Die häufigsten „Brainteaser“ im Bewerbungsgespräch – und wie Du sie meisterst
Da gehst Du ohnehin nervös in ein Vorstellungsgespräch und dann stellen Dir die Personaler·innen auch noch fiese Fragen. Die Sprache ist von den sogenannten Brainteasern in Form von Fangfragen, Rätseln, Denkaufgaben & Co. Aber die gute Nachricht lautet: Mit folgenden Tipps brauchst Du davor keine Angst mehr zu haben.
Brainteaser sind unter Personaler·innen äußerst beliebt. Aber nein, sie möchten Dich damit nicht ärgern oder aus dem Konzept bringen. Stattdessen können sie wichtige Schlüsse daraus ziehen, wie Du mit der ungewöhnlichen Frage umgehst oder eine Problemstellung löst. Anstatt Angst vor solchen Brainteasern zu haben, solltest Du Dich daher ausgiebig vorbereiten. Dann kannst Du jede der Aufgaben meistern – selbst, wenn Du nicht die richtige Lösung findest. Darauf kommt es gar nicht an. Allein dieses Wissen wird Dir viel Nervosität nehmen. Bleibt nur die Frage offen, worauf die Personaler·innen stattdessen achten und wie Du mit einem Brainteaser richtig umgehst?
Typische Beispiele für Brainteaser in Vorstellungsgesprächen
Der Kreativität der Personaler·innen sind kaum Grenzen gesetzt, wenn es um die Formulierung von Brainteasern geht. Es ist daher unmöglich vorherzusehen, welche Aufgabe Dir gestellt wird – oder in welche Richtung sie geht. Denn Brainteaser können vielfältige Formen annehmen, zum Beispiel als
Schätzfrage,
Rechenrätsel,
Rollenspiel,
Fangfrage,
Denkaufgabe,
hypothetische Frage oder
„Trial-and-Error“-Problem.
Und damit ist die Liste an Möglichkeiten noch lange nicht zu Ende. Zudem unterscheiden sich die Aufgaben innerhalb jeder dieser Kategorien ebenfalls enorm. Es macht daher keinen Sinn, Dich auf alle möglichen Brainteaser vorzubereiten und die richtigen Antworten auswendig zu lernen. Wie bereits erwähnt, gibt es die eine richtige Antwort in den meisten Fällen ohnehin nicht.
Brainteaser „richtig“ lösen – so geht’s!
Wenn Dir im Bewerbungsgespräch also Fragen gestellt werden, wie „Wie schwer ist New York?“ oder „Wie würdest Du mir diesen Stift verkaufen?“, gilt es erst einmal Ruhe zu bewahren. Anstatt übereilt nach einer Lösung zu suchen, ist es wichtig, dass Du systematisch an die Lösung herangehst. Denn einer Sache kannst Du Dir sicher sein: Die scheinbar offensichtliche Lösung ist falsch. Es ist für Dein Gegenüber vollkommen in Ordnung, wenn Du um etwas Bedenkzeit bittest. Anstatt peinliches Schweigen einkehren zu lassen, erläuterst Du daraufhin Deine Gedankengänge, damit die Personaler·innen Deiner Lösungsstrategie folgen können. Nun gehst Du schrittweise vor:
Wiederhole den Brainteaser in eigenen Worten oder schreibe ihn auf. Falls es noch Unklarheiten gibt, darfst Du gerne Fragen stellen.
Prüfe, ob sich die Lösung bereits in der Frage selbst befindet. Das ist bei Trickfragen manchmal der Fall.
Wenn nicht, ist nun Kreativität gefragt. Probiere verschiedene Sichtweisen und Lösungswege aus. Es ist in Ordnung, falsche Denkansätze zu verwerfen und unterschiedliche Methoden anzuwenden.
Lass Dich nicht verunsichern. Selbst, wenn Du keine Lösung findest, ist der Versuch wichtig. Jetzt gilt es, Durchhaltevermögen und Zielstrebigkeit zu beweisen.
Sobald Du das Gefühl hast, die Lösung zu kennen, kannst Du versuchen, den Brainteaser aufzulösen. Selbst, wenn die Antwort falsch ist – oder es keine richtige Antwort gibt – konntest Du bestenfalls durch ein strukturiertes, kreatives sowie selbstbewusstes Vorgehen punkten.
Falls Du das Glück hast, die richtige Lösung zu kennen, solltest Du sie trotzdem nicht kommentarlos in den Raum werfen. Auch dann zählt der Lösungsweg, sprich Du musst begründen, wie Du auf diese Lösung gekommen bist. Erneut ist es deshalb nicht zielführend, die Antworten auf typische Brainteaser auswendig zu lernen.
So können sich Bewerber·innen sinnvoll vorbereiten
Das bedeutet allerdings nicht, dass Du Dich nicht auf Brainteaser vorbereiten kannst und solltest. Es ist durchaus hilfreich, ein Gespür für mögliche Fragen sowie Antworten zu bekommen. Eine Internetrecherche vorab ist daher sinnvoll – auch, um Dir ein bisschen die Nervosität zu nehmen. Zudem helfen folgende Maßnahmen:
Dein Allgemeinwissen auffrischen.
Grundlegende mathematische Fähigkeiten trainieren (Gleichungen lösen, Dreisatz, o. ä.)
Grundwissen in Physik und Geometrie auffrischen.
Das Schätzen verschiedenster Werte üben.
Weiterhin schadet es niemals, an Deinen grundlegenden Soft Skills zu feilen, mit denen Du im Vorstellungsgespräch punktest. Genau sie sind es schließlich, auf welche die Personaler·innen mit den Brainteasern abzielen. Dazu gehören Kreativität, Selbstbewusstsein, Hartnäckigkeit, Stressresistenz, Zielstrebigkeit, Problemlösungsfähigkeit, logisches Denken sowie analytische Fähigkeiten. Und zuletzt schadet es niemals, ein größtmögliches Wissen über die Branche sowie das Unternehmen mitzubringen. Dann bist Du für das Bewerbungsgespräch im Allgemeinen, aber eben auch für potenzielle Brainteaser optimal gerüstet. Viel Erfolg!
Hast Du weitere Tipps für den Umgang mit Brainteasern? Wie können sich Bewerber·innen vorbereiten? Schreibe gerne einen Kommentar.

