippe habe, sondern um die Infektionskette zu unterbrechen (wir Ärzte begegnen eben auch mehr Kranken) Bis dahin werde ich einfach sehr oft die Pfoten waschen, was ich übrigens jedem empfehle!!!
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Erste Rückmeldungen zur Impverträglichkeit aus meiner Praxis: Stand: 12.11.09
 
Häufig tat der Impfarm 1-2 Tage nach der Impfung weh und fühlte sich schwer an. Auch gaben einige einen leichten Temperaturanstieg innerhalb der ersten 24 Std an. Es wurde zum Teil von Kopfschmerzen, leichten Gliederschmerzen und Halskratzen berichtet. Anscheinend wird die Impfung von sportlichen Personen besser vertragen, dort gab es außer den schweren Arm am Tag danach keine besonderen Beobachtungen.
Von 30 Impflingen habe ich bei 2 Personen inzwischen die Rückmeldung, dass sie mit Fieber und Kopfschmerzen 2 Tage Zuhause bleiben mussten.
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Simultanimpfungen zweier Grippe-Impfstoffe, neues aus der Forschung: 13.11.09
 
Habe eben in einer Ärztezeitung gelesen, dass man inzwischen erste auswertebare Ergebnisse bei über 60 Jährigen gewonnen hat, nachdem die gleichzeitige Impfung der saisonalen Grippe und A/H1/N1 in der Regel problemlos vertragen wurde.
Das habe ich gleich mit einem Pharmakologen besprochen, denn ich bin der Meinung, dass ein Älteres Immunsystem nicht so reagiert, wie ein junges. Das hat mir der Kollege bestätigt und hält solche Studienaussagen nicht für Übertragbar auf die Allgemeinheit. Also Vorsicht!
 
Ich jedenfalls werde keine Simultanimpfungen vornehmen.

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