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Institut für ethnologische Forschung

Erziehung, Bildung, Wissenschaft

Halle (Saale)

  • Art der Beschäftigung: Vollzeit
  • 45.500 € – 57.000 € (von XING geschätzt)
  • Hybrid
  • Zu den Ersten gehören

Wissenschaftliche*n Projektkoordinator*in (m/w/d)

Über diesen Job

Wissenschaftliche*n Projektkoordinator*in (m/w/d)

Arbeitgeber: Max-Planck-Institut für ethnologische Forschung

Kurzinfo

Tätigkeitsfeld
Wissenschaft und Technik
Ort
Halle (Saale)
Karte anschauen
Arbeitszeit
Vollzeit oder Teilzeit
Anstellungsdauer
Befristet
Bewerbungsfrist
31.03.2026
Laufbahn / Entgeltgruppe
Höherer Dienst
Kontakt

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  • eine inhaltliche Frage oder Anmerkung zu einem Stellenangebot haben
  • oder sich für die ausgeschriebene Stelle bewerben möchten

Tätigkeitsprofil:

Das Max-Planck-Institut für ethnologische Forschung in Halle (Saale) ist eines der führenden Forschungszentren auf dem Gebiet der Ethnologie (Sozialanthropologie). Forschungsleitend ist die vergleichende Untersuchung sozialer Wandlungsprozesse. Diese führt zu wichtigen Beiträgen zur ethnologischen Theoriebildung. Darüber hinaus befasst es sich auch mit Fragestellungen und Themen, die im Mittelpunkt aktueller politischer Debatten stehen.

Für das von der VW-Stiftung geförderte Projekt "The Challenges of Applying Muslim Family Law in Democratic Liberal States: A Comparative Action-Research Project” suchen wir zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine*n

Wissenschaftliche*n Projektkoordinator*in (m/w/d)

Projektbeschreibung

Das geplante Forschungsprojekt soll zu der sich rasch entwickelnden wissenschaftlichen Diskussion um das muslimische Familienrecht (im Folgenden: MFR) und die Menschenrechte beitragen, indem es eine umfassende, interdisziplinäre und vergleichende Analyse ausgewählter Aspekte des Eherechts sowie der Ehescheidung in vier Rechtsordnungen durchführt: Israel, Großbritannien, Deutschland und Italien. Die Untersuchung zielt darauf ab, die folgenden zentralen Forschungsfragen zu klären: (1) Welche Formen der Rechtsberücksichtigung islamischer Normen existieren in den untersuchten Ländern, wer institutionalisiert oder praktiziert diese, und in welchem institutionellen Kontext?; (2) Inwiefern gelingt es den vier Staaten, die Berücksichtigung des MFR mit ihren verfassungsrechtlichen, internationalen und transnationalen Verpflichtungen im Bereich der Menschenrechte sowie der Gleichstellung der Geschlechter zu vereinbaren?; (3) Werden die Maßnahmen zur Integration islamischer Rechtsnormen durch gesetzgebende Institutionen initiiert oder ergeben sie sich aus einer kumulativen Rechtsprechung von Gerichten in Verbindung mit zivilgesellschaftlichen Initiativen, insbesondere durch feministische Aktivistinnen und Organisationen?; (4) Wie beeinflussen unterschiedliche Akteure – darunter zivilrechtliche Gerichte und Schlichtungsinstanzen, Scharia-Gerichte, Scharia-Räte sowie islamische Gremien – die praktische Anwendung und Interpretation des MFR?

Das zentrale Forschungsziel besteht darin, einen vergleichenden analytischen Rahmen zu entwickeln, der die gewonnenen Erkenntnisse systematisch strukturiert und in eine Reihe von Modellrichtlinien für politische Entscheidungsträger überführt. Diese Richtlinien sollen dazu beitragen, islamische Rechtsnormen in einer Weise zu berücksichtigen, die sowohl den Standards internationaler Menschenrechtsverpflichtungen entspricht als auch den spezifischen Ansprüchen der muslimischen Minderheiten in Europa gerecht wird. Das Projekt verfolgt somit einen integrativen Ansatz, der Rechtspluralismus, Rechtskultur und Menschenrechte in einem kritisch-reflexiven Diskurs verbindet.

Ihre Aufgaben

  • Organisation und Planung:
    • Unterstützung der Projektpartner bei der Erstellung und Pflege von Projekt- und Zeitplänen sowie Plänen des personellen und materiellen Ressourceneinsatzes
    • Erstellen des Kooperationsvertrages in Abstimmung mit den beteiligten Projektpartnern
    • Planung und Organisation wissenschaftlicher Veranstaltungen z. B. Abschlusskonferenz
    • Unterstützung des Netzwerkaufbaus
  • Kommunikation
    • Funktion als zentrale Schnittstelle zwischen den Mitgliedern des Projektteams
    • Organisation, Moderation und Protokollierung von Meetings der Projektpartner
    • Berichterstattung und Kommunikation mit dem Drittmittelgeber und Institutsverantwortlichen
  • Controlling und Überwachung:
    • Überwachung und Kontrolle des Budgets
    • Sicherstellung der ordnungsgemäßen Verwendung der Projektmittel und zeitgerechten Abrechnung durch alle Partner
    • regelmäßige Überprüfung des Projektfortschritts
    • Erstellung von Statusberichten und Projektübersichten und Sicherstellung der Berichterstattung gegenüber dem Drittmittelgeber
  • Dokumentation
    • Archivierung und Verwaltung von Verträgen, Rechnungen und Berichten
    • Entwicklung einer Publikationsstrategie zur Veröffentlichung der Forschungsergebnisse

Anforderungsprofil:

  • Erfolgreich abgeschlossener akademischer Abschluss (Staatsexamen, Master oder gleichwertig) in Rechts- oder Sozialwissenschaften, vorzugsweise Promotion
  • Forschungserfahrung in bzw. wissenschaftliches Interesse an den folgenden Forschungsthemen: Rechtswissenschaften, Islam, Familienrecht, Migration, Menschenrechte
  • Berufserfahrung in der Koordination wissenschaftlicher Projekte
  • Analytisches Denkvermögen und eigenverantwortliches Arbeiten
  • Ausgeprägte Team-, Kommunikations- und Organisationsfähigkeiten
  • Sehr gute Deutsch- und Englischkenntnisse in Wort und Schrift

Unser Angebot

Wir bieten Ihnen eine interessante und verantwortungsvolle sowie abwechslungsreiche Tätigkeit in einem internationalen Arbeitsumfeld sowie ein gutes Arbeitsklima in einem freundlichen und aufgeschlossenem Team.

Die Stelle ist auf die Laufzeit des Projekts bis zum 31.12.2030 befristet. Die Anstellung erfolgt für die ersten 2 Jahre in Teilzeit (50 %, 19,5 Stunden/Woche) und ab dem 3. Jahr in Vollzeit (39 Stunden/Woche). Das Entgelt richtet sich nach dem Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst, Entgeltgruppe 13 TVöD-Bund. Darüber hinaus gewähren wir Sozialleistungen entsprechend den Regelungen für den öffentlichen Dienst, wie z. B. eine betriebliche Altersvorsorge, Jahressonderzahlung, Leistungsentgelt. Ferner bieten wir flexible Arbeitszeiten und die Möglichkeit zur mobilen Arbeit, ein Zuschuss zum Jobticket, ein betriebliches Gesundheitsmanagement sowie Kinderbetreuungsangebote in Kooperation mit örtlichen Kindertagesstätten. Der Arbeitsort ist Halle (Saale).

Die Max-Planck-Gesellschaft hat sich zum Ziel gesetzt, mehr schwerbehinderte Menschen zu beschäftigen. Bewerbungen schwerbehinderter Menschen sind ausdrücklich erwünscht.

Die Max-Planck-Gesellschaft strebt nach Geschlechtergerechtigkeit und Vielfalt. Ferner will die Max-Planck-Gesellschaft den Anteil an Frauen in den Bereichen erhöhen, in denen sie unterrepräsentiert sind. Frauen werden deshalb ausdrücklich aufgefordert, sich zu bewerben.

Kontakt
Haben wir Ihr Interesse geweckt? Dann freuen wir uns auf Ihre vollständige Bewerbung mit Motivationsschreiben, tabellarischem Lebenslauf sowie Ausbildungsabschlüssen und Arbeitszeugnissen bis zum 31.03.2026 über folgenden Link:

https://recruitingapp-5034.de.umantis.com/Vacancies/524/Application/New/1

Bei Fragen zur Bewerbung wenden Sie sich bitte an:

Personalverwaltung
Carolin Klevenow (klevenow@eth.mpg.de)

Fachliche Fragen richten Sie bitte direkt an die zuständige Institutsdirektorin, Prof. Dr. Marie-Claire Foblets (foblets@eth.mpg.de).

Weitere Informationen über das Forschungsprogramm des Max-Planck-Instituts finden Sie auf unserer Website: https://www.eth.mpg.de.

Gehalts-Prognose

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