Zu Leadership gehört auch: richtig loben | © Getty Images

Wenn Sie diese 3 Dinge umsetzen, verlieren Sie keine Mitarbeiter mehr – garantiert!

Fehlende Wertschätzung zählt zu den häufigsten Gründen, den Job zu wechseln. Warum schaffen es so viele Führungskräfte nicht, echte Wertschätzung zu zeigen? – Ein Appell an alle Leader.

Noch immer ist fehlende Wertschätzung einer der häufigsten Gründe für Mitarbeiterwechsel. Und ehrlich gesagt: Ich kann es nicht verstehen. Wertschätzung kostet nichts – und bringt alles. Trotzdem scheitern viele Führungskräfte daran, ihren Mitarbeitern das Gefühl zu geben, gesehen und anerkannt zu werden.

Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie herausfordernd es ist, jedem Mitarbeiter gerecht zu werden. Jeder Mensch tickt anders, jeder hat eigene Bedürfnisse. Aber eines ist sicher: Jeder Mensch hört gerne Lob. Jeder möchte die Bestätigung, dass er gut ist, dass er richtig ist, dass er genug ist. Wertschätzung stärkt nicht nur das Selbstwertgefühl, sondern auch die Bindung ans Unternehmen.

Warum ist das so schwer?

Viele Führungskräfte sind im Tagesgeschäft gefangen, fokussieren sich auf Zahlen, Prozesse und Ergebnisse. Dabei vergessen sie, dass hinter jeder Zahl ein Mensch steht. Wertschätzung ist kein „Nice-to-have“, sondern ein entscheidender Erfolgsfaktor für Motivation, Loyalität und Leistung.

Doch es gibt noch tiefere Gründe: Führungskräfte bringen ihre eigenen Erfahrungen und Prägungen mit – oft unbewusst. Wer nie gelernt hat, Lob auszusprechen, wird es auch im Berufsleben schwerlich tun. In vielen Unternehmen herrscht noch die Mentalität: „Keine Kritik ist Lob genug.“ Aber mal ehrlich: Wo leben wir? Wie antiquiert ist das denn?

Lob auszusprechen, ist für manche tatsächlich eine Hürde. Und diese Hürde hat oft private Wurzeln. Sie liegt in der eigenen Erziehung, in Glaubenssätzen wie „Eigenlob stinkt“ oder „Man muss sich Anerkennung verdienen“. Wer so geprägt wurde, empfindet Wertschätzung als überflüssig oder sogar unangenehm.

Nur Führungskräfte, die aktiv an sich arbeiten und sich weiterentwickeln, durchbrechen diesen Kreislauf. Leadership bedeutet nicht nur Fachwissen, sondern auch emotionale Kompetenz. Und genau hier liegt der Schlüssel: Wertschätzung ist lernbar – wenn man bereit ist, sich selbst zu reflektieren.

Was können Führungskräfte konkret tun?

Hier drei einfache, aber wirkungsvolle Tipps

  1. Zweimal pro Woche bewusst loben
    Ob per E-Mail, Telefon oder persönlich – nehmen Sie sich Zeit, um echte Anerkennung auszusprechen.

  2. Jedes Gespräch mit Wertschätzung starten
    Beginnen Sie mit einem positiven Satz. Das kann ein Lob für die letzte Aufgabe sein oder sogar ein Kompliment für den neuen Pullover.

  3. Erfolge im Team sichtbar machen
    Große Leistungen sollten nicht im Stillen bleiben. Sprechen Sie sie im Team an – das stärkt nicht nur den Einzelnen, sondern auch den Zusammenhalt.

Und jetzt kommt der entscheidende Punkt: Es wird alles verändern, wenn Sie es schaffen, in der jeweiligen Situation nur diesen einen Satz auszusprechen. Probieren Sie es aus – ich bin gespannt auf die Veränderungen und freue mich über Ihr Feedback! 😊

Fazit

Wertschätzung ist kein Luxus, sondern Leadership-Basis. Sie kostet nichts, aber zahlt sich in Loyalität, Motivation und Erfolg aus. Also: Wann haben Sie Ihren Mitarbeitern zuletzt gesagt, wie gut sie sind?

Rebecca Hesselbach schreibt über Leadership, Karrieretipps, Recruiting-Trends, Homecare & Medizintechnik

Branchen-Expertin, Gründerin, Führungskraft, Mentorin, Visionärin, Hunde-Mama. Als Gesundheitsprofi und Gründerin von Hesselbach Personalvermittlung&Coaching verbinde ich Leidenschaft und Erfahrung. Meine Mission: Menschen in Jobs zu bringen, die sie lieben.

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