Beförderung bleibt aus? Diese 5 unsichtbaren Muster halten dich kleiner, als du bist
Vor ein paar Wochen saß Markus bei mir im Coaching. Anfang 40, fachlich stark, reflektiert, loyal. Jemand, auf den man sich immer verlassen kann. Auf dem Papier sprach vieles dafür, dass der nächste Karriereschritt eigentlich nur eine Frage der Zeit sein müsste. Aber genau das war das Problem. Denn dieser nächste Schritt kam nicht.
Markus hatte Projekte übernommen, zusätzliche Verantwortung getragen und immer wieder Aufgaben gelöst, die offiziell gar nicht zu seiner Rolle gehörten. Wenn es schwierig wurde, war er da. Wenn andere ausfielen, sprang er ein. Wenn es brannte, löschte er.
Nur gesehen wurde das offenbar nicht.
Im Gespräch lehnte er sich irgendwann zurück, schaute kurz aus dem Fenster und sagte:
Bastian, es ist, als würde ich gegen eine gläserne Decke stoßen. Ich sehe, wo ich hinwill. Ich glaube auch, dass ich das kann. Aber irgendetwas hält mich zurück.Markus (Name geändert), Coaching-Klient bei Berufsoptimierer
Diese Aussagen höre ich in unterschiedlichen Varianten immer wieder. Von Menschen, die fachlich großartig sind, aber innerlich noch in einer Rolle feststecken, aus der sie längst herausgewachsen sind.
Die eigentliche Frage ist nicht, ob du gut genug bist
Viele suchen die Ursache zuerst bei ihrer Qualifikation: noch ein Zertifikat, noch eine Weiterbildung, noch mehr Fleiß, noch mehr Leistung. Aber in vielen Fällen ist das nicht der Engpass.
Als Karrierecoach sehe ich immer wieder: Menschen scheitern auf dem Weg zum nächsten Level selten daran, dass sie zu wenig können. Sie scheitern häufiger daran, dass sie noch mit Mustern unterwegs sind, die zu ihrer alten Rolle gepasst haben, aber nicht mehr zu dem Schritt, den sie jetzt gehen wollen. In diesem Artikel möchte ich mit dir auf die 5 häufigsten Denkfehler schauen, die ich in den letzten 10 Jahren mit meinen Klient:innen aufgearbeitet habe.
Denkfehler #1: Du hältst Feedback von anderen zu schnell für die Wahrheit
Wenn Menschen beruflich feststecken, passiert oft etwas Interessantes: Sie beginnen, äußere Signale als endgültiges Urteil über ihren Wert zu interpretieren.
Die Beförderung bleibt aus? ,,Dann war ich wohl noch nicht gut genug."
Die Führungskraft gibt keine klare Perspektive? ,,Dann sieht sie offenbar kein Potenzial in mir."
Ein Projekt geht an jemand anderen? ,,Dann war die andere Person wahrscheinlich besser."
Und genau dasselbe passiert im Bewerbungsprozess. Eine Absage fühlt sich für viele nicht an wie eine Prozessentscheidung, sondern wie ein persönliches Urteil: Du bist nicht gut genug. Du passt nicht. Andere sind besser.
Aber das ist häufig viel zu kurz gedacht.
Denn ob intern bei einer Beförderung oder extern bei einer Bewerbung: Entscheidungen entstehen nicht im luftleeren Raum. Sie hängen davon ab, was andere von dir sehen, verstehen und einordnen können. Und manchmal liegt das Problem nicht darin, dass du zu wenig kannst. Sondern darin, dass dein Wert nicht klar genug sichtbar wurde.
Genau deshalb erzähle ich dir von Alexandra.
Alexandra war viele Jahre lang als erfolgreiche Führungskraft tätig und hat sich später in Richtung Change-Management und Coaching weiterentwickelt. Ende des vergangenen Jahres saßen wir zusammen, nachdem sie sich auf eine extrem spezifische Stelle beworben hatte. Sie bekam eine standardisierte Absage. Doch statt den Kopf in den Sand zu stecken, reagierte sie auf eine Weise, von der wir uns alle eine Scheibe abschneiden können. Alexandra war felsenfest überzeugt und sagte zu mir:
Bastian, die Stellenausschreibung war so extrem spezifisch. Ich erfülle ausnahmslos alle Punkte. Ich bin die BESTE für diesen Job!Alexandra (Name geändert)
Wie viele von uns laufen bitte mit diesem Selbstverständnis durch die Berufswelt? Neigen wir nicht eher dazu, uns kleinzumachen? Alexandra nicht. Sie schrieb eine kurze E-Mail an die Personalabteilung und bat schlicht um ein Telefonat bezüglich der Absage. Und tatsächlich rief die Personalerin an. Im Gespräch brachte sie ihren Mehrwert und den Match für die Stelle noch einmal präzise auf den Punkt. Was passierte? Die Personalerin stutzte und sagte: „Huch, Frau X... also so klar haben wir das aus Ihren Bewerbungsunterlagen ehrlich gesagt gar nicht herausgelesen!“
Die Einladung zum Vorstellungsgespräch folgte prompt.
Was bringt dir das für deine Karriere?
Die Absage ist nur ein Beispiel. Mein Tipp: Wenn eine Entscheidung über dich sich falsch anfühlt, geh nicht sofort in den Rückzug.
Frage dich selbst: Habe ich meinen Wert wirklich sichtbar gemacht? Weiß mein Gegenüber, welche Verantwortung ich längst übernehme? Habe ich nachgefragt?
Da fällt mir dieses wunderbare Zitat von Les Brown ein: ,,Don’t let someone else’s opinion of you become your reality."
Denkfehler #2: Du verwechselst Bescheidenheit mit Unsichtbarkeit
Ein Klient von mir, Thomas, war Ingenieur in einem großen Industrieunternehmen. Fachlich war er extrem stark. Während seiner Promotion hatte er bereits an mehreren Patenten mitgewirkt. Er hatte Ideen, Tiefgang und technisches Verständnis.
Sein Unternehmen führte ein betriebliches Vorschlagsmanagement ein. Mitarbeitende konnten eigene Ideen einreichen, es gab regelmäßige Pitch-Runden und die besten Vorschläge wurden umgesetzt und attraktiv belohnt.
Eigentlich war das genau Thomas’ Bühne, denn er hatte gute Ideen. Durchdacht, realistisch und mit echtem Nutzen für das Unternehmen. Trotzdem passierte immer wieder dasselbe: Er reichte seine Vorschläge ein, bereitete sich vor, ging in die Vorrunde und schied aus.
Irgendwann saß er bei mir im Coaching und sagte: „Bastian, ich verstehe es einfach nicht. Ich weiß, dass meine Ideen Substanz haben. Aber sobald ich sie vorstellen soll, klingt es für mich auf einmal weniger spektakulär und ich selbst frage mich dann ob das wirklich so eine gute Idee ist.“
Also gab ich ihm eine Hausaufgabe. Er sollte an diesem Punkt aufhören, weiter an der Idee zu feilen. Stattdessen sollte er aufschreiben, was er wirklich über diese Pitch-Situation dachte. Beim nächsten Termin brachte er mehrere Notizen mit. Darin standen Sätze wie:
„Ich will souverän wirken.“
„Die anderen präsentieren bestimmt stärker.“
„Eine gute Idee sollte für sich sprechen.“
„Am Ende finden sie bestimmt eine Schwachstelle.“
Ich las mir seine Notizen durch und dann stellte ich ihm eine Frage:
„Thomas, wann möchtest du anfangen, an dich zu glauben?“
Und bestimmt denkst du jetzt sowas wie ,,Ja ja immer nur fest dran glauben …“ Aber das meine ich damit nicht.
Was ich meine, ist eine klare Entscheidung, den eigenen Beitrag ernst nehmen.
Also sagte ich zu Thomas: ,,Du hast promoviert, du hast an Patenten mitgewirkt, du weißt, fachlich musst du hier nichts mehr beweisen. Aber Wissen gewinnt im Leben nur den Trostpreis. Entscheidend ist, ob du deinen eigenen Beitrag auch dann ernst nimmst, wenn andere ihn bewerten."
Also sammelten wir Beweise. Wir schauten auf seine Patente, seine fachlichen Erfolge, gelöste Probleme, Rückmeldungen von Kolleginnen und Kollegen und Projekte, in denen er messbar etwas bewegt hatte.
Aus „Ich hoffe, meine Idee ist gut genug“ wurde nach und nach: „Ich habe gute Gründe, warum diese Idee relevant ist.“
Genau dieser Unterschied veränderte seinen Pitch.
Was bedeutet das für deine Karriere?
Vielleicht kennst du dieses Muster auch: Du weißt eigentlich, was du kannst. Aber sobald du es sichtbar machen sollst, wirst du vorsichtig. Du relativierst. Du erklärst zu viel. Du wartest darauf, dass andere deinen Wert schon erkennen.
Nur leider funktioniert Karriere selten so. Es reicht leider nicht, deine Erfolge nur im Kopf zu kennen. Du brauchst eine innere Beweisliste. Projekte, Ergebnisse, Rückmeldungen, Situationen, in denen du Wirkung erzeugt hast. Nicht, um dich aufzublasen. Sondern damit du dich nicht kleiner machst, wenn es darauf ankommt.
Frage dich selbst: Wo weißt du längst, dass du etwas kannst, trittst aber trotzdem auf, als müsstest du dich dafür entschuldigen?
Und noch wichtiger: Wann möchtest du anfangen, an dich zu glauben? :-)
Denkfehler #3: Du nimmst dir im Alltag zu wenig Raum
Diese Erkenntnis könnte im ersten Moment vielleicht ein bisschen wehtun, aber sie ist ein absoluter Gamechanger für deinen Kontostand.
Achte in den nächsten Tagen mal ganz bewusst auf deine Verhaltensweisen im Alltag. Stell dir folgende Situationen vor: Du gehst mittags mit einer Gruppe von Kolleg:innen zum Essen. Die Straße ist voll, ihr lauft auf einer Höhe. Bist du die Person, die sich automatisch ganz nach außen an den Rand des Bürgersteigs drängen lässt, im Slalom um die Straßenlaternen balanciert und ständig Gefahr läuft, von der Kante abzurutschen, während die anderen entspannt in der Mitte laufen?
Oder wenn du eine Tür öffnest: Drückst du die Klinke nach unten und öffnest die Tür nur so einen winzigen Spalt breit, um dich seitlich hindurch zu quetschen, anstatt sie einmal komplett aufzumachen und erhobenen Hauptes hindurchzugehen?
Das klingt nach Kleinigkeiten. Sie haben jedoch große Auswirkungen auf deine Präsenz im Alltag.
Denn solche Muster zeigen, wie selbstverständlich wir uns selbst Raum zugestehen – oder auch nicht. Und genau diese Selbstverständlichkeit fehlt vielen Menschen später auch in Momenten, in denen es wirklich zählt: im Meeting, in der Gehaltsverhandlung, im Jahresgespräch oder wenn es darum geht, eine eigene Idee klar zu vertreten.
Was bringt dir das für deine Karriere?
Kürzlich wurde in einer psychologischen Studie wieder einmal wissenschaftlich untersucht und belegt, dass unser Gehalt ganz massiv an unseren gefühlten Selbstwert geknüpft ist. Wie wir über uns denken, wie wir uns im wahrsten Sinne des Wortes „finden“, steuert unsere gesamte physische Präsenz.
Wer im Alltag unbewusst körperliche Unterwürfigkeit demonstriert, sich durch Türspalten quetscht und am Rand läuft, der strahlt genau diese Energie auch in der Gehaltsverhandlung aus. Wenn du dieses Jahr mehr Geld und eine echte Wertschätzung für deine Leistung herausholen willst, dann fang im Alltag an. Nimm dir physisch den Raum, der dir zusteht. Geh in die Mitte der Gruppe. Mach die Türen ganz auf. Wenn du deinen eigenen Wert im Innen akzeptierst, kannst du ihn in Gehaltsverhandlungen ganz anders vertreten.
Reflektiere für dich: In welchen Momenten im Arbeitsalltag machst du dich, ob verbal oder durch deine Körperhaltung, unbewusst kleiner als die Menschen um dich herum?
Frage dich selbst: Wie würde es sich anfühlen, ab morgen ganz bewusst den Raum einzunehmen, der dir zusteht?
Denkfehler #4: Du unterschätzt, zu wem du heute geworden bist
Manchmal ist die gläserne Decke gar nicht da draußen. Manchmal sitzt sie in unserem eigenen Bild von Hierarchie.
Wir schauen zu bestimmten Menschen auf, weil sie uns geprägt haben: ehemalige Chefs, Mentorinnen, erfahrene Kollegen. Das ist am Anfang wertvoll. Schwierig wird es, wenn wir Jahre später immer noch innerlich in der Schülerrolle bleiben, obwohl wir fachlich längst gewachsen sind.
Genau daran musste ich neulich denken, als ich mit meiner Frau eine Szene aus der Serie „SWAT“ gesehen habe.
Der erfahrene, hochangesehene Officer Deacon steht mit dem jüngeren Tan zusammen. Deacon leitet seit Jahren die Trainingsabteilung, möchte aber bald in Rente gehen. Er sieht in Tan den perfekten Nachfolger. Deacon sagt also zu ihm: „Ich will, dass du die Trainingsabteilung übernimmst.“ Doch Tan blockt sofort ab: „Das kann ich nicht machen. Ich habe mein Leben lang zu anderen aufgesehen. Ich habe meine Standards und Werte immer an ihnen ausgerichtet. Mein Problem ist … ich kann mich dir gegenüber einfach nicht als ebenbürtig sehen.“
Deacon schaut ihn an und fragt: „Du hast ein Problem damit, dich mir als ebenbürtig zu sehen? Wie lange machst du diesen Job jetzt schon?“ Tan murmelt: „Ja, vielleicht noch nicht lang genug wie du …“ Und daraufhin sagt Deacon etwas Wunderschönes: „Das habe ich über meine Mentoren damals auch gedacht. Aber es ist völlig egal, ob du ein Jahr oder 15 Jahre Berufserfahrung hast. Wenn du in so eine neue Situation kommst, denkst du immer, du stehst wieder ganz am Anfang. Aber Fakt ist: Du hast dich weiterentwickelt. Du bist heute ein völlig anderer Mensch als am Anfang deiner Karriere.“
Diese Szene ist mir hängen geblieben, weil sie etwas zeigt, das ich auch im Coaching häufig erlebe: Menschen entwickeln sich weiter, übernehmen Verantwortung, lösen komplexe Probleme, aber machen sich innerlich trotzdem kleiner, sobald bestimmte Personen im Raum sind.
Nicht weil diese Menschen wirklich über ihnen stehen. Sondern weil sie ihr eigenes Selbstbild noch nicht aktualisiert haben.
Was bringt dir das für deine Karriere?
Wir alle neigen dazu, zu unseren Führungskräften, erfahrenen Kolleg:innen oder Mentor:innen aufzublicken. Das ist am Anfang auch völlig okay, um zu lernen. Aber viel zu oft vergessen wir, im Laufe der Jahre unser inneres Status-Update durchzuführen. Du bist nicht mehr die Person, die damals zittrig ihre Ausbildung oder das Studium begonnen hat. Du hast Projekte gewuppt, Krisen gemanagt und enorm viel Fachwissen angehäuft. Wenn eine neue, größere Aufgabe vor dir liegt, hab keine Angst vor der eigenen Courage. Du darfst dir eingestehen, dass der Punkt gekommen ist, an dem du mit deinen Mentor:innen auf derselben Stufe stehst.
Frage dich selbst: Zu wem blickst du in deinem Unternehmen immer noch ehrfürchtig auf, obwohl du längst einen fantastischen Job machst? Wann erlaubst du dir selbst, dieser Person auf Augenhöhe zu begegnen?
Denkfehler #5: Du hältst an Erfolgsstrategien fest, die dich inzwischen bremsen
Kommen wir zum fünften und vielleicht wichtigsten Denkfehler. Marshall Goldsmith brachte es mit seinem Buch seiner Zeit sehr gut auf den Punkt: What got you here, won’t get you there.
Was gestern deine Stärke war, kann morgen deine Grenze sein.
Das ist eine verdammt harte Wahrheit, die erst mal wehtut. Wir alle entwickeln im Laufe unserer erfolgreichen Jahre bestimmte Verhaltensweisen und Gewohnheiten. Sie sind unser persönlicher Modus Operandi des Erfolgs. Genau diese Gewohnheiten haben dir den Weg geebnet, damit du heute da stehst, wo du bist. Wenn du jetzt aber auf das nächste Level willst – zum Beispiel die Beförderung vom Teammitglied zur Führungskraft ansteht –, funktionieren diese alten Erfolgsrezepte plötzlich nicht mehr. Sie werden sogar zu deiner größten Blockade.
Lass uns das an einem konkreten Praxisbeispiel festmachen:
Du bist fachlich extrem stark. Du kennst jedes Detail, arbeitest gründlich, bist fleißig und lieferst zuverlässig ab. Genau deshalb wirst du im Team geschätzt. Wenn es kompliziert wird, kommen alle zu dir. Du findest Fehler, löst Probleme und weißt oft mehr als alle anderen im Raum.
Dann wirst du Führungskraft.
Und plötzlich wird genau diese Stärke zur Falle. Denn im Management ist es nicht mehr deine Hauptaufgabe, jedes Detail selbst zu kennen, jedes Problem persönlich zu lösen und überall die fachlich beste Antwort zu geben. Deine Aufgabe ist es jetzt, Prioritäten zu setzen, Entscheidungen zu treffen, Verantwortung zu verteilen und dein Team zu fordern und zu fördern.
Wenn du aber weiter im Expertenmodus bleibst, wirst du zum Flaschenhals. Dein Team wartet auf deine Freigabe, du kontrollierst zu viel, delegierst zu wenig und wunderst dich irgendwann, warum du permanent überlastet bist.
Die Gewohnheit oder vielmehr Stärke, die dich früher erfolgreich gemacht hat, blockiert dich jetzt. Es braucht also eine neue Strategie: weniger selbst lösen, mehr führen. Weniger Detailkontrolle, mehr Enablement. Weniger beweisen, dass du fachlich top bist, mehr dafür sorgen, dass du die Richtung vorgibst.
Was bringt dir das für deine Karriere?
Wenn du merkst, dass du trotz all deines Fleißes feststeckst, ist es vielleicht an der Zeit, deine Gewohnheiten radikal zu überprüfen. Es geht darum, Verhaltensweisen abzulegen, die gestern noch richtig waren, heute aber nicht mehr funktionieren.
Reflektiere für dich: Schau dir deinen aktuellen Status quo ganz genau an. Welche Eigenschaft oder Arbeitsgewohnheit hat dir in den letzten Jahren zwar treue Dienste erwiesen und dich hierher gebracht, steht dir aber jetzt im Weg, um dorthin zu kommen, wo du eigentlich hinwillst?
Die Anleitung zum Unglücklichsein
Unglücklichsein ist ziemlich simpel: Vergleiche dich mit der Kollegin, die scheinbar mühelos befördert wird. Mit dem ehemaligen Kommilitonen, der plötzlich Führungskraft ist. Mit der Person auf LinkedIn, die schon wieder ein neues Projekt, einen neuen Titel oder einen neuen Karriereschritt verkündet.
Und dann mach aus all dem innerlich eine Geschichte über dich:
„Ich bin wohl nicht gut genug.“
„Andere sind einfach weiter.“
„Vielleicht kommt meine Zeit irgendwann noch.“
Genau so entsteht diese gläserne Decke im Kopf. Durch kleine Rückzüge, vorsichtige Formulierungen, nicht gestellte Fragen, nicht sichtbare Erfolge und alte Muster, die früher hilfreich waren, dich heute aber bremsen.
Deshalb frage dich zum Abschluss ehrlich:
Welche Aussage über dich hast du zu schnell als Wahrheit akzeptiert?
Wo wartest du darauf, dass deine Leistung endlich von allein gesehen wird?
Wo nimmst du dir weniger Raum, als dir eigentlich zusteht?
Wem begegnest du innerlich immer noch nicht auf Augenhöhe?
Welche alte Erfolgsstrategie hält dich inzwischen klein?
Der Punkt ist nicht, neidisch auf andere zu schauen. Der Punkt ist, neugierig zu werden. Anstatt: „Warum die und nicht ich?“
Lieber: „Was macht diese Person anders? Was kann ich daraus lernen? Und welchen nächsten Schritt vermeide ich gerade selbst?“
Vielleicht ist genau das der erste Riss in deiner gläsernen Decke :-)
Kennst du eine Person, die immer viel leistet, aber beruflich trotzdem auf der Stelle tritt?
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