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SOS-Kinderdörfer weltweit

Über uns

Überall auf der Welt brauchen Kinder Hilfe. Armut, Kriege, Gewalt und Missbrauch treffen Kinder am härtesten. Die SOS-Kinderdörfer helfen, indem sie verlassenen Kindern wieder ein Zuhause geben und darüber hinaus arme Familien stärken, um ihr Auseinanderbrechen zu verhindern.

Das erste SOS-Kinderdorf wurde 1949 von Hermann Gmeiner in Imst, Österreich für Kinder, die im Krieg ihre Eltern verloren hatten, gegründet. In einer Zeit, in der verlassene Kinder hauptsächlich in Heimen groß wurden, war das Kinderdorf ein radikal neues Modell, das die Menschlichkeit und das individuelle, behütete Aufwachsen in den Vordergrund stellte. Hermann Gmeiner glaubte fest an diese Idee und ihre Verbreitung: „Das Kinderdorf muss leuchten und hinausstrahlen in die Welt.“ Tatsächlich fasste die Idee in kurzer Zeit in vielen Ländern Fuß. Bereits nach zehn Jahren gab es 20 SOS-Kinderdörfer. Heute sind es weltweit 533 SOS-Kinderdörfer.

Kinder in Not bekommen in den SOS-Kinderdörfern eine SOS-Mutter, Geschwister, ein sicheres Zuhause. Im schützenden Rahmen der dörflichen Gemeinschaft gelingt es den Jungen und Mädchen, wieder Mut zu schöpfen und zuversichtlich in die Zukunft zu gehen. Bis zum Einstieg ins Berufsleben und bei Bedarf noch länger sorgen die SOS-Kinderdörfer für das Wohl der ihnen anvertrauten Kinder. Zurzeit leben über 80.000 Kinder und Jugendliche in den 533 Kinderdörfern und 606 SOS-Jugendbetreuungsprogramme.

Hinzu kommen 237 SOS-Kindergärten, 183 Hermann-Gmeiner-Schulen und 93 SOS-Berufsbildungszentren, die auch Kindern und Jugendlichen der benachbarten Gemeinden offen stehen. Hier erhalten derzeit über 145.000 Kinder und Jugendliche eine fundierte Ausbildung, um später ein selbstbestimmtes Leben führen zu können.

In den 621 SOS-Sozialzentren und Programmen der SOS-Familienhilfe unterstützen die SOS-Kinderdörfer Familien in Risikosituationen aus den Gemeinden im Umfeld. Kinder zu schützen und notleidende Familien dazu zu befähigen, selbständig ihr Leben zu meistern ist der Kern der SOS-Familienhilfe, die von den Sozialzentren ausgeht. Weltweit laufen Programme, um Familien zu stärken, zum Beispiel mit Mikrokrediten, Erwachsenenbildung und -beratung oder Kinderbetreuung. So wird verhindert, dass Kinder aus Armut verlassen werden. Und die Familien werden befähigt, auf eigenen Beinen zu stehen. In Zukunft soll die Familienhilfe noch deutlich ausgebaut werden.

In den 63 SOS-medizinische Zentren bietet SOS dort, wo es keinerlei medizinische Hilfe gibt, meist Grundversorgung, Aufklärung, Prophylaxe und Impfaktionen, manchmal aber auch spezialisierte medizinische Hilfe für die Menschen der Umgebung an.

In Krisensituationen wie Bürgerkriegen, Hunger- oder Naturkatastrophen leistet SOS aus den bestehenden Strukturen heraus auch Nothilfe, derzeit in 13 Regionen weltweit. Oft entstehen aus diesen Nothilfe-Projekten neue SOS-Einrichtungen.

Insgesamt unterstützen die SOS-Kinderdörfer derzeit rund zwei Millionen Kinder und deren Angehörige.
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