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Martin Gaedt

Martin Gaedt

für Ideen rocken, 44 Fragen, cleveres Recruiting

Ideen erleben und schmecken. 3 Tipps zur Umsetzung, Prototypen & Drehbuch. Hier wird mein Buch ROCK YOUR IDEA verschenkt

Die meisten Ideen sind Schrott. Andere Ideen sind Sprungbretter zur nächsten Idee. Die wenigsten Ideen sind Diamanten. Auch nach 20 Jahren täglichem Ideenfitness-Training schmeiße ich die meisten meiner Ideen weg.

Aber ACHTUNG: Sie wissen NIE sofort, welche Ideen Diamanten und welche Schrott sind.

Oder sind Sie ein Hellseher?

Was sagen Sie zu einem Baby? "Oh, wie süß" oder "Kann weg, hat kein Potenzial"? Niemand sieht einem Baby sofort die Talente an, die es in sich trägt. Mit Zeit, Fürsorge und Training werden sie entdeckt und entwickelt. Niemand würde beim ersten Kontakt die Potenziale eines Baby bewerten. Das ist ja auch absurd. 

Genauso absurd ist die sofortige Bewertung von Ideen. Rohe Ideen sind wie Babys: Klein, nackt, schwach und wehrlos. Und doch sagen Menschen häufig: Das geht nicht! Und schon ist die Idee tot. Woher wissen diese Menschen, dass es nicht geht? Wurden alle Potenziale der Idee ausgeleuchtet und die zukünftigen Möglichkeiten vertieft? Sieht man einer Ideen sofort an, was in ihr steckt? Ist spontan klar, welchen Nutzen sie zukünftig stiften wird? Was sie verändert und verbessert? 

Ich bin davon überzeugt, dass die Potenziale einer Idee nicht sofort offensichtlich sind. Dazu müsste man die Idee wertschätzen, durchdringen, in allen Details verstehen und ausprobieren. Ideen kommen nie perfekt aus dem Kopf. Erst in der Umsetzung und der Resonanz auf die Idee wird ihr Nutzen sichtbar. Ein Geistesblitz gibt die Richtung vor. Dann wird wochen- und häufig jahrelang verändert und verbessert, geschliffen und gefeilt. Netflix feiert dieses Jahr 20-jähriges Jubiläum. Sie kennen Netflix vermutlich erst seit zwei oder drei Jahren. Jedes erfolgreiche Unternehmen ist älter als wir denken. Ideen sind wie unscheinbare Kieselsteine. Wer kann ohne den perfekten Schliff ad hoc den zukünftigen Wert bestimmen?

Ideen brauchen die Chance, sich zu beweisen - im Ausprobieren. Mein Buch ROCK YOUR IDEA ist eine Liebeshymne für Mutige, Aufbrecher und Macher. Ideenfitness ist Träumen und Anpacken, Spinnen und Umsetzen. 2016 wurde ROCK YOUR IDEA prämiert mit dem Alternativen Wirtschaftsbuchpreis. Aktuell verschenken wir ROCK YOUR IDEA - Hardcover mit 120 Geschichten und 1.000 Fragen - Sie können es direkt hier bestellen. Humorvoll und unterhaltsam. Beim Lesen wird Ihre Kreativität sprudeln.

TIPP 1 zur Ideenrettung: Don't criticize, improve

Behandeln Sie Ideen wie Babys! Mit Fürsorge, Wärme, Interesse und Training. Mit der Zeit erleben Sie, ob eine Idee Talente hat. Wie wird aus der Raupe ein Schmetterling? Erste Aufgabe: Treten Sie nicht drauf. Das klingt einfach, ist es aber nicht. Wenn Ihnen Freunde oder Kollegen eine Idee erzählen, beißen Sie sich auf die Kritiker-Zunge. Im Kritisieren sind Menschen sehr schnell. Ein gezielter Schlag – und die Idee ist tot. Gehen Sie immer davon aus, dass Sie eine neue Idee noch nicht verstanden haben. Sie ist gerade erst geboren. Sie kennen das volle Potenzial der Idee noch nicht - wie beim neugeborenen Baby!

Ihre Aufgabe ist es, die Idee willkommen zu heißen. Eine Willkommenskultur für Ideen ist eine große Herausforderung. Bevor man die Idee nicht gewürdigt, verstanden und von allen Seiten betrachtet hat, ist der erste Eindruck oberflächlich. Nehmen Sie sich also Zeit. Waschen, wickeln, füttern! Lernen Sie die Idee kennen. Geben Sie ihr einen Namen. Schauen Sie ihr in die Augen, erkennen Sie das Wesen und suchen Sie gezielt nach Potenzial. Wenn niemand drauftritt, kann die Idee wachsen. Statt sich als Meister im Meckern zu profilieren, greifen Sie Ideen anderer Menschen konstruktiv auf und schenken Sie positives Feedback. Es geht um das Mitdenken, die Kernidee zu vertiefen und die Lösung besser zu machen. Spielen Sie mit der Idee. Üben Sie Wertschätzung.

Die Erste Hilfe der Ideenrettung heißt: Don't criticize, improve. Gemeint ist damit: Mach‘ die Idee besser! Reicher! Runder! Nützlicher! Wirksamer! Verfeinere die Idee! Schleife! Feile! Veredle sie mit Wertschätzung! Alle Energie fließt produktiv ins Fragen, Vertiefen und Improven. Assoziationen, verschiedene Blickwinkel und auch konstruktive, lebensbejahende Kritik. Das alles hilft gegen voreilige, destruktive Kritik. Die Stärken der Idee stehen im Fokus und werden angereichert. 

Die Idee wächst und wird schöner, stärker, selbstbewusster, wortgewandter und verständlicher. Wer erlebt hat, wie eine Idee aufblüht, besser, reifer, wacher, lebendiger, anschaulicher und spürbarer wird, der weiß, wie dieser magische Moment Euphorie auslöst. Menschen fangen Feuer. Draufzutreten verliert seinen Reiz. Die Idee bekommt Raum zum Atmen und zur Entfaltung des Potenzials. Entscheidend ist der Start. Was machen Sie? Draufhauen, kleinreden und töten? Oder willkommen heißen, verwöhnen und Leben einhauchen? Greifen Sie den ersten Geistesblitz auf? Beatmen, stärken, ergänzen, verbessern und veredeln Sie die Idee? Nachdem eine Idee gereift ist, tiefer gebohrt und breiter verstanden wurde, wird sie im Anschluss selbstverständlich gemessen, gewogen, kritisiert und häufig wieder verworfen. Aber nicht bevor das Potenzial erlebt wurde.

TIPP 2 zur Ideenrettung: SICHTBAR & ERLEBBAR

Wir können nur wahrnehmen, was unsere Sinne wahrnehmen. Wir schmecken, was wir essen und trinken. Wenn wir nass werden oder die Tropfen trommeln hören, regnet es. Wir Menschen sind Sinneswesen. Was wir nicht wahrnehmen, bleibt versteckt und unsichtbar. Schlimmer noch: Das gibt es für uns nicht. Das gilt für alles. Produkte, Probleme, Arbeitsplätze, Vereine und Ideen. 

Reisen und Musik-Festivals boomen. Dabei werden alle Sinne bedient. Fotos auf Sozialen Medien lassen uns teilhaben an Events weltweit. Youtube ist die zweitgrößte Suchmaschine. Wir leben in einer Erlebnisökonomie. Ideen konkurrieren mit Millionen anderen Ideen. Der Straßenkünstler Banksy sagte: "You have eight seconds." Länger schauen Menschen Kunstwerke nicht an. Mehr Zeit geben sie auch keinem Plakat, keiner Aktion, keinem neuen Produkt und keiner Stellenanzeige. In wenigen Sekunden ist die Aufmerksamkeit eines Menschen gewonnen oder verloren. Auch Ideen haben nur wenige Sekunden, um zu überzeugen. Dabei dringen Ideen in bereits bewohnte Räume ein. Wenn sich neue Ideen durchsetzen, verdrängen sie alte Ideen. Um so kraftvoller muss eine Idee auftreten.

Den echten Wert von Ideen kann nur die Realität zeigen. Bilder, Namen, Gerichte und Produkte lassen sich einfach testen. Zeigen Sie Ihr neues Logo, Ihr Werbeplakat, Ihre Stellenanzeige, Ihren Projektnamen, Ihr Design zehn Freunden und zehn Fremden. Gehen Sie dazu einfach auf die Straße. Sie wissen sofort, ob Ihre Botschaft verstanden wird. Dabei geht es nie um richtig oder falsch. Es geht um die Wirkung bei anderen Menschen. Welche Wirkung erzielt ein Bild, ein Name, eine Botschaft in Ihrer Zielgruppe? Passt die erlebte Wirkung zu dem, was Sie sich vorgestellen? Löst die Idee Assoziationen und Reaktionen aus, die Sie erwarten oder ganz andere? Schreiben Sie vorher auf, welche Wirkung Sie erzielen wollen. Vergleichen Sie Ihre Stichworte mit den Antworten der Tester. Wenn Sie Ideen testen, verraten Sie auf keinen Fall Ihre eigene Meinung. Hören Sie zu!

Prototypen sind verkörperte Fragen: Willst du mich? Wie wirke ich? Wie schmecke ich? Abstrakte Ideen können sich Menschen hingegen nicht vorstellen. Bauen Sie erlebbare Modelle. Mit einfachen Mitteln wird die Idee zum Leben erweckt. Sie verlasen Ihren Kopf und gehen zum Kunden. Vom Schreibtisch ins Tun. Dinge zum Anfassen und Ausprobieren überzeugen viel eher als trockene Konzepte. Mit vorhandenen Mitteln wird ein Aspekt der Idee ausprobiert, um schnell Erfahrungen zu sammeln. Für ein neues Souvenir von der Berliner Mauer haben wir den ersten Prototyp aus Gips gegossen. Touristen am Brandenburger Tor waren begeistert: „Toll! Kann man das kaufen?“ Beim Anfassen und Anheben kam der Ausruf: „Oh! Ist das schwer!“ Wir wussten: Die Idee weckt Interesse, aber das Material muss leichter sein. Mit einem leichtere Prototyp aus Holz testeten wir fünf verschiedene Größen. Erkenntnis: Zwei der fünf Größen wurden bevorzugt. Schlüsselanhänger und eine Art Buchstütze. Der dritte Prototyp war aus Kunststoff und wurde in Kautschuk gegossen, noch nicht im teuren Spritzguss. Mit dieser Mini-Serie konnten wir Kunden gewinnen und den Zwischenhandel informieren, bevor wir in die teuren Werkzeuge investierten. Wir haben mit der Idee laufen gelernt. Einfach testen und weiterentwickeln. Zu häufig wird mit einer Idee sofort die Umsetzung gestartet, ohne Laufen gelernt zu haben. Häufig ist die Idee gar nicht schlecht, aber ihr fehlt die nötige Reife. Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte. Ein Modell bietet Eindrücke, die Worte nicht vermitteln können.

„Die Entwicklung effektiver Prototypen ist vielleicht die wertvollste Kernkompetenz einer innovativen Organisation“, sagt Michael Schrage, Research Fellow am MIT Center for Digital Business. Alles kann getestet werden. Souvenirs, Materialien, Fitness-Geräte, Suppen, Musik, Plakate, Einladungen, Manuskripte, einfach alles. Wie kommt die Idee an? Jeder Testlauf löst Eindrücke und Assoziationen aus, die weiter führen. Häufig ist die Reaktion anders als erwartet. Mit Bildern und Prototypen wird greifbar, was in Ihrer Idee steckt, und sichtbar, wie andere darauf reagieren. Mit schnellen, konkreten Testläufen lernen Sie am meisten über Ihre Idee.

Innovation ist die hohe Kunst der Vermittlung. Von Ihrem Kopf in die Köpfe von Kollegen, Partnern, Vorgesetzten, Kunden. Ein Prototyp kann andere für die Idee gewinnen. Der erste Schritt ruft eine Reaktion hervor. Wie ein Bumerang kommt immer etwas zurück. Die Feedbacks aus der Realität sind die Nahrung für die Weiterentwicklung. Ungetestete, fehlerhafte Materialien kosten im schlimmsten Fall vielen Menschen ihr Leben wie bei dem ICE-Unfall 1998 in Eschede. Sowohl 1986 nach dem Absturz der Raumfähre Challenger als auch 2003 nach dem Absturz der Raumfähre Columbia wurde Kritik an der NASA laut, dass Tests nicht durchgeführt worden waren, um Kosten einzusparen. Prototypen machen Fehler sichtbar, bevor Produkte in Serie hergestellt werden. Sie vermeiden Schäden und hohe Folgekosten. Auch Dienstleistungen werden getestet. Für ein Suppe-to-go-Restaurant mieten Sie nicht zuerst den Laden, sondern kochen eine leckere Suppe und laden Nachbarn dazu ein. Wenn die Gäste Ihre Suppe außergewöhnlich lecker finden, dann ist die wichtigste Zutat zum Suppe-to-Go-Konzept erfüllt. Filmen Sie Ihre Testläufe. Zeigen Sie Partnern, dass den Kunden die Suppe schmeckt. Zeigen Sie Vertriebspartnern, wie Ihnen das neue Souvenir aus den Händen gerissen wird. Machen Sie Ideen unwiderstehlich in Geschmack und Erfahrung. Wenn Sie Ideen präsentieren, sollte das Wasser im Munde zusammenlaufen. Lösen Pilotprojekte und Prototypen Funken der Begeisterung aus? Oder ist die Idee doch kein Diamanten, sondern Stein und Geröll. Mit schnellen Tests sparen Sie viel Geld und wissen, ob die Idee hält, was sie verspricht. Krasse Flops werden beerdigt. Fantastische Senkrechtstarter bauen Sie weiter aus. 

Die Vermittlung des Neuen mit Worten ist ein großer Ideenfriedhof. Worte sind immer unbeholfen. Worte können Ideen nur teilweise oder falsch vermitteln. Worte verwirren oft mehr als dass sie helfen. Mit Worten fehlt das plastische Erleben der Idee, die Idee wird nicht sofort begriffen. Sobald es etwas zum Sehen und Anzufassen gibt, reagieren Menschen positiv auf Ideen. Es bedarf viel Kommunikation, um das Team, Vorgesetzte, Kooperationspartner und schließlich Kunden für die Idee zu gewinnen. Testen Sie schnell. Jedes Feedback bringt Sie weiter. Im Sommer waren meine Frau und ich im Forrest Point, einer Bar in Brooklyn. Dort tranken wir extrem leckere Cocktails. Der Chef der Bar mixt alle neuen Rezepte selbst. Alle Cocktails sind eine neue Geschmacksidee. Er mixt viel, probiert viel, testet den Geschmack, verwirft, probiert noch mal. Und noch mal. So testet er Tausende Cocktails, und seine Gäste bekommen die Besten serviert.

Tipp 3 zur Ideenrettung: Ein DREHBUCH für alle

Sie haben Ihre Diamanten getestet, manche verworfen und andere ausgewählt. Nun folgt der Feinschliff. Schreiben Sie ein Drehbuch zur Umsetzung der Idee. Wie einen Film. Stellen Sie sich einen Blockbuster zu Ihrer Idee vor. Was sieht man? Was passiert? Wie wirkt sie in der Zielgruppe? Ist sie gesellig oder verschlossen? Attraktiv oder ein Mauerblümchen? Schreiben Sie EIN Drehbuch für alle Beteiligte. Jede Innovation ist einmalig. So ist auch jeder Film ein Projekt mit einmaliger Besetzung, Schauspielern, Regie, Produktion, Ausstattung, Baubühne, Kamera, Ton. Die Menschen kennen sich zum Teil gut und zum Teil haben sie sich noch nie vorher gesehen. Damit die Zusammenarbeit dennoch klappt, gibt es beim Film EIN Drehbuch für alle Beteiligten. Eins für alle.

Das Drehbuch beschreibt Hunderte einzelne Szenen. Was sieht man? Was hört man? Was passiert? Anhand des Drehbuchs wissen alle Beteiligten, was getan werden muss und wer wann dran kommt. Entscheidend für die reibungslose Zusammenarbeit ist diese gemeinsame Basis, auf der alle Beteiligten arbeiten, vom Kabelträger über den Regisseur bis zum Schauspieler. Mit einem Drehbuch kann jeder die richtigen Dinge zum passenden Zeitpunkt tun. Alle haben dieselben Informationen über Inhalte, Dialoge, Handlungen, Beleuchtung, Ton. Auch in der Architektur gibt eine Zeichnung für alle Beteiligten. Und mit einer Partitur können Musiker alle einzelnen Stimmen nachvollziehen. Legen Sie sich fest. Schreiben Sie ein Drehbuch für die Umsetzung Ihrer Idee.

Ein Beispiel: Drehbuch zum Umbau eines Jugendzentrums. Was sieht man? Was hört man? Was passiert? Ganz konkret. Erste Szene. Man sieht 60 Schüler. Was hört man? "Zieht euch bitte die Schuhe aus!" und "Wo können wir die Schuhe hinstellen?" Nein. Doch nicht. Die erste Szene wird wieder zerrissen. Die konkrete Vorstellung, dass 120 Schuhe im Eingang rumstehen, zeigt: Die Idee ist Schrott. Fünf Jahre lang hatte sich dieser Mitarbeiter gewünscht, dass der Neubau so sauber bleibt. Die Konsequenz hatte er sich nie überlegt. Mit dem Bild der 120 Schuhe vor Augen stimmt er selbst gegen das Ausziehen. Aufschreiben und Festlegen zwingt zur Entscheidung. Was kommt ins Drehbuch? Was nicht? Schritt für Schritt gehen wir durch die Räume. Es wird gesponnen und gelacht. Immer merken die Ideengeber selbst, wenn die Beschreibung einer Szene den Rahmen sprengt. Wer die Konsequenzen seiner Idee ausspricht, der realisiert selbst, was passt und was nicht passt. Das Drehbuch zeigt die Konsequenzen hinsichtlich Zeit, Raum und Ausstattung. Mit dem fertigen Drehbuch begann die Umsetzung. Bei der Neueröffnung erkannten wir alle Details aus dem Drehbuch wieder. Das Drehbuch hilft, Neues konkret zu sehen und sich festzulegen. Projekte, Events, Gespräche, Präsentationen. Was sieht man? Was hört man? Was passiert?

Ohne das Drehbuch haben zwei Menschen die zweifache Menge an Bildern im Kopf. Zwanzig Personen bringen die zwanzigfache Menge mit. Schreiben Sie EIN Drehbuch. Sie bringen wilde Ideen konkret auf den Punkt. Während alle Bestandteile einer Idee im Kopf zusammenpassen, sieht die Realität meistens anders aus. Wenn Sie sich bei einem Aspekt nicht sicher sind, holen Sie Rat bei Experten. Ein 200seitiges Konzept klingt wie ein Drehbuch, kann aber komplett falsch sein, wenn man nie mit Kunden gesprochen hat. Nicht raten, FRAGEN. Geht es zum Beispiel um Holz aus dem Wald und Holzmöbel, sprechen Sie mit Förstern und Tischlern. Ein einziges Gespräch kann zeigen, dass alle Annahmen zum Markt falsch sind. Der Realitätscheck zeigt häufig, dass eine Idee auf falschen Annahmen fusst. Sie hält nicht, was sie verspricht. Häufig wird zu viel gedacht, zu wenig ausprobiert und nichts gefragt. Dann werden Scheinlösungen gefunden, die nichts lösen. Gereinigt von falschen Annahmen schreibt man ein neues Drehbuch.

Die Realität ist hart: Keiner wartet auf Ideen. Wir sind im Leben komplett eingerichtet. Das System funktioniert - mal besser, mal schlechter. 24 Stunden sind täglich randvoll ausgefüllt. Platz für Neues ist nicht vorgesehen. Neues ist immer der Kampf gegen Altes. Gegen Gewohntes. Gegen Vertrautes. Wird der Mehrwert des Neuen nicht verstanden, sagen Menschen: "Geht nicht". 

Lassen Sie Menschen den Nutzen Ihrer Idee erleben. Es muss schmecken und sichtbar werden.

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Über den Autor

Martin Gaedt
Martin Gaedt

Trainer, Training Gewinnovation

für Ideen rocken, 44 Fragen, cleveres Recruiting

Seit 1997 begeistert mich gezielte Ideen-Entwicklung. Fragen stellen. Zutaten sammeln. Ideen mixen. Testen. Neu mixen. Machen. Alles geht anders. Es gilt, mutig Regeln zu brechen. Mit "Mythos Fachkräftemangel" stelle ich Personalgewinnung infrage. Ich liebe Provotainment - unterhaltsame Provokation.
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