"Die Purpose-Diskussion ist aufgeblasen" - warum Sinn individuell ist

NWX – New Work News

NWX – New Work News

Alles zur Zukunft der Arbeit

Blumige Mission-Statements und Purpose-Parolen sollen Mitarbeitende an Unternehmen binden. Dieser Professor hat herausgefunden, dass damit mehr Schaden als Nutzen entsteht. 

"To Inspire and Nurture the Human Spirit" - hättest du das Unternehmen hinter dieser Mission erkannt? Das hat XING Insider und Psychologe Ingo Hamm auf der größten Konferenz zur Zukunft der Arbeit, der NWX22 in Hamburg, sein Publikum auch gefragt. Hinter diesem Mission-Statement steht der Kaffeekonzern Starbucks - der zuletzt wegen Rassimus seiner Servicekräfte gegenüber Afroamerikanern in US-Filialen in der Zeitung stand. 

Solche pauschalen Purpose-Diskussionen, bei der jedes Unternehmen zwanghaft versuche, eine höhere Mission für sich zu definieren, seien schadhaft fürs Unternehmen, aber auch für die Menschen, die darin arbeiten: „Sinn ist etwas Individuelles“, sagt Hamm in seinem Vortrag auf der NWX22 - und zitierte in diesem Zusammenhang den Psychiater und Psychologen Victor Frankl: „Sinn kann nicht gegeben werden, er muss gefunden werden.“

Statt sich blumige Purpose-Parolen auszudenken, sollten Unternehmen ihre Mitarbeiter·innen unterstützen, die Sinnfrage für sich individuell zu beantworten. Kompetenz-Interviews, Probetage und Kulturmatching könnten Bewerber•innen helfen, vor Eintritt in ein Unternehmen herauszufinden, ob das Unternehmen überhaupt zu ihnen passe. 

Insgesamt zeige seine Forschung, so Hamm in diesem Video, dass nachweislich folgende Faktoren Menschen auf der Arbeit wirklich glücklich machten: 

  1. Abwechslung
  2. Autonomie
  3. Feedback 
  4. Selbstwirksamkeit

Ob man diese Faktoren auch bei Unternehmen vorfinden kann, die keinen höheren Sinn anstreben, erfährst du im Video.

Dir hat das Video gefallen? Weitere Vorträge und Panels der NWX22 aus der Hamburger Elbphilharmonie findest du hier: https://nwx.new-work.se/festival/nwx22/mediathek