Doktorandin / Doktorand
Doktorandin / Doktorand
- Art der Beschäftigung: Vollzeit
- 74.000 CHF – 110.500 CHF (von XING geschätzt)
- Vor Ort
- Zu den Ersten gehören
Doktorandin / Doktorand
Über diesen Job
Historisches Institut
Anstellungsbeginn: 1. September 2026
Befristung: 4 Jahre (48 Monate)
Am Historischen Institut der Universität Bern ist im Rahmen des vom Schweizerischen Nationalfonds (SNF) geförderten Forschungsprojekts «The Forgotten Fates of Soviet Prisoners of War and Forced Labourers in Switzerland: Escape from Extreme Violence to Swiss Internment and Repatriation to the Soviet Union» eine Doktorandenstelle zu besetzen. Das Projekt wird geleitet von Prof. Dr. Julia Richers (Professur für Neueste Allgemeine und Osteuropäische Geschichte) und Dr. habil. Carmen Scheide (Dozentur für die Geschichte Osteuropas).
Das Projekt untersucht erstmals systematisch die Geschichte der Internierung von rund 12 000 sowjetischen Geflüchteten in der Schweiz während des Zweiten Weltkriegs. Grundlage bilden umfangreiche, bisher kaum ausgewertete Schweizer Archivbestände, ergänzt durch deutsche und sowjetische Quellen. Das Projekt ist in vier Teilprojekte mit folgenden inhaltlichen Schwerpunkten gegliedert: (1) Flucht und Aufnahme in der Schweiz; (2) Internierungsalltag; (3) Repatriierung und weitere Schicksale; (4) Digitales Daten- und Visualisierungsprojekt, das erstmals ein full-circle mapping einzelner Biographien von der deutschen Gefangennahme über die Internierung in der Schweiz bis zur Repatriierung in die UdSSR ermöglichen soll.
Dieses Teilprojekt untersucht die Fluchtphase und die Begegnung mit dem schweizerischen Grenzregime bis zur anschliessenden Internierung. Es rekonstruiert Fluchtrouten in die Schweiz, Grenzübertritte, Aufnahmeverfahren und erste Befragungen durch Schweizer Behörden. Das Teilprojekt verknüpft Biografien, Gewalterfahrungen, Agency und Strategien der Geflüchteten mit einer Analyse politischer und bürokratischer Prozesse.
Zu den Aufgaben gehören insbesondere:
- Durchführung der relevanten Forschungsarbeiten sowie Abschluss der Dissertation innerhalb der Projektlaufzeit
- Präsentation der Forschungsergebnisse in Workshops, Kolloquien und auf Konferenzen
- Publikation mindestens eines wissenschaftlichen Artikels in einer Fachzeitschrift oder einem Band (open access)
- Kollaborative, wertschätzende und produktive Zusammenarbeit im Projektteam
- Unterstützung bei projektbezogenen administrativen Aufgaben, insbesondere bei der Organisation von Workshops und Konferenzen
- Präsenz vor Ort sowie Teilnahme am Institutsalltag und den Aktivitäten des Historischen Instituts
- Sehr guter Masterabschluss im Fach Geschichte oder in Osteuropa-Studien
- Sehr gute Kenntnisse in Deutsch und Englisch sowie idealerweise Grundkenntnisse in weiteren relevanten Quellensprachen (Russisch, Französisch, Italienisch)
- Erfahrung mit Archivarbeit erwünscht sowie Bereitschaft zu Forschungsreisen (u. a. nach Deutschland)
- Interesse am Themenfeld Zweiter Weltkrieg, Osteuropa/Schweiz, Kenntnisse historischer Methoden sowie Bereitschaft zur Einarbeitung in Methoden der Digital History
- Selbstständige, strukturierte und zuverlässige Arbeitsweise sowie ausgeprägte Teamfähigkeit
- Motivation für eine wissenschaftliche Qualifikation
- Vierjährige wissenschaftliche Qualifikationsstelle mit dem Ziel der Promotion
- Anregendes und kollegiales Arbeitsklima in einem engagierten Team
- Wissenschaftliche Expertise, engmaschige Betreuung und unterstützende Feedback-Kultur
- Gut ausgestattete Infrastruktur in einem Projektbüro sowie Projektmittel für Forschungsreisen
- Anstellungsbedingungen und Entlöhnung gemäss SNF-Richtlinien und den Regelungen der Universität Bern
- Motivationsschreiben
- Tabellarischer Lebenslauf
- Zeugniskopien / Notenübersichten
- Kurze Skizze des Dissertationsinteresses an Teilprojekt 1 (ca. 2 Seiten)
- Schreibprobe (z. B. Auszug aus der Masterarbeit) im Umfang von 10-20 Seiten
- Namen und Kontaktadressen von 2 Referenzpersonen
Die Bewerbungsgespräche finden voraussichtlich am 30. März 2026 statt (auf Einladung).
