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Wer retrospektiv auf Organisationen schaut, wird feststellen, dass sie sich – entgegen allen Trägheitsvermutungen – mitunter doch rasant verändern. Sie tun das einfach nicht so wie oder dort, wo viele es sich wünschen oder erwarten. Organisationen haben ein Eigenleben.
Kann man trotzdem #Veränderungen initiieren und umsetzen? Natürlich, sagt Peter Zurkirchen, man braucht dazu schlicht die passenden Denkwerkzeuge und Haltungen. Eine davon ist «Lean Change Management».
Lean ...
In der Change-Beratung hat sich grundsätzlich etwas verändert: Früher betrachtete man #Change in Organisationen als eine Art Knobelaufgabe: Man wusste, was herauskommen sollte und versuchte herauszufinden, wie man das erreicht. Das war ganz schön anspruchsvoll.
Dann hat sich die Umwelt verändert, die Zahl der Variablen, das Tempo und Dynamik der Veränderung sind gestiegen. Ziele sind widersprüchlich und in Bewegung («Moving Targets»). Die Ungewissheit und die Unsicherheit haben zugenommen und d...
Niklas Luhmann fasst unter «Organisationskultur» alles zusammen, was nie entschieden wurde und trotzdem das Denken, Handeln und Fühlen in einer Organisation beeinflusst. Er prägte dafür den treffenden Begriff der «unentschiedenen Entscheidungen».
Das zeigt zweierlei:
👉 #Organisationskultur ist per Definition nicht oder nur schwer greifbar. Hier tummeln sich die ungeschriebenen Gesetze und unausgesprochenen Erwartungen. Sie sind offiziell nicht bindend, wirken aber irgendwie doch.
👉 Culture-Cha...
Ist #Change (in Organisationen) Kunst oder Handwerk? Was braucht es, um Wandel initiieren und gestalten zu können? Genügt es, ein paar gute #Methoden zu beherrschen oder braucht es mehr? Darüber sind sich Beate M. Schulze und Roger Romano im Video (zunächst) nicht einig.
Klar, wer sich mit professionell mit organisationalem Wandel beschäftigt, sollte verschiedene Methoden kennen, beherrschen und methodisch sauber arbeiten können. Doch wenn man sich Halt und Sicherheit in Methoden sucht (suchen m...
Organisationen schaffen stabile Verhältnisse. Darin sind sie richtig gut. Und das ist gut so, denn wer möchte schon jeden Morgen neu aushandeln, was produziert wird, wer wofür zuständig ist oder wie man zusammenarbeitet?
Interessant wird es, wenn eine Organisation sich #verändern möchte oder muss. Plötzlich wird Bewährtes, für sicher Gehaltenes und Liebgewonnenes in Frage gestellt. Und das ohne, dass schon feststünde, was stattdessen in Zukunft besser (?) geeignet sein könnte.
Damit Change gel...
#Selbstorganisation wird häufig als Verzicht auf formal hierarchische Strukturen verstanden. Die Mitarbeitenden sollen – so die Idee – eigenverantwortlich und kompetenzbasiert arbeiten und entscheiden. Die #Entscheidungen sollen dort getroffen werden, wo am meisten Know How dazu vorhanden ist und Spannungen sowie Konflikte sollen auf Augenhöhe geklärt werden.
Dass das weder einfach ist noch immer funktioniert, sehen wir in der #Praxis sehr anschaulich in vielen #Organisationen. Wenn Schwierigke...
Niklas Luhmann unterscheidet drei Sinndimensionen:
📖 Sachdimension
🕸️ Sozialdimension
🕑 Zeitdimension
Wer systemtheoretisch arbeitet und berät, muss alle drei Dimensionen im Auge behalten. Die Zeitdimension wird dabei häufig unvollständig genutzt. Warum?
Die Sachdimension bezeichnet das Was, die Sozialdimension das Wer und die Zeitdimension das ... "Wann" möchte man hier rufen. Doch die Zeit als etwas Punktuelles zu betrachten, das sich auf einer Linie gleichmässig bewegt und dabei aus Zukunf...
Eine Kernkompetenz in der #Beratung komplexer sozialer Systeme ist der Umgang mit #Polaritäten und #Paradoxien.
Polarität bezeichnet die Beobachtung, das zwei Teile zusammen eine Einheit bilden. Der eine Pol ist ohne den anderen nicht denkbar. Und innerhalb der Einheit – das ist wichtig – sind die Pole gleichwertig (hell und dunkel, ein- und ausatmen).
Als Paradoxien bezeichnet man Rückbezüglichkeiten, die dazu führen, dass sich gegenseitig bedingendes (scheinbar oder tatsächlich) ausschiesst (z...
Wir haben eine #Polykrise aus Krieg, Diktaturen, Radikalisierung, Klimawandel, Artensterben, Überbevölkerung, Pandemie und Inflation, um nur einige zu nennen und brauchen, um diese zu bewältigen einen grundlegenden und tiefgreifenden #Wandel. So das gängige Narrativ, u.a. auch am derzeit laufenden WEF in Davos.
Das kann man auch anders sehen. Und das tut z. B. der Historiker Niall Ferguson. Er sagt, Veränderungen habe es schon immer gegeben. Jede Generation habe ihre eigene Krisengeschichte. In ...