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Martin Gaedt

Martin Gaedt

Insiderfür Ideen rocken, 44 Fragen, cleveres Recruiting

Alles geht nicht... bis es jemand MACHT. Idee = Grenze weg

© Provotainment GmbH

Jede Idee verschiebt Grenzen. Die Grenze des Offensichtlichen. Die Grenze des Bekannten. Hinter jeder Grenze liegt das Unbekannte. Ideen holen Neues ins Licht, machen sichtbar und bekannt. 

Neues lässt sich immer schwer beschreiben, denn die Vision des Neuen muss in alten Worten transportiert werden. Das klappt meistens nicht. Sofort schallt aus Mündern aller Besserwisser: "GEHT NICHT". Sorry, aber 'geht nicht' ist schlicht sinnentleerter Schwachsinn. Lachen wir lauthals über 'geht nicht' – die zwei unsinnigsten Worte. Dieselben Leute, die 'geht nicht' sagen, nutzen selbstverständlich die Errungenschaften, für die andere Menschen gekämpft haben. Alles, was wir im Alltag verwenden, waren mal verrückte Ideen.

Ob etwas geht oder nicht geht, bestimmen NIE die Personen, die 'geht nicht' sagen, sondern die Menschen, die es machen. Es ist nie die Frage, ob etwas geht oder nicht geht. Im Kern steht mit einer Idee die Frage im Raum, wer sie anpackt und macht. Nicht alles, das wir anpacken, klappt. ABER alles, das wir HEUTE nutzen, war mal eine Idee, die ein Mensch im Kopf hatte und dann umgesetzt hat. Dabei ist diese Person über Mauern gestiegen und hat Grenzen überwunden. Jenseits des Bekannten - quasi in der Dunkelheit. Unsichtbar für alle außer eine Person mit der Idee. Innerhalb des Offensichtlichen gibt es nichts Neues. 

Kritik, Widerspruch und Neugier sind die Basis für Ideen, gepaart mit Humor, Überraschung und Risiko. Harmonische Systeme sind dumme Systeme. Innovation ist Regelbruch. Das Neue braucht Menschen, die lachend Grenzen überschreiten, fest an ihre Vision glauben und Ideen gegen alle Widerstände durchboxen. Im Weg steht dabei häufig das menschliche Bedürfnis nach Sicherheit und Harmonie, das beharrlich am Bewährten klebt.

Die Vision ist der Motor, um zu starten. Sie darf nicht zu gigantisch und umwerfend groß sein, sonst fängt man nie an, aktiv zu werden. „Die Entfernung zwischen Traum und Realität nennt man Aktivität“, sagt Hermann Scherer, inspirierender Querdenker. Ein einziges Wort: Aktivität. So einfach? Vielleicht gerade deshalb so schwer? Vision klingt so angenehm weit weg. Ist eh unerreichbar. Aber in Gedanken schön! Aktivität klingt nach anpacken, aufstehen, aktivieren und nach Anstrengung. Muss das sein? Wenn Sie Ihre Vision erreichen wollen, ja. Wenn Sie Ihre Idee umsetzen wollen, ja. Ein einziges Wort: Wollen. Wollen Sie Ihre Vision zum Leben erwecken? Dann werden Sie aktiv. Anders geht es nicht. Niemand sucht für Sie Ideen. Niemand findet für Sie Ideen. Und erst recht setzt niemand Ihre Ideen für Sie um. Wollen Sie Aktivität? 

Sagen Sie jetzt Nein, ist das völlig in Ordnung. Niemand zwingt Sie. Niemand merkt es… außer Ihnen. Ziele sind vorrangig Ihr eigener Maßstab zur Beurteilung Ihres Handelns. Um der Vision näher zu kommen, planen Sie große Schritte oder viele kleine Schritte. Wie es zu Ihnen passt! Schritt für Schritt gehen Sie auf die Vision zu. Eine Vision wird machbar, wenn Sie Ziel für Ziel definieren, Stufe um Stufe gehen und Aktivität für Aktivität umsetzen. Mit jeder Stufe sind Sie dem Gipfel näher, mit jedem erreichten Ziel haben Sie ein Erfolgserlebnis. Deshalb können viele kleine Ziele Ihre Motivation stärken. Das klingt alles banal. Und das ist es auch. Es gibt keinen Zaubertrank.

Alles, was wir heute selbstverständlich nutzen, war mal neu! VERRÜCKT. ODER? Alles, was Sie täglich anfassen, wurde zuerst abgelehnt. ‚Geht nicht‘ stimmt immer nur solange, bis es jemand macht. Besserwisser halten sich für sehr schlau, wenn sie Ideen runterputzen und der Lächerlichkeit preisgeben. Dabei ist 'geht nicht' einfach nur dumm. Wenn ein Baby geboren wird, weiß niemand, welche Stärken und Schwächen es hat. Niemand kann ad hoc sagen, welche Talente entdeckt und trainiert werden. Ein Baby wird erst mal gewaschen, warm angezogen, geküsst, gestillt und geliebt. 

Ideen sind wie Babys, schutzlos den Menschen ausgeliefert und anvertraut. Geben Sie Ideen zuerst Liebe, Wertschätzung und Wärme. Zuerst gilt es, die Idee zu verstehen, Fragen zu stellen, die Idee anzureichern und besser zu machen. Konstruktive Kritik ist gefragt, also Fragen, die weiter denken. Destruktive Kritik hingegen tötet Ideen und hat beim Spinnen Hausverbot. Natürlich werden Ideen später intensiv geprüft, bewertet und aussortiert. Die meisten Ideen werden nie umgesetzt und sind sogar wertlos. Aber das wissen Sie nie bei der ersten Begegnung. Ideen sind wie Rohdiamanten in unscheinbaren Kieselsteinen. Jede Idee, die wir heute bewundern, wurde zuerst abgelehnt. Das heißt nicht, dass jede abgelehnte Idee gut ist.

An alle UnternehmerInnen und KollegInnen, die Ideen im Unternehmen wollen: Nehmen Sie Ideen ernst. Suchen Sie Rohdiamanten. Beachten und unterstützen Sie Menschen mit Ideen. Vergessen Sie nie den Todesstreifen, der sich quer durch Deutschland und Berlin zog.

28 lange Jahre

Mauer! Schock!

Jede Idee geht

über Grenzen!

NEU = jenseits

des Bekannten

Über den Autor

Martin Gaedt
Martin Gaedt

Autor, Buch & Vortrag ROCK YOUR IDEA – Gewinner: Alternativer Wirtschaftsbuchpreis 2016

Insiderfür Ideen rocken, 44 Fragen, cleveres Recruiting

Seit 1997 begeistert mich gezielte Ideen-Entwicklung. Fragen stellen. Zutaten sammeln. Ideen mixen. Testen. Neu mixen. Machen. Alles geht anders. Es gilt, mutig Regeln zu brechen. Mit "Mythos Fachkräftemangel" stelle ich Personalgewinnung infrage. Ich liebe Provotainment - unterhaltsame Provokation.
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