Immer mehr Deutsche nutzen digitale Bankingservices
Im Rahmen einer aktuellen repräsentativen Umfrage von McKinsey wurden 25.000 europäische Verbraucher aus 19 Ländern, darunter über 1.500 aus Deutschland, gefragt, wie sich ihr digitales Nutzungsverhalten im letzten halben Jahr verändert hat und wie die Prognose für weitere Änderungen in der nahen Zukunft aussieht.
Demnach ist die Nutzung digitaler Kanäle in fast allen europäischen Ländern in diesem Jahr etwas zurückgegangen, wohl auch eine Gegenreaktion auf den starken coronabedingten Anstieg vorher. 15 der 19 Länder verzeichnen nach Lockerung der Corona-Einschränkungen ein Wiedererstarken physischer Kanäle, etwa beim Einkauf im Supermarkt, im Modegeschäft oder dem Besuch der Bankfiliale. Deutsche Verbraucher bilden – der Analyse zufolge - eine der wenigen Ausnahmen.
Deutschlands Verbraucher werden digitaler
In Deutschland konnten seit vergangenem Jahr knapp 4 Millionen neue digitale Nutzer hinzugewonnen werden, die erstmals online einkauften, eine Versicherung abschlossen oder eine Reise buchten. Gegenüber 2021 entspricht das einem Wachstum von 5 Prozentpunkten und eine Annäherung des Digitalverhaltens an den europäischen Durchschnitt. Allerdings unterscheidet sich der digitale Nutzungsgrad zwischen den untersuchten Branchen teilweise erheblich.
Digitales Banking legt zu
Banking erlebt absolut den größten Zuwachs bei vollkommen digitalen Nutzern (+33 Prozentpunkte). Rund 86 Prozent der Nutzer von Bankdienstleistungen gaben an, diese ausschließlich digital zu nutzen. Der Wert stellt nach Unterhaltung (88 Prozent) die zweithöchste Durchdringung in der erwachsenen Bevölkerung dar.
Die digitale Nutzung beschränkt sich allerdings weitgehend auf Zahlungsverkehrsservices, wie Inlandsüberweisungen, Lastschriften und digitalen Zahlungsverkehr. Qualifizierte Bankgeschäfte werden von einer überwiegenden Mehrheit unverändert nicht (vollständig) digital erledigt.
Die Chancen im Digitalen für Banking sind also trotz positiver Entwicklung weiterhin groß. Fast jeder Dritte ist bereit, Bankgeschäfte komplett digital abzuwickeln und 26 Prozent wären es, wenn ein Kundenberater weiterhin erreichbar wäre. 43 Prozent verweigern sich allerdings einer vollständigen Nutzung digitaler Banking-Lösungen.
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