Steuerfreie Sachbezüge: Die alternative zur Gehaltserhöhung
Sachbezüge sind eine clevere Möglichkeit, das Nettoeinkommen Ihrer Mitarbeitenden zu erhöhen, ohne dass die Bruttokosten steigen. Arbeitgeber können z. B. monatlich bis zu 50 Euro Sachleistungen, Essenszuschüsse, Mobilitätsbudgets oder Internetpauschalen steuerfrei gewähren.
Auch Erholungsbeihilfen und Gesundheitsmaßnahmen lassen sich steuerlich begünstigt einsetzen. So können pro Mitarbeitendem bis zu 780 Euro netto steuerfrei zusätz...
GmbH & Co. KG: Wann realteilungsgeeignete Wirtschaftsgüter vorliegen
Der Bundesfinanzhof bestätigt die steuerneutrale „unechte“ Realteilung. Beim Ausscheiden eines Gesellschafters aus einer GmbH & Co. KG können auch eigene Anteile weiterhin als Wirtschaftsgüter gelten – und damit steuerneutral übertragen werden.
Wichtig: Die spätere Einziehung dieser Anteile stellt weder eine Veräußerung noch eine Entnahme dar. Auch die Körperschaftsteuerklausel greift im entschiedenen Fall nicht.
Aber Achtun...
Keine Anwendung des Abgeltungsteuersatzes auf verdeckte Gewinnausschüttungen
Verdeckte Gewinnausschüttungen (vGA) unterliegen nicht automatisch der Abgeltungsteuer. Nach § 32d Abs. 2 Nr. 4 Halbs. 1 EStG gilt der Abgeltungsteuersatz nur, wenn die vGA das Einkommen der leistenden Körperschaft nicht gemindert hat.
Praxisbeispiel: Eine GmbH überließ ihren Gesellschaftern eine Ferienimmobilie zur privaten Nutzung ohne Entgelt. Dadurch wurde das Einkommen der Gesellschaft gemindert – die Abgeltungst...
Lohnsteuerabzug: Neuregelung zur Vorsorgepauschale seit 1.1.2026📑
Seit dem 1.1.2026 gelten neue Regeln für die Vorsorgepauschale beim Lohnsteuerabzug.
Künftig zählen keine Pauschalwerte mehr, sondern ausschließlich die tatsächlich gezahlten gesetzlichen Beiträge. Auch ein Teil der Arbeitslosenversicherung wird nun berücksichtigt.
Das Ziel: mehr Fairness und eine genauere Berechnung Ihres monatlichen Nettolohns.
Je nach Einkommens- und Beitragssituation kann das zu einem höheren – aber auch zu...
Mietwohnungsneubau: Keine Sonderabschreibung bei Abriss und Neubau
Überblick:
Die Sonderabschreibung nach § 7b EStG fördert die Schaffung neuen Mietwohnraums. Abriss und Neubau eines Einfamilienhauses ohne zusätzliche Wohnungen erfüllen diesen Zweck nicht.
Warum das wichtig ist:
Die Steuervergünstigung erlaubt bis zu 5 % im Jahr der Anschaffung oder Herstellung und in den folgenden drei Jahren – insgesamt bis zu 20 % zusätzlich zur regulären Abschreibung. Voraussetzung ist jedoch, dass tatsäch...
📂 Aufbewahrungsfristen: Diese Unterlagen können ab 1.1.2026 vernichtet werden
Zum Jahreswechsel stellt sich in vielen Unternehmen die Frage: Welche Unterlagen dürfen weg – und welche müssen weiter aufbewahrt werden?
Das Handels- und Steuerrecht sieht unterschiedliche Aufbewahrungsfristen vor: sechs, acht oder zehn Jahre – je nach Art der Unterlagen.
Wichtig zu wissen: Für Buchungsbelege gilt seit dem 01.01.2025 eine verkürzte Aufbewahrungsfrist von acht Jahren. Entscheidend für den Fristablau...
Energetische Sanierung: Neues BMF-Schreiben zu § 35c EStG – das Steuer 1 × 1 für die Beratungspraxis
Das neue BMF-Schreiben ergänzt die steuerlichen Regeln zur Förderung energetischer Sanierungen. Maßnahmen im Rahmen einer Wohnflächenerweiterung, wie Gauben, Dachaufstockungen oder Anbauten, können jetzt steuerlich geltend gemacht werden.
> Wichtig: Die Jahreshöchstbeträge von 14.000 EUR in den ersten beiden Jahren und 12.000 EUR im dritten Jahr gelten pro Objekt, nicht pro Maßnahme. So lassen...
Umgang mit dem Finanzamt: Betriebsprüfer fordert E-Mail-Korrespondenz des Betriebs an – darf er das?
Dürfen Betriebsprüfer Ihre E-Mails einsehen? Ja – aber nur die steuerlich relevanten! E-Mails gelten als aufbewahrungspflichtige Geschäftsbriefe und müssen bei Bedarf vorgelegt werden.
Wichtig: Der Prüfer darf nicht den gesamten Mail-Verkehr verlangen, sondern ausschließlich Nachrichten, die sich auf steuerlich relevante Vorgänge beziehen – z. B. Handelsgeschäfte, Rechnungen oder Verrechnungspr...
Tipps für die Praxis: Steuerliche Behandlung von Ausgaben für Internetauftritt und Online-Shop💻
Unternehmen investieren heute viel in Website und Online-Shop – doch steuerlich zählt jede Art von Ausgabe anders.
Laufende Pflege wie Updates, technische Anpassungen oder kleine Veränderungen sind sofort abzugsfähige Betriebsausgaben.
Die Domain hingegen gilt als nicht abnutzbares Wirtschaftsgut – steuerlich relevant wird sie erst beim Verkauf.
Wird Ihre Homepage intern oder im Rahmen eines Dien...
Wenn alle Stricke reißen: Eigenbeleg ausstellen
Grundsatz der Buchführung: Keine Buchung ohne Beleg. Aber was tun, wenn die Rechnung verloren geht oder nicht erstellt wurde? In solchen Fällen kann ein Eigenbeleg den Betriebsausgabenabzug retten – vorausgesetzt, der Geschäftsvorfall ist nachweisbar und betrieblich veranlasst.
Wichtige Pflichtangaben auf dem Eigenbeleg: Name und Anschrift des Leistungserbringers, Art und Menge der Leistung, Zeitpunkt, Betrag, Grund für das Fehlen des Originalbel...