Die Wahlen in den USA haben mit Donald Trump wieder einen Republikaner als neuen US-Präsidenten hervorgebracht, der die Vereinigten Staaten für die nächsten vier Jahre anführen soll – vorausgesetzt, es kommt zu keinen unerwarteten Entwicklungen.
Ein Blick auf die Wirtschaftsgeschichte zeigt, dass den Kapitalmärkten der USA weitgehend gleichgültig ist, wer im Weißen Haus regiert. Seit der großen Depression der 1930er Jahre war George W. Bush der einzige US-Präsident, unter dessen Amtszeit von 2000 bis 2008 die Aktienkurse im Durchschnitt sanken. Seine Amtszeit war geprägt von den Auswirkungen des 11. September 2001, den darauffolgenden Kriegen in Afghanistan und im Irak sowie der beginnenden Finanzkrise 2007/2008. Präsidenten, Regierungen und Verwaltungen kommen und gehen – das Geldverdienen bleibt.
Unter einem Präsidenten Donald Trump ist zu erwarten, dass die expansive Geldpolitik fortgesetzt wird. Die Staatsverschuldung wird weiter steigen, da wirtschaftliche Impulse bevorzugt über Schulden finanziert werden. Eine lockere US-Zinspolitik dürfte dies unterstützen, um das Wachstum zu fördern. Die Geld- und Schuldenschleusen in den USA stehen somit auch weiterhin offen, und die USA werden unter Trump ihre investorenfreundliche DNA beibehalten. Davon werden nicht nur Aktien, sondern auch alternative Anlagen wie Gold und Bitcoin profitieren.
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Neben den bekannten Grundsätzen „Not your keys, not your coins“ und „Be your own bank“ gibt es in der Bitcoin-Welt weitere essenzielle Prinzipien, die das Verständnis und die sichere Nutzung von Bitcoin fördern. Allen voran „Verify, don’t trust“ (Prüfen, nicht vertrauen). Dies bedeutet, dass Bitcoin-Nutzer Transaktionen und Informationen eigenständig verifizieren sollten, anstatt blind anderen zu vertrauen. Dazu gehört die Überprüfung des Netzwerks, von Transaktionen und Wallets, um Sicherheit und Transparenz zu gewährleisten. Ein weiteres wichtiges Prinzip lautet „Beware of scams and shitcoins“ – Bitcoiner werden ermutigt, sich vor fragwürdigen Kryptowährungen und Projekten in Acht zu nehmen. Bitcoin-Maximalisten legen den Fokus ausschließlich auf Bitcoin und vermeiden jegliche Krypto-Projekte, die nicht der dezentralen Vision entsprechen.
Ein prominenter Vertreter dieser Philosophie ist Michael Saylor. Der Gründer von MicroStrategy gilt als eine der schillerndsten und zugleich umstrittensten Figuren in der Bitcoin-Szene. Durch massive – auch kreditfinanzierte – Bitcoin-Investitionen hat er sich einen Namen gemacht und wird von vielen Bitcoin-Maximalisten fast wie ein Papst oder Sektenführer verehrt. Doch seine „Bitcoin only“-Philosophie stößt immer wieder auf Kritik und wirft Fragen zu seinen wahren Absichten auf.
Saylor betont stets, dass Bitcoin das einzige dezentrale und sichere Asset ist. Doch MicroStrategy selbst stellt ein zentrales Systemrisiko dar: Die enorme Konzentration von Bitcoin im Besitz des Unternehmens widerspricht den Prinzipien der Dezentralisierung. Zudem ist MicroStrategy gar nicht im Besitz der Private Keys zu seinen Bitcoin-Beständen. Diese liegen nämlich bei zentralisierten Kryptoverwahrern wie Fidelity Digital Investments und Coinbase Global Custody. Nach dem ersten Gebot der „Bitcoin-Bibel“ besitzt MicroStrategy somit faktisch Null (0) Bitcoin. Darüber hinaus hat das Unternehmen Schulden aufgenommen, um weitere Bitcoin zu erwerben, was potenziell gefährliche Abhängigkeiten und Zentralisierungseffekte erzeugt. Diese Diskrepanz zwischen Saylors Aussagen und Handlungen zeigt, dass sein Einfluss und seine Positionen mit Vorsicht betrachtet werden sollten.
Diese spannende Thematik bespreche ich ausführlich in meinem heutigen Podcast „Millers Kryptowoche“.
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Gerade in EU-Ländern wie Deutschland oder Österreich, in denen die Mehrzahl meiner Leser ihren Wohn- und Steuersitz hat, ist die Unzufriedenheit der Menschen mit den politischen Rahmenbedingungen in zahlreichen Bereichen zu spüren. In den letzten Jahren haben überdurchschnittlich viele Bundesbürger ihrem Heimatland den Rücken gekehrt. Vor allem junge und leistungsstarke Akademiker sowie Rentner wandern verstärkt aus. Der Krieg in der Ukraine, mitten in Europa, sowie die Folgen von Massenmigration und Inflation haben das Interesse an einem „Plan B“ zuletzt weiter massiv verstärkt. Aber auch Diskussionen und Entwicklungen rund um Steuererhöhungen, Umverteilungen, das geplante EU-Vermögensregister oder eine Verschärfung der Wegzugsbesteuerung.
Am 19. Januar 2024 hat der Deutsche Bundestag eine Änderung des Staatsangehörigkeitsrechts beschlossen. Einbürgerungen sind damit schon nach fünf statt bislang acht Jahren möglich. Das neue Staatsangehörigkeitsrecht bringt auch für deutsche Auswanderer Vorteile mit sich, weil sich jetzt nicht nur Ausländer in Deutschland schneller einbürgern lassen, sondern weil auch Deutsche mit einem Wohnsitz außerhalb der EU die deutsche Staatsbürgerschaft beibehalten können, wenn sie zusätzlich die Staatsbürgerschaft ihres Wohnsitzlandes annehmen. Und zwar ohne, dass sie wie bislang beim Bundesverwaltungsamt eine Beibehaltungsgenehmigung beantragen müssen.
Die Vorzüge des deutschen Reisepasses, allen voran die damit verbundene große Reisefreiheit, können somit weiter genutzt werden. Gleichzeitig können die Vorteile einer zweiten Staatsbürgerschaft eines ausländischen Staates in Anspruch genommen werden. Zweitpass-Strategien können aus wirtschaftlichen, sozialen, politischen oder steuerlichen Überlegungen sinnvoll sein. Die vielfältigen Möglichkeiten unterschiedlicher Länder bringen Ihnen weltweit flexible Planungsoptionen und können Ihnen als Absicherung im Sinne eines „Plan B“ dienen, weil Sie Ihre Rechte und Freiheiten signifikant erweitern und an Ihre Bedürfnisse anpassen können, wodurch wiederum Ihr individueller Lebensstil und Ihre damit verbundene Lebensqualität erhöht werden.
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