Kennziffer: P1-2024 Professur für „Nachhaltigen Obstbau“ (w/m/d)
Kennziffer: P1-2024 Professur für „Nachhaltigen Obstbau“ (w/m/d)
Kennziffer: P1-2024 Professur für „Nachhaltigen Obstbau“ (w/m/d)
Kennziffer: P1-2024 Professur für „Nachhaltigen Obstbau“ (w/m/d)
Hochschule Geisenheim University
Erziehung, Bildung, Wissenschaft
Geisenheim
- Art der Beschäftigung: Vollzeit
- 52.500 € – 70.500 € (von XING geschätzt)
- Vor Ort
- Zu den Ersten gehören
Kennziffer: P1-2024 Professur für „Nachhaltigen Obstbau“ (w/m/d)
Über diesen Job
Im Rahmen einer gemeinsamen Berufung der Hochschule Geisenheim Universität (HGU) mit dem Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) ist nach dem Jülicher Modell am neuen ZALF-Standort in Geisenheim die folgende Professur zu besetzen:
Professur für "Co-entwickelte innovative Weinbausysteme" (w/m/d)
(Bes.Gr. W2 HBesG)
Kennziffer: P1-2026
Die Stelle ist mit der Leitung einer interdisziplinären Arbeitsgruppe am ZALF innerhalb des neu gegründeten "Innovationszentrums für Agrarsystemtransformation (IAT)" verbunden. Das IAT ist eine dauerhafte Erweiterung des ZALF mit insgesamt 15 neuen Forschungsarbeitsgruppen mit Standorten in Hessen (Gießen, Kassel und Geisenheim) und Brandenburg (Müncheberg), die überwiegend in fünf Reallaboren in Deutschland mit ihrer Forschung zur nachhaltigkeitsorientierten Transformation der Agrar- und Ernährungssysteme beitragen sollen. Eines der Reallabore befindet sich im Weinbaugebiet Rheingau. Die Professur und deren Arbeitsgruppe wird am ZALF-IAT-Campus in Geisenheim gemeinsam mit einer zweiten IAT-Arbeitsgruppe angesiedelt. Die Professur und deren Arbeitsgruppe wird finanziert aus Mitteln des ZALF. Eine enge Zusammenarbeit mit Instituten und Arbeitsgruppen der Hochschule Geisenheim wird vorausgesetzt. Weiterführende Informationen siehe https://www.zalf.de/de/struktur/iat.
Aufgaben:
Es wird eine integrations- und kommunikationsfähige, wissenschaftlich international hervorragend ausgewiesene Persönlichkeit gesucht, die das Themengebiet "Co-entwickelte innovative Weinbausysteme" in Forschung und Lehre vertritt und damit zur Stärkung des profilbildenden und übergreifenden Forschungsschwerpunkts "Nachhaltiger Anbau von Sonderkulturen" der Hochschule Geisenheim im nationalen und internationalen Kontext beiträgt.
Weinbauregionen stehen einem großen Veränderungsdruck gegenüber. Bei der notwendigen Transformation von Weinbauregionen stehen Fragen der Ausgestaltung nachhaltiger Weinbausysteme im Spannungsfeld des Klimawandels und der sich verändernden Marktsituation im Mittelpunkt. Die Forschungsschwerpunkte der durch die Professur zu leitenden interdisziplinären Arbeitsgruppe liegen auf Fragen der Analyse komplexer Innovationsprozesse und Akteursstrukturen sowie der Integration verschiedener Erfahrungs- und Wissensbestände, die für eine nachhaltige Transformation von Weinanbausystemen im Kontext ganzer Weinbaulandschaften notwendig sind.
Innovative Lösungen und deren Zusammenspiel bedarf es etwa zur Steigerung der Wertschöpfung im Weinbau, der Anpassung an den Klimawandel, der Integration biodiversitätssteigernder und weitere Landschaftsfunktionen fördernder Maßnahmen oder kombinierter Mischkultursysteme. Die Arbeitsgruppe der Professur wird im Reallaborkontext im Co-Design-Modus arbeiten. Forschen im Co-Design-Modus bedeutet, gemeinsam mit Akteuren der Produktions- und Wertschöpfungskette sowie weiteren Akteuren in der Region an Lösungen für die Herausforderungen der Betriebe und Produktionsketten zu arbeiten und innovative, multifunktionale Anbausysteme und
Geschäftsmodelle im Weinbau im realweltlichen Kontext zu entwickeln, testen und wissenschaftlich zu begleiten.
Forschungsgegenstände sind in diesem Zusammenhang:
- die Analyse und das Co-Design von Innovationen im Weinbau (Open-Innovation-Ansatz);
- die Analyse und Bewertung (Rückblick und Vorausschau) der Interaktion von verschiedenen Innovationen in Weinbaulandschaften;
- Analyse von Innovationsökosystemen als Voraussetzung von Transformation.
Forschungsmethodische Zugänge könnten sein:
- datenwissenschaftlich, unter Einschluss von heterodoxen Datenquellen, um Innovationsprozesse zu analysieren;
- partizipativ, unter Nutzung von innovativen Methoden, um bspw. mit diversen Akteuren Szenarien für innovative, nachhaltige Anbausysteme, neue Businessmodelle und Produkte, oder politische und gesellschaftliche Rahmenbedingungen zu erarbeiten;
- experimentell, insbesondere verhaltensökonomische Ansätze, um Risikoverhalten und Fragen von Akzeptanz zu bewerten;
- modellierend, insbesondere systemdynamische Modellierungen, ggf. unter Einschluss partizipativer Methoden, um flächenhafte Bewertungen und Zukunftsszenarien zu entwickeln.
Die Tätigkeiten der Professur und der Arbeitsgruppe am ZALF und der Hochschule Geisenheim sollen in nationale, europäische und internationale Forschungskontexte eingebracht werden. Eine aktive Einwerbung von Fördergeldern für Drittmittelprojekte und Verbundvorhaben wird vorausgesetzt, um eine dynamische interdisziplinäre Arbeitsgruppe in dem Themenfeld aufzubauen.
Sie haben die Aufgabe, Lehrveranstaltungen in den Bachelor- und Masterstudiengängen der Hochschule Geisenheim im Umfang von zwei Semesterwochenstunden in englischer oder deutscher Sprache durchzuführen. Die Hochschule Geisenheim besitzt eigenes Promotionsrecht, ein großes Interesse und eine aktive Beteiligung an der Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses wird erwartet.
Für die Bearbeitung der vielfältigen Fragestellungen im Reallaborkontext wird eine enge Zusammenarbeit mit unterschiedlich ausgerichteten Instituten der Hochschule (z. B. Allgemeiner und Ökologischer Weinbau, Angewandte Ökologie, Landschaftsplanung und Naturschutz, Wein- und Getränkewirtschaft, Oenologie, Getränkeforschung) sowie ein großes Interesse an der interdisziplinären Zusammenarbeit im Rahmen des IAT erwartet. Darüber hinaus wird die Bereitschaft zur Mitwirkung in der Hochschulselbstverwaltung, insbesondere zur Organisation der Zusammenarbeit zwischen dem IAT und der Hochschule Geisenheim, erwartet.
Voraussetzungen:
Bewerberinnen und Bewerber müssen ein abgeschlossenes Hochschulstudium der Agrar-, Wirtschafts- oder Umweltwissenschaften, eine herausragende Promotion, darüberhinausgehende exzellente wissenschaftliche Leistungen und eine Habilitation oder habilitationsäquivalente Leistungen in Form einschlägiger Publikationen mit peer-review im Themenfeld der Innovationsforschung vorweisen, idealerweise im Kontext von agrarwissenschaftlichen Fragestellungen. Pädagogische Eignung sowie Erfahrungen verbunden mit einem hohen Interesse an transdisziplinären Forschungsprozessen wird erwartet. Insbesondere Kompetenz in der Nutzung
und Implementierung von Methoden der transdisziplinären und partizipativen Forschung werden erwartet.
Für dieses Berufungsverfahren gelten die Einstellungsvoraussetzungen und die Leistungsanforderungen der §§ 67 und 68 des Hessischen Hochschulgesetzes (HessHG). Die Stelle steht unbefristet zur Verfügung. Bei der ersten Berufung in ein Professorenamt erfolgt die Anstellung zunächst in einem befristeten Beschäftigungsverhältnis von drei Jahren. Nach Feststellung der entsprechenden Bewährung ist die Übernahme in ein unbefristetes Beschäftigungsverhältnis möglich. Die Übernahme in ein Beamtenverhältnis ist bei Erfüllung der dienstrechtlichen Voraussetzungen ggf. möglich. Weitere Dienstaufgaben und Voraussetzungen ergeben sich aus §§ 67–69, 75 und 76 HessHG.
Die Hochschule Geisenheim sieht und lebt den Mehrwert von Diversität und legt großen Wert auf die Vielfalt ihrer Mitglieder. Durch die Infrastruktur an der Hochschule Geisenheim stehen hervorragende Arbeitsbedingungen in einem wissenschaftlichen Umfeld bereit, das in die Forschungslandschaft des Rhein-Main-Gebietes eingebettet ist. Die Hochschule Geisenheim fördert die Gleichstellung aller Geschlechter, ist als familienfreundliche Hochschule auditiert und unterstützt ausdrücklich Bewerbungen von Kandidatinnen und Kandidaten mit Familie oder in der Familienplanungsphase. Sie strebt eine Erhöhung des Anteils von Frauen in Lehre und Forschung an und bittet deshalb Wissenschaftlerinnen nachdrücklich, sich zu bewerben.
Bei gleicher Eignung werden Menschen mit Behinderung (i. S. d. § 2 Abs. 2 und 3 SGB IX) bevorzugt berücksichtigt. Ihren Bewerbungsunterlagen fügen Sie dazu bitte in Kopie entsprechende Nachweise (ohne Begründung) bei.
Ihre Bewerbung senden Sie bitte unter Angabe der o.g. Kennziffer bis 27.03.2026 mit Ihren aussagekräftigen Bewerbungsunterlagen (Lebenslauf, Publikationsliste, Nachweis von Lehrerfahrungen und Lehrevaluationen sowie der Erfahrungen in der Einwerbung und/oder Durchführung von Drittmittelprojekten (mit Kennzeichnung des jeweiligen Eigenanteils) sowie ein methodenorientiertes Forschungskonzept (max. 3 Seiten) für Co-entwickelte Weinbausysteme) per E-Mail an Bewerbung@hs-gm.de (als eine pdf-Datei mit max. 10 MB). Fachliche Fragen richten Sie bitte an Frau Prof. Dr. Annette Reineke, Vizepräsidentin für Forschung der Hochschule Geisenheim (Tel.: 06722/502-413, E-Mail: Annette.Reineke@hs-gm.de) oder an Frau Prof. Dr. Bettina Matzdorf, Co-Leitung Programmbereich Landnutzung und Governance des ZALF (E-Mail: matzdorf@zalf.de).
Die Bewerbungsunterlagen werden im Sinne einer gemeinsamen Ausschreibung und Berufung auch dem Vorstand und dem Kuratorium des ZALF zugänglich gemacht, die Berufungskommission ist entsprechend mit Vertreterinnen und Vertretern beider Institutionen besetzt.
Informationen zur Verarbeitung Ihrer Bewerbungsdaten durch die Hochschule Geisenheim finden Sie unter https://hs-gm.de/datenschutzhinweise/bewerbung.html. Alternativ können Sie sich auch an die oben angegebenen Kontaktpersonen wenden. Informationen zur Hochschule Geisenheim University finden Sie unter www.hs-geisenheim.de, zum ZALF-IAT unter www.zalf.de
Bereitgestellt in Kooperation mit der Bundesagentur für Arbeit.
