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ECV - Editio Cantor Verlag für Medizin und Naturwissenschaften GmbH

Über uns

Der ECV · Editio Cantor Verlag GmbH ist seit seiner Gründung ein unabhängiges, inhabergeführtes, mittelständisches Verlagshaus. Die Wurzeln des Verlags sind alt und finden sich im Berlin des Jahres 1935. Dort begründet Dr. Werner Saenger (+ 1983) den Verlag Rosenmeier & Dr. Saenger mit. Das Verlagsspektrum ist breit angelegt und beinhaltet auch ein neues und mit rotem Einband versehenes Arzneimittelverzeichnis – die spätere ROTE LISTE®.

Die Wirren des 2. Weltkriegs verschlagen Dr. Saenger nach Freiburg im Breisgau. In der damalig französisch besetzten Zone wird ihm eine Verlagsneugründung nur unter Verzicht auf seinen deutschen Namen gestattet. Er entscheidet sich, zusammen mit seinem neuen Geschäftspartner Rolf Halt (+ 1989) für Editio Cantor – Verlag Saenger. Im Jahr 1948 verlegen sie das Unternehmen aus familiären Gründen ins oberschwäbische Aulendorf.

Mit der Zeit bauen sie das Verlagsprogramm aus, dessen inhaltlicher Fokus auf dem Arzneimittel liegt. Die Themen umfassen das Auffinden neuer Wirksubstanzen, sämtliche Prüfstadien bis zur Zulassung eines Präparates, die pharmazeutisch-technologischen Aspekte in der Produktion, alle gesundheitspolitischen sowie marktrelevanten und regulatorischen Hintergründe.

Sie pflegen einen engen Kontakt zu den wichtigen Standesorganisationen und etablieren Beiratsgremien für ihre wissenschaftlichen Zeitschriften. Über die Jahre hinweg erschaffen sie ein Netzwerk aus kompetenten und qualifizierten Wissenschaftlern, die für den Verlag als Berater, als Herausgeber oder als Autoren tätig sind.

Dieses, vor Jahrzehnten gesponnene Netzwerk lebt der Verlag bis heute intensiv weiter. 1980 tritt Viktor Schramm in die Fußstapfen seiner beiden Vorgänger und führt die Verlagsgeschäfte in Aulendorf erfolgreich weiter. Unter seiner Federführung entstehen neue Zeitschriftenobjekte und Bücher, die zu Standardwerken in Industrie und Klinik werden. Der enge Kontakt zu Verbänden, Arbeitsgemeinschaften und Veranstaltern ermöglicht das Auflegen neuer Schriftenreihen, die in einem Fall sogar normativen Charakter haben.

Mit der Jahrtausendwende verändern sich die Medienformen immer rasanter. Der Verlag passt sich dieser Entwicklung nicht nur an, er agiert vielmals als Vorreiter. Eine erste, noch sehr statische Webseite steht bereits 1995 im Netz, schon 2002 lassen sich alle Zeitschriftenbeiträge online recherchieren. Mit Arpadi ®, einem Patienten-Arzt Verständigungstool für Palm® in 13 Sprachen ist der Verlag 2003 zu früh auf dem Markt, die ausgereifte Idee scheitert an unausgereifter Technik.

Als sich 2005 der Herausgeber der ROTE LISTE ® entschließt, das Werk selbst zu vermarkten, erlebt der Verlag seine größte Krise. Nur einschneidende Strukturmaßnahmen sichern das Überleben und die Eigenständigkeit. Doch das Netzwerk hält! Die etablierten Bücher und Zeitschriften sichern soliden Umsatz, neue Bücher und Onlineprodukte nehmen Fahrt auf, und treue Mitarbeiter tragen notwendige Entscheidungen mit, treiben neue Erlösmodelle voran.

2009 übernehmen Claudius Arndt und Andreas Gerth den Verlag von Viktor Schramm und führen das Verlagsprogamm weiter. Sie fokussieren dabei stärker auf die pharmazeutische Industrie als ihre Vorgänger, trennen sich von Randprodukten aus Pharmazie und Kosmetik. Im Vordergrund steht nun der Ausbau der erfolgreichen Buch- und Schriftenreihen, Lizenzvergaben in neue Märkte, die Entwicklung neuer Zeitschriftenobjekte und der Transfer der Inhalte in die, sich beständig wandelnden Medienformen – von ePaper bis iPad.

Auch morgen stehen hinter jedem Netzwerk Menschen, nur die mediale Form der Nutzung ändert sich schnell. Doch ändern sich auch die Menschen so schnell? Löst das virtuelle Social Network den persönlichen Kontakt Face-to-Face ab? Oder liegen die individuellen Bedürfnisse der Generationen so weit auseinander, dass wir, in für uns absehbarer Zukunft, das eine tun müssen ohne das andere zu lassen?

Als Verlag verstehen wir uns als Verteiler von Information und Wissen, die mediale Form bestimmt der Nutzer. Die technische Entwicklung und der Anspruch der Digital-Natives führen dabei zwangsläufig zu einem radikalen, strukturellen Umdenken in der Wissensaufbereitung. Die Wissensausgabe muss sich dabei aber fraglos an den individuellen Bedürfnissen orientieren.

Was also spricht in 5 Jahren dagegen ein gedrucktes Fachbuch zu lesen, wenn ich es will? Nichts! Gleichwohl lassen sich viele Anwendungen nur dann effektiv in einen durchgängigen, transparenten und lückenlosen Arbeitsprozess eingliedern, wenn sie für alle gewünschten Ausgabegeräte – mobil oder stationär – verfügbar sind. Allein der Nutzen für den Anwender entscheidet, ob alles Gold ist was technisch glänzt.

Am Schluss bleibt, was wirklich wichtig ist. Mit wachsamem Blick auf die Nutzer und deren Bedürfnisse wird der Verlag sein Netzwerk so einsetzen und ausbauen, dass er auf allen medialen Kanälen als souveräner Partner der pharmazeutischen Industrie agieren kann

Impressum:
http://www.ecv.de/service.php?index=service&service_index=mainpageimpressum
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