Gerontopsychiatrische Qualität entsteht nicht durch einzelne Methoden oder einen Fortbildungstag. Sie entwickelt sich dort, wo Fachlichkeit, Haltung, Führung und Zusammenarbeit im Alltag zusammenwirken.
LICHTBLICKE-DEMENZSTRATEGIE® begleit Einrichtungen, Führungskräfte und Teams dabei, komplexe Situationen besser zu verstehen, person-zentriert zu handeln und tragfähige Lösungen für den Pflege- und Betreuungsalltag zu entwickeln. Dabei verbinde ich meine langjährige Erfahrung aus Altenhilfe, kli...
Eine gerontopsychiatrische Fachkraft für 120 Bewohnerinnen und Bewohner – und plötzlich soll daraus „Multiplikation“ entstehen.
Rechnerisch mag das aufgehen. Fachlich wird es schwieriger.
Pflegeheime sind längst hochkomplexe Versorgungsorte. Menschen ziehen später ein, sind multimorbid, leben mit Demenz, Depressionen, Delirien und weiteren psychischen Erkrankungen. Trotzdem werden Strukturen teilweise weitergeführt, als bestünde die Hauptaufgabe darin, Pflege zu organisieren und den Tag möglic...
Delir im höheren Lebensalter - Etwa 40 % aller Delirien gelten als vermeidbar.
Das Delir ist eines der häufigsten und zugleich am leichtesten übersehenen akuten Krankheitsbilder im höheren Lebensalter. Es ist kein normales Zeichen des Alterns und auch keine bloße „Verwirrtheit“, die man zunächst abwarten sollte. Die aktuelle S3-Leitlinie „Delir im höheren Lebensalter“ beschreibt das Delir als akut auftretendes neuropsychiatrisches Syndrom mit somatischer Ursache. Vereinfacht gesagt handelt es si...
Langeweile bei Menschen mit Demenz ist kein Nebenthema.
Sie ist oft ein Hinweis darauf, dass im Alltag etwas nicht passt: zwischen Bedürfnissen, Fähigkeiten, Tagesstruktur und Umwelt.
F ür das operative Geschäft in Pflegeeinrichtungen ist das hoch relevant. Denn Langeweile zeigt sich selten mit den Worten „mir ist langweilig“, sondern häufig als Unruhe, Rückzug, Gereiztheit oder sogenanntes herausforderndes Verhalten.
Genau hier beginnt Führungs- und Qualitätsarbeit.
Wer nur auf Beschäftigungsan...
Gerontopsychiatrisches Pflegekonzept ist nicht Methodensammlung – es ist Kulturarbeit
Viele Gerontopsychiatrische Pflegekonzepte beginnen gut gemeint und enden ernüchternd: Man sammelt, was an Ansätzen, Schulungen und Fachbegriffen im Haus verfügbar ist, ordnet es, ergänzt Literaturangaben – und hat am Ende ein Dokument, das formal überzeugt, im Alltag aber selten Orientierung stiftet. In der Nacht ruft der Bewohner weiter, die Morgenpflege bleibt angespannt, Angehörige eskalieren in Gesprächen...
Aktuelle Fortbildungen für Pflege -und Betreuungskräfte in Kooperation mit dem bpa
ONLINE 💻
26.02.2026 — Spirale der Gewalt in Pflege-Beziehungen erkennen und benennen
05.03.2026 — Demenz Verstehen und Verstanden werden – Validation als Haltung
10.03.2026 — Von Fall zu Fall – Verstehenshypothese in der Gerontopsychiatrie
20.04.2026 — Beziehungsgestaltung bei Menschen mit Down-Syndrom und Demenz
16.06.2026 — Traumasensibler Umgang mit Menschen mit Demenz
21.09.2026 — Gewalt zwischen Bewohnern v...
Gerontopsychiatrische Entwicklung ist kein Fortbildungstag – sie ist Führung.
Zu oft werden Pflichtfortbildungen „erledigt“: Thema gewählt, Termin gesetzt, Häkchen gemacht. Im Alltag bleibt dann alles gleich – und Teams fühlen sich alleine gelassen mit Apathie, Angst, Unruhe oder Aggression.
Was wirklich wirkt, ist solides Handwerk:
Auftragsklärung statt „irgendwas mit Demenz“, sichtbare Führungspräsenz zu Beginn und am Ende, und Transfer in Fallbesprechung, Pflegeplanung und Teamabsprachen. Daz...
Kulturelle, sprachliche und emotionale Bedeutung von Schmerzen bei Menschen mit Demenz
Schmerz bei Menschen mit Demenz ist ein vielschichtiges Phänomen, das nur mit einem ganzheitlichen Blick adäquat begegnet werden kann. Kulturelle Hintergründe beeinflussen, wie Schmerz empfunden und mitgeteilt wird – Pflegende müssen kulturelle Unterschiede sensibel berücksichtigen, um niemanden zu übersehen oder misszuverstehen.
Sprachliche Hürden machen die Schmerzerfassung schwieriger, doch durch einfache K...
In der stationären Langzeitpflege arbeiten Pflege- und Betreuungskräfte Tür an Tür. Sie teilen Bewohner:innen, Dienstzeiten und Sorgen, sie tragen beide Verantwortung für Wohlbefinden, Lebensqualität und Sicherheit. Und doch verlaufen ihre Wege im Alltag oft nebeneinander statt miteinander.
Pflege kümmert sich um Körper, Dokumentation und medizinische Sicherheit. Betreuung sorgt für Begegnung, Sinn und emotionale Nähe. Und irgendwo dazwischen sitzt der Mensch mit Demenz – mit Angst, Schmerz oder...
Personal -und Teamentwicklung in der gerontopsychiatrischen Pflege und Betreuung
Es geht hierbei nicht nur um das „Was“ sondern auch um das „Wie“. Aus der Praxis für die Praxis, vom Wissen zum Verstehen - Anwenden mit Herz, Hand & Verstand!