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Marcus Maximilian Wöhrl

Marcus Maximilian Wöhrl

für Gesellschafts- adaptives Hamsterfutter

Ja zum "konsequenten" Grundeinkommen !!!

Die noch nicht "fertige" Idee - Das bedingungslose Grundeinkommen

Warum ein "bedingungsloses" Grundeinkommen?

Ich würde mich nun wahrlich nicht als Anhänger sozialromantischer Phantasien sehen, aber die Ablehnung vieler linker und rechter Kreise gegenüber dem "bedingungslosen" Grundeinkommen kann ich wahrhaftig nicht nachvollziehen. In meinen Augen wäre das bedingungslose Grundeinkommen die fairste Variante, alle Bürger in Deutschland gleichzustellen und würde jedem einzelnen die Selbstbestimmung und Selbstverantwortung geben, die in meinen Augen richtig und wichtig ist. Ich sehe daher das "bedingungslose" Grundeinkommen eher als ein liberales Erfolgskonzept für die freie Marktwirtschaft.

Was wären die Folgen?

  1. Die gesellschaftliche Spaltung könnte überwunden werden: Die Diskussionen um angebliches Sozialschmarotzertum auf der einen Seite und Benachteiligung durch die da "Oben" auf der anderen Seite würden ein Ende haben. Jeder wäre für sich selbst verantwortlich und könnte seinen Lebensunterhalt selbstbestimmen.
  2. Die Bürokratie würde abgebaut werden: Das Argument, wie der Staat sich ein Grundeinkommen für jeden leisten könne, lasse ich nicht gelten. Durch das bedingungslose Grundeinkommen würden alle sonstigen sozialen Grundsicherungen und Subventionen wegfallen.  Auch die Bürokratie und Behörden, die diesen Apparat betreuen, wären in diesem Umfang nicht mehr erforderlich. Dadurch hätte man mit einem Schlag den lang ersehnten Bürokratieabbau.
  3. Aggressivität weicht der Gleichgültigkeit: Denen, die Angst davor schüren, dass dann manche Menschen überhaupt nicht mehr arbeiten würden, kann ich nur sagen: Wer nicht arbeiten will, schafft es bereits heute, sich zu drücken. Warum ärgern? Wenn jemand mit der Grundsicherung zufrieden ist, dann lasst ihn davon leben. Jeder hat die gleiche Basis und kann mehr daraus machen, wenn er möchte - er muss aber nicht.

Wie sollte das Konzept aussehen?

Als Grundprinzip muss gelten: einfach und konsequent! Alle Einwohner mit dauerhafter Aufenthaltsgenehmigung in Deutschland sollten ab Ihrem 16. Lebensjahr 1000 € netto monatlich unabhängig Ihres Beziehungsstatus, Herkunft, Religonszugehörigkeit oder anderer irrwitziger Kriterien erhalten.

Dieses Grundeinkommen erhalten sie bis ans Lebensende. Davor bekommt jeder das "Kindergeld", welches immer 50% des bedingungslosen Grundeinkommens umfasst. Die 1000 € werden alle zwei Jahre an den Verbraucherpreisindex angepasst. Auf der Gegenseite entfallen alle weiteren bisher geltenden Sozialleistungen. Mit diesem Geld muss jeder seine Wohnung, seinen Lebensunterhalt, aber auch seine persönliche Weiterbildung nach der Schulzeit selbst finanzieren.

Auf der anderen Seite müssten konsequenterweise auch Arbeitslosenversicherungs- und Rentenversicherungszahlungen von Arbeitnehmern entfallen. Eine zusätzliche Rente oder ein Arbeitslosengeld gibt es nicht mehr.

Schlussendlich muss einhergehend auch ein vereinfachtes Steuersystem eingeführt werden. Dieses müsste in der Summe auch zu einer höheren Besteuerung führen. Es wäre aber auf Ausgaben (Mehrwertsteuer) und nicht auf Einnahmen (Einkommenssteuer) ausgerichtet, denn so wird trotz Grundeinkommen Anreiz zur Arbeit geschaffen.

Woran kann ein Grundeinkommen scheitern?

Nur wenn es konsequent und „bedingungslos“ eingeführt wird, macht das bedingungslose Grundeinkommen einen Sinn. Sobald wieder angefangen wird eine Gesellschaftsgruppe zu diskriminieren oder zu bevormunden, ist das System eine Todgeburt. Daher ist das „bedingungslose“ Grundeinkommen nicht wegen des Wortes "Grundeinkommen" sondern wegen des Wortes "bedingungslos" so stark umstritten. Womit würde man noch Sozialpolitik betreiben und auf Wählerfang gehen können, wenn jeder für sich selbst sorgen müsste und der Staat niemand mehr beschützen oder aber beschenken kann, muss oder darf ...? Denn möchte der Bürger oder die Bürgerin wirklich für sich selbst sorgen, bzw. kann jeder das oftmals gewünschte gleiche Recht für ALLE am Ende wirklich akzeptieren?

Fazit

Das bedingungslose Grundeinkommen wäre wünschenswert, solange es konsequent vom 16. Lebensjahr bis zum Tod für jedermann gilt. Alle anderen staatlichen Sozialleistungen und Subventionen des Staates entfallen. Arbeitslosenversicherungs- und Rentenversicherungszahlungen von Arbeitnehmern müssen abgeschafft und zudem das Steuersystem auf eine stärker geprägte und höhere Konsumsteuer angepasst werden.

Über den Autor

Marcus Maximilian Wöhrl
Marcus Maximilian Wöhrl

Vorstand, Dormero Hotel AG

für Gesellschafts- adaptives Hamsterfutter

Geistig verwirrter Jungunternehmer, welcher augenscheinlich die Rolle eines Hamsters in einem Rad einnimmt, um in jener von Bürokratie und Regularien durchsetzten deutschen Wirtschaft verzweifelt versucht an sein Futternäpfchen zu kommen.