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Universität für angewandte Kunst Wien

Erziehung, Bildung, Wissenschaft

Wien

  • Art der Beschäftigung: Teilzeit
  • Vor Ort
  • Zu den Ersten gehören

Wissenschaftliche*r Doktorand*in – PhD Position (m/w/d, 30 Wstd.) für 4 Jahre - Spatiotemporale Degradationsmodellierung von Dokumentenerbe

Über diesen Job

Bewerbungsfrist: 03.03.2026 - 05.04.2026

Wissenschaftliche*r Doktorand*in – PhD Position

30 Wochenstunden | befristet für 4 Jahre | Spatiotemporale Degradationsmodellierung von Dokumentenerbe

Die Universität für angewandte Kunst Wien schreibt eine Stelle als wissenschaftliche*r Doktorand*in – PhD Position (m/w/d, 30 Wochenstunden) für 4 Jahre im Rahmen des European Research Council (ERC) Starting Grant-Projekts SustainCARE aus, mit Schwerpunkt auf der spatiotemporalen Degradationsmodellierung von Dokumentenerbe. Die Stelle ist am Institut für Konservierung und Restaurierung angesiedelt und ehestmöglich, spätestens jedoch bis zum 01.06.2026, zu besetzen.

Projektkontext:

Sie werden Teil des Forschungsteams des ERC Starting Grant-Projekts Climate-Conscious Conservation of Documentary Heritage: An Integrated Multiscale Modelling Approach (SustainCARE,https://doi.org/10.3030/101220359), geleitet von Dr. Yun Liu.

SustainCARE vereint Heritage Science, Bauphysik, fortgeschrittene Modellierung und klimabewusste Erhaltung und bietet die einzigartige Gelegenheit, an einem international sichtbaren, hochkarätigen ERC-Projekt mitzuwirken. Unser Ziel ist es, ein ganzheitliches, multiskaliges Verständnis der Wechselwirkungen zwischen Dokumentenerbe und seiner Umwelt zu entwickeln. Dabei werden die Mechanismen der natürlichen Alterung entschlüsselt, molekulare Prozesse mit den Bedingungen in Depots verknüpft und die ökologische Resilienz von Dokumentenerbe aufgezeigt. Als Mitglied dieses Teams erforschen Sie nicht nur die Vergangenheit – Sie entwickeln die Werkzeuge, um deren Zukunft zu sichern. Gemeinsam erarbeiten wir nachhaltige Strategien, die den Zugang zur Konservierung demokratisieren und völlig neue Forschungshorizonte angesichts des Klimawandels eröffnen.

Ihre Aufgaben:

Der/die erfolgreiche Kandidat*in trägt zur Entwicklung von Degradationsmodellen für historisches Dokumentenerbe bei, indem mikroklimatische Dynamiken auf Materialebene, Einflüsse von Text- und Bildschichten sowie Monitoringdaten des natürlichen Alterungsprozesses berücksichtigt werden.

Zu den zentralen Aufgaben zählen:

  • Charakterisierung von Materialeigenschaften sowie des Feuchtetransportverhaltens von historischen Materialien.
  • Mitarbeit an der Entwicklung nicht-destruktiver Methoden zur Erfassung natürlicher Degradation unter Einsatz fortgeschrittener analytischer und statistischer Ansätze.
  • Entwicklung, Implementierung und Weiterentwicklung von Modellen, die mikroklimatische Prozesse (inkl. Feuchtetransport) mit Degradationskinetik integrieren.
  • Mitarbeit an Fallstudien mit internationalen Projektpartner*innen und Gedächtnisinstitutionen, inkl. Forschungsaufenthalten und Reisen innerhalb Europas.
  • Dissemination der Forschungsergebnisse durch Fachpublikationen, Teilnahme an internationalen Konferenzen sowie kreative Wissenschaftskommunikation (z. B. Social Media).
  • Aktive Mitwirkung am Projektgeschehen, insbesondere durch Unterstützung bei der Organisation von Workshops, Konferenzen und anderen Veranstaltungen.
  • Verfassung einer Doktorarbeit; die Promotionsvereinbarung ist innerhalb der ersten 12–18 Monate abzuschließen.

Ihr Profil:

Wir ermutigen ausdrücklich auch Bewerbungen von Kandidat*innen, die nicht alle Kriterien erfüllen, jedoch über eine solide Basis der quantitativen Analyse und die Motivation verfügen, im Projekt neue Kompetenzen aufzubauen.

Erforderliche Qualifikationen:

  • Masterabschluss in Materialwissenschaften, Chemie, Chemieingenieurwesen, Physik, Biologie, Heritage Science oder einem eng verwandten naturwissenschaftlichen Fach.
  • Gutes Verständnis relevanter analytischer Methoden und Instrumentenbedienung (z. B. Spektroskopie, Mikroskopie und/oder bildgebende Verfahren).
  • Erfahrung in quantitativer Analyse, z. B. Statistik, Scientific Programming und/oder numerischer Modellierung.
  • Sehr gute schriftliche und mündliche Englischkenntnisse (Arbeitssprache ist Englisch).
  • Selbstständige Arbeitsweise bei gleichzeitiger Teamfähigkeit; sehr gute Organisations- und Kommunikationskompetenz.

Wünschenswert (kann auch während des Projekts erworben werden):

  • Erfahrung mit Heritage Materials und deren Degradation.
  • Erfahrung mit bildgebenden Analyseverfahren, insbesondere Hyperspectral Imaging, oder die ausgeprägte Motivation, Expertise in diesen Techniken zu entwickeln.
  • Vertiefte quantitative Kompetenzen in Statistik, wissenschaftliches Programming und/oder Modellierung. Wir begrüßen insbesondere Bewerbungen von Kandidat*innen, die daran interessiert sind, Methoden der KI und des Maschinellen Lernens zur Analyse von Datensätzen des Kulturerbes einzusetzen.
  • Gutes Verständnis oder Erfahrung in der Modellierung von Feuchtediffusion.

Wir bieten:

  • Ein anregendes, transdisziplinäres Forschungsumfeld an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Kultur.
  • Strukturierte Doktorand*innenausbildung und Karriereentwicklung im Rahmen eines renommierten ERC-finanzierten Projekts.
  • Zielgerichtete Trainingsmöglichkeiten mit Projektpartner*innen und Kooperationspartner*innen.
  • Großzügiges projektbezogenes Forschungs- und Reisebudget für Dissemination und Forschungsbedarfe (gemäß ERC-Regularien).
  • Zugang zu moderner Laborinfrastruktur und Forschungsinstrumenten nach aktuellem technischem Standard.
  • Attraktive Sozialleistungen sowie einen zentral gelegenen Arbeitsplatz in Wien mit guter Erreichbarkeit.

Gehalt: Das monatliche Mindestbruttogehalt beträgt derzeit € 2.832,08 (14× jährlich, auf Basis von 30 Stunden/Woche) und kann je nach anrechenbarer, einschlägiger Vorerfahrung gemäß Kollektivvertrag für Universitäten (B1, Gehaltsschema wissenschaftliches/künstlerisches Universitätspersonal) entsprechend erhöht werden.

Vertragsdauer:

Der Vertrag ist zunächst auf 1 Jahr befristet und verlängert sich automatisch auf 4 Jahre, sofern die Arbeitgeberin nicht innerhalb des ersten Jahres eine Nichtverlängerungserklärung abgibt.

Bewerbung:

Bitte laden Sie Ihre Bewerbungsunterlagen bis zum 05.04.2026 über die Online-Bewerbungsplattform der Universität für Angewandte Kunst Wien hoch. Bewerbungen, die über andere Wege eingebracht werden, können nicht berücksichtigt werden. Bewerbungsgespräche (vor Ort oder online) sind für 23. und 24.04.2026 geplant.

Erforderliche Unterlagen:

● Publikationsliste (falls vorhanden)

● Forschungsskizze (max. 2 Seiten): Bitte reichen Sie einen vorläufigen Forschungsplan ein. Dieser soll Ihr Verständnis der Projektziele, den vorgeschlagenen methodischen Zugang zu den zentralen Aufgaben sowie einen groben Zeitplan zur Erfüllung der Promotionsanforderungen im Projektkontext umfassen. Dies hilft uns, Ihre Herangehensweise, technische Perspektive und Problemlösungsstrategie besser einzuschätzen.

● Kontaktdaten von zwei Referenzpersonen

● Bachelor- und Masterzeugnisse/Transcript of Records

Kontakt:

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Yun Liu (yun.liu@uni-ak.ac.at).

Über Universität und Institut:

Die Universität für angewandte Kunst Wien ist der nachhaltigen und verantwortungsvollen Gestaltung der Zukunft verpflichtet und verbindet lokal wie global relevante künstlerische, kreative und forschungsorientierte Arbeit. Ihr Leitbild betont die Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Herausforderungen durch die Vernetzung von Kompetenzen aus Kunst, Wissenschaft und kreativen Disziplinen – ein Ansatz, der transdisziplinäre Forschung zu komplexen Themen wie Klima, Materialien und Kulturerbe stärkt.

Das Institut für Konservierung und Restaurierung ist ein international anerkanntes Kompetenzzentrum für Konservierung-Restaurierung und die Bewahrung von Kunst- und Kulturgütern. Es bietet ein interdisziplinäres Umfeld, das Forschung, fortgeschrittene Methoden und praxisorientiertes Wissen verbindet – ideale Voraussetzungen für den modellierungsgetriebenen, klimabewussten SustainCARE-Ansatz zur Erhaltung schriftlicher Kulturgüter.

Gleichstellung:

Die Universität für angewandte Kunst Wien betreibt eine antidiskriminatorische Anstellungspolitik und steht für Chancengleichheit und Diversität. Wir intendieren eine große Bandbreite von Genderidentitäten, Alter, kulturellen, sozialen und ethnischen Hintergründen unserer Mitarbeitenden. Wir streben zudem die Beibehaltung des hohen Frauenanteils beim künstlerisch-wissenschaftlichen und allgemeinen Universitätspersonal insbesondere in Leitungsfunktionen an und fordern daher qualifizierte Frauen ausdrücklich zur Bewerbung auf. Bei gleicher Qualifikation und Eignung werden Frauen und LGBTQIA+ Personen – im Falle einer Unterrepräsentation an der Universität – vorrangig aufgenommen.

Die Universität für angewandte Kunst Wien begrüßt Bewerbungen von Menschen mit Behinderungen. Der Arbeitsplatz ist jedoch nicht vollständig barrierefrei für Personen mit eingeschränkter Mobilität.

Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung bis 05. April 2026!

Wissenschaftliche*r Doktorand*in – PhD Position (m/w/d, 30 Wstd.) für 4 Jahre - Spatiotemporale Degradationsmodellierung von Dokumentenerbe

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Unternehmens-Details

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Universität für angewandte Kunst Wien

Erziehung, Bildung, Wissenschaft

501-1.000 Mitarbeitende

Wien, Österreich

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