Ibrahim Evsan

Ibrahim Evsan

for Digital Leadership

Xing: Das perfekte Profilbild

Ohne Foto kein Gesicht. Das Profilbild ist im Social Web, besonders hier bei XING, ist das Aushängeschild Deiner Persönlichkeit. Hier sind die wichtigsten Tipps, wie Du Dich zur unverkennbaren Marke machst.

Zum Beispiel heißt Facebook aus gutem Grund Facebook: Ein aussagekräftiges Profilbild, das Dich in den sozialen Netzwerken mit Deiner ganzen Persönlichkeit wiedergibt, ist zentral. Hier geht es im wahrsten Sinne des Wortes darum, Gesicht zu zeigen.

Unser Name und unser Gesicht sind die wichtigsten Assets im Web. Das Profilbild (aber auch alle weiteren Bilder) repräsentiert Dich als Persönlichkeit, es ist ein Gruß an alle Deine Kontakte. Ein aktuelles Porträt ist eine Art zu sagen: “Hallo, hier bin ich und grüße euch. Im Großen und Ganzen bin ich voll zufrieden. Macht euch keine Sorgen. Ich freue mich über euch.”

Sei eine unverkennbare Marke

Dein Profilbild ist also viel mehr als nur ein Bild von Dir, ob im Geschäftsleben oder privat. Im Web sind die Übergänge fließend. Das Bild sollte “Dich” deswegen in Deiner Einzigartigkeit wiedergeben.

Jeder hat etwas, das ihn von allen anderen unterscheidet. Ein Bild ist notwendig, um wiedererkannt zu werden, im Gedächtnis zu bleiben und ein Thema mit Deiner Ausstrahlung zu belegen. Es hat einen hohen Wiedererkennungswert, weshalb es sich auszahlt, auf allen Plattformen dieselbe Aufnahme zu verwenden. Da unsere Zeit immer schnelllebiger wird, hilft Dir Dein Bild so, Dich fest im Gedächtnis anderer Menschen zu verankern.

Die persönliche Selbstvermarktung bzw. Personal Branding ist in der modernen, digitalisierten Welt zur Selbstverständlichkeit geworden. Ob wir wollen oder nicht: Wir tragen jeden Tag dazu bei, unsere Persönlichkeit weiter zu entfalten – und teilen dies auch über unser Profilbild unseren Freunden und Kontakten, ja letztlich der ganzen Welt, mit.

Die wichtigsten Fragen: Brauche ich dafür einen Fotografen? Wie lässig sollte ich auf dem Bild aussehen? Wie oft sollte ich mein Profilbild wechseln? Was sollte im Hintergrund zu sehen sein? Welche 5 Fehler kann ich machen?

Hier sind unsere Top-Tipps für das perfekte Profilbild:

Investiere in Dein Bild und Deine Ausstrahlung. Lasse die Bilder von einem Profi anfertigen. Zeit und Geld sind hier gut angelegt. Das Foto soll schließlich nicht nur ein Schnappschuss sein, sondern Deine ganze Persönlichkeit wiedergeben und Sympathie und Offenheit ausstrahlen. Ich habe immer die Erfahrung gemacht, dass ein guter Fotograf ca. 700 bis 1000 Euro verlangt. 

Du brauchst einen Fotografen, der sein Handwerk versteht. Idealerweise hat er bereits einige Jahre als professioneller Porträt- und Businessfotograf gearbeitet. Wichtig: Die Chemie zwischen dem Fotograf und Dir muss stimmen. Frage im Bekanntenkreis, ob jemand bereits gute Erfahrungen mit einem Fotografen gemacht hat. Das kann Dir bei der Auswahl helfen. Je bekannter der Fotograf ist (also auch im Social Media), desto mehr wird Google Dich belohnen und Dein Bild besonders gut oben zu zeigen. Das hat tatsächlich eine Indikation, die wir als Unternehmen festgestellt haben. 

Suche bitte Deinen Namen bei Google und schau bei Bilder oben in der Leiste. Bist Du mit dem Ergebnis zufrieden?

Kläre die Rechte mit dem Fotografen ab. Du solltest mit ihm vereinbaren, wo und wie lange Du Dein Foto verwenden kannst. Im Regelfall sollten die Nutzungsrechte in vollem Umfang und ohne zeitliche Befristung bei Dir liegen. Also eine Buy Out Regel. 

Du brauchst Business-Porträts, die Deine individuelle Ausstrahlung widerspiegeln. Das solltest Du im Vorfeld mit dem Fotografen unbedingt klären. Lasse keine Bewerbungsfotos und natürlich erst recht keine Passbilder anfertigen.

Lasse alle zwölf Monate ein neues Bild anfertigen. Denn man wächst an seinen Aufgaben und jedes Jahr zeichnet neue Spuren in Deiner Ausstrahlung. Man reift und verändert sich. Auch Deine zunehmende Zufriedenheit und Ruhe zeigen sich in Deinem Gesicht.

Verwende kein Frühlingsbild und auch kein Herbstbild. Dein Profilbild muss das ganze Jahr über und in verschiedenen Kontexten funktionieren.

Dein Outfit sollte in erster Linie authentisch sein. Trage die Farben, die Du gerne magst. Optimalerweise hast Du zum Shooting ein bis zwei alternative Outfits dabei. Dann kannst Du später das Bild wählen, das Dir am besten zusagt.

Bei Männern ist es in der Regel mit etwas Puder getan, bei Frauen hingegen sollten Schminken und Haare stylen zu jedem Fotoshooting gehören. Es ist Dein Tag, es geht um Dich. Viele Fotografen arbeiten mit Make-up-Artists zusammen, die auch während dem Shooting darauf achten, dass nichts verrutscht oder verschmiert. Ein Make Up Artist kostet ca. 300 bis 400 Euro. Ich empfehle Aylin Halman - bisher die beste Make-Up Artistin, die ich erleben durfte. 

Hier noch drei weitere Tipps zur Kleidung:

  • Helle Kleidung wirkt freundlich
  • Dunkle Kleidung strahlt Seriosität aus
  • Bitte keine karierte oder zu stark gestreifte Kleidung
  • Du fühlst Dich unwohl vor der Kamera? 

Wenn Du folgende Schritte beachtest, entsteht ganz leicht ein schönes, unverkennbares Bild von Dir:

  • Atme vor der Kamera tief in Dich hinein. Bei jedem Einatmen richtest Du Dich innerlich weiter auf. Finde Deine Mitte, bis Du Dich im Stand stabil und gut fühlst. Es ist so, als würdest Du Dich in den Raum um Dich herum „erweitern“.
  • Lächle aus dem Herzen. Das schaffst Du leicht, indem Du die Liebe in Dir fühlst. Lass allen Ärger und Sorgen für einen Moment unbeachtet. – Keine Angst. Sie laufen nicht weg – Freue Dich über den Moment. Freue Dich, dass sich der Fotograf Zeit für Dich nimmt. Freue Dich, dass ein neues Bild von Dir entsteht.
  • Atme die Liebe ein und strahle beim Ausatmen ganz natürlich Deine Liebe aus.
  • Schaue direkt in die Kamera. So schaffst Du Augenkontakt mit Deinen Kontakten im Social Web. Denn Du lächelst und strahlst keine Kamera an, sondern die Menschen, mit denen Du vernetzt bist: Deine Familie, Deine Freunde und Deine Geschäftskontakte.

Stell Dir die Frage: Wer bin ich? Sei die Liebe, die Du in Dir hast. 

Und was verrät uns das Profilbild einer Person auf Social-Media-Kanälen? Der berühmte erste Eindruck – nur ein Gerücht oder nachgewiesener Effekt? Wie schnell ziehen wir Rückschlüsse auf die tatsächlichen Eigenschaften dieser Person und wie sehr lassen wir uns bei unserer Wahrnehmung von verschiedenen Faktoren beeinflussen?

Das Profilbild – der erste Eindruck zählt

Wissenschaftler der Princeton University haben in einer Studie gezeigt, wie sehr sich unser erster Eindruck von Personen auf Profilbildern selbst durch kleinste Veränderungen der abgebildeten Person beeinflussen lässt. Die im Psychological Science Magazin veröffentlichte Studie beweist damit, dass wir nicht nur unterschiedliche Menschen anhand ihres Aussehens schnell beurteilen, sondern auch, dass wir dieselben Menschen, mit nur leicht veränderter Mimik, erneut anders einschätzen. Auf ein Profilbild trifft deshalb zu: Ein Bild eines Menschen, verschiedene Gesichtsausdrücke eines Menschen, verschiedene Meinungen über diesen Menschen. Das bedeutet auch, dass dieses schnelle Urteil sehr leicht zu beeinflussen ist und oft zu falschen Rückschlüssen über eine Person führen kann.

Partner oder Politiker?

Als weiteres Ergebnis der Studie gilt, dass wir die Profilbilder je nach Kontext wahrnehmen und einschätzen. Es macht also einen Unterschied, ob wir denken, es handle sich um ein Profilbild auf einer Dating-Plattform oder um ein Bewerbungsfoto für eine bestimmte Branche. Außerdem hat die Studie gezeigt, wie schnell, nämlich nach 40 Millisekunden, diese Einschätzungen bereits vorgenommen werden.

Das richtige Profilbild auf Social-Media-Kanälen

Wissenschaftliche Erkenntnisse wie diese helfen, das richtige Profilbild am richtigen Ort zu platzieren und damit ein erfolgreiches Personal Branding zu ermöglichen. Hier sind 5 Fehler, die Du vermeiden solltest, damit Dein Bild positive und echte Assoziationen weckt und keine Missverständnisse verursacht.

Dasselbe Bild auf allen Kanälen

Häufig wird dazu geraten, auf Grund der Wiedererkennbarkeit dasselbe Profilbild auf allen Social-Media-Kanälen zu verwenden. Das ist grundsätzlich nicht falsch, aber nicht jeder User nutzt jeden Dienst und jede Plattform auf dieselbe Weise und teilt dieselben Inhalte auf allen Kanälen gleichermaßen. Wenn es Unterschiede in der Verwendung von Twitter, LinkedIn und Instagram gibt – warum sollte dann das Bild immer gleich sein?

Nur ein einziges professionelles Bild

Zu wenig Zeit, zu wenig Zeit! Deshalb haben viele Unternehmer nur ein aktuelles professionelles Bild. Selbst dieses Bild kann jedoch durch gute und sinnvolle Effekte bearbeitet und damit an verschiedene Netzwerke-Profile angepasst werden.

Nicht an die Frisur gedacht

Während der erste Eindruck vor allem durch Augen und Lächeln beeinflusst wird, steht die Frisur an dritter Stelle, unabhängig davon, ob es sich um Männer oder Frauen handelt, die die Beurteilung abgeben.

Bei üblichen Werbefotos wird meist die Variante „Wind-geformt“ bevorzugt, weil sie den Eindruck eines natürlichen Looks, von Vitalität und Bewegung vermittelt. Dadurch wirkt die Person offen und vertrauenswürdig. Genau diese Eigenschaften sind der Schlüssel für erfolgreiche Profilbilder im Social Web.

Wer jedoch annimmt, die richtige Frisur wäre nur bei Frauen ein Thema, irrt sich. Die Frisur ist auch bei der Einschätzung von Männern sehr wichtig. Zu viel Gel und Haarspray können zu glatt und abschreckend wirken, Bilder, die mit viel Kontrast arbeiten, sollen extra männlich wirken. Doch zu viel Kontrast kann auch dazu führen, dass derjenige als arrogant und selbstverliebt wirkt.

Profilbild ohne Feedback

Viele Menschen lehnen es ab, die Meinung anderer zu ihrem Profilbild einzuholen. Aber da es doch schließlich auf die Meinung der Betrachter ankommt, ist der einzige Weg herauszufinden, ob es sich um ein geeignetes Bild handelt oder nicht, die Zielgruppe zu fragen. Gerade Gruppen auf LinkedIn können bei dieser Beurteilung helfen, denn sie bestehen aus Menschen mit ähnlichen Interessen und ähnlichen beruflichen Hintergründen. Ideal ist es sogar, zwei oder drei Bilder vorzuschlagen, aus denen das beste Bild ausgewählt werden soll. Dieses Vorgehen erzielt ein gutes Ergebnis und wird nicht als Unsicherheit aufgefasst.

Das Profilbild dient nur den sozialen Netzwerken

Du solltest über mehrere Varianten des Profilbildes verfügen, damit Du es dann nicht nur auf sozialen Netzwerken, sondern auch in anderen Bereichen einsetzen kannst. Die verschiedenen Perspektiven, Größen und Formate können hervorragend für Broschüren, Flyer und anderes Marketing-Material benutzt werden. Das bringt eine einheitliche Linie und dient damit der Markenbildung. Außerdem haben die verschiedenen Social-Media-Kanäle unterschiedliche Größenrichtlinien, sodass ein Standardbild nicht überall gleich gut passt oder wirkt.

Wenn Du diese Tipps beherzigen, dann wird Dein Profilbild dazu beitragen dass Du und Deine Personal Brand immer gut ankommen.

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About the author

Ibrahim Evsan
Ibrahim Evsan

Founder & Managing Director, Connected Leadership

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Mein Name ist Ibrahim Evsan, aber die Abkürzung „Ibo“ ist seit jeher mein Begleiter. Als Keynote Speaker und Experte für Social Media und Digital Leadership brenne ich ganz besonders für die Themen Connected Leadership, Big Data, Personal Branding und New Work.
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